Antirassistische Demonstration verhindert Aufmarsch der Faschisten in Steele, am 2.1 wie auch am 9.1.2020 …

Die Demonstration am 09. Januar 2020 startet um 17:30 Uhr auf dem Grendplatz, nachdem es am 2.1.2020 in Steele den Bunten Jahresauftakt gab.

Am 2.1.2020 rief das Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“ am ersten bunten Donnerstag im Jahr 2020 zu einer Kundgebung und Demonstration in Steele auf.

Auch im Jahr 2020 wird das Bündnis mit zahlreichen Aktionen für ein buntes und solidarisches Zusammenleben in Steele werben, in dem eine rechte Bürgerwehr keinen Platz hat.

Die Kundgebungsteilnehmer laufen auf der Route, die bisher dem wöchentlichen Aufmarsch der Steeler Jungs vorbehalten war, durch den Stadtteil und setzen auf diese Weise ein Zeichen dafür, dass in Steele nichts überflüssiger ist als eine rechte Bürgerwehr.

Presseinformation – Aufstehen gegen Rassismus Essen

Essen, 02.01.2020

Holen wir uns die Straßen zurück!

Antirassistische Demonstration soll Aufmarsch der sogenannten „Steeler Jungs“ am 09. Januar verhindern

Seit etwa zwei Jahren marschiert im Essener Stadtteil Steele die rechte Gruppierung „Steeler Jungs“ wöchentlich auf. Bei den Aufmärschen finden sich nicht nur Personen aus dem Rocker- und Hooligan-Milieu, sondern auch bestens vernetzte Neonazis und Anhänger der rechtsextremen Szene aus ganz NRW wieder. Doch am kommenden Donnerstag, 09. Januar 2020 wird die rechte Demo nicht wie üblich stattfinden. Die lokale Aktivengruppe des bundesweit agierenden Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ hat auf der Route eine antirassistische Demonstration angemeldet. Im veröffentlichten Aufruf heißt es: „Diese Zustände sind nicht länger haltbar! Jetzt ist Schluss! Erstmals ist es uns gelungen, die Route der Nazis für uns zu beanspruchen. Laut, entschlossen und kämpferisch machen wir klar: Wir holen uns die Straßen zurück! Gemeinsam mit Vielen wollen wir der martialisch auftretenden Gruppe aus Hooligans, Rockern, Rassisten und Faschisten klarmachen, dass Steele kein Nazikiez ist und auch in Zukunft nicht sein wird.“

Bereits am 02. Januar 2020 fand eine Demonstration auf der Route der sogenannten „Steeler Jungs“ statt, angemeldet vom lokalen Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“, bei der rund 300 Personen teilnahmen. Die rechten Steeler Jungs hatten keine Versammlung angemeldet, sondern sammelten sich vor ihrer Stammkneipe. Vereinzelt traten bekannte Gesichter der „Steeler Jungs“ entlang der Route in Erscheinung. Nach der erfolgreichen antirassistischen Demonstration, die störungsfrei verlief, wurden die Demonstrationsteilnehmer:innen durch Polizeibeamte zum Steeler S-Bahnhof begleitet.

Aufstehen gegen Rassismus Essen erklärt dazu:

„Monatelang tolerierten die Behörden den anfangs unangemeldeten Aufmarsch einer rechten Bürgerwehr im Stadtteil, während Gegenproteste systematisch behindert und bedrängt wurden. Jetzt reicht‘s! Wir leiten jetzt die Kehrtwende ein! Es muss klar werden, dass die Straßen auch in Steele nicht einer rechten Bürgerwehr gehören, sondern der breiten, vielfältigen Gesellschaft. Wir werden künftig nicht mehr zulassen, dass sich Rassisten und Faschisten in Steele ihre Wohlfühlzone schaffen. Wir holen uns die Straßen zurück!“

Die Demonstration am 09. Januar 2020 startet um 17:30 Uhr auf dem Grendplatz.

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Bunter Jahresauftakt am 2.1.2020 in Steele

28.12.2019 – Infostand in Steele

Am 2.1.2020 ruft das Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“ am ersten bunten Donnerstag im Jahr 2020 zu einer Kundgebung und Demonstration in Steele auf.

Treffpunkt ist um 17.30 Uhr der Grendplatz.

Auch im Jahr 2020 wirbt das Bündnis mit zahlreichen Aktionen für ein buntes und solidarisches Zusammenleben in Steele, in dem eine rechte Bürgerwehr keinen Platz hat.

Die Kundgebungsteilnehmer laufen auf der Route, die bisher dem wöchentlichen Aufmarsch der Steeler Jungs vorbehalten war, durch den Stadtteil und setzen auf diese Weise ein Zeichen dafür, dass in Steele nichts überflüssiger ist als eine rechte Bürgerwehr.

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Faschistische Aufmärsche stoppen – keine Kriminalisierung von Antifaschisten

https://www.mlpd-essen.de/an-die-presse-und-demokratische-oeffentlichkeit-polizei-pruegelt-den-faschistischen-steeler-jungs-die-strasse-frei-eindeutige-stimmung-auf-dem-steeler-weihnachtsmarkt-gegen-faschistische-aufmaersche

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Eindeutige Stimmung auf dem Steeler Weihnachtsmarkt gegen faschistische Aufmärsche

[Update 22.12.2019]
https://perspektive-online.net/2019/12/steeler-jungs-alles-andere-als-willkommen-auf-dem-weihnachtsmarkt

[Update 21.12.2019]

WAZ /NRZ vom 21.12.2019 :

Die Polizei, so heißt es in einer polemisch gehaltenen Presseerklärung, habe die Straße für die Steeler Jungs „frei geprügelt“.

Das hier ist die Presseerklärung:


Internationalistisches Bündnis Essen, 19.12.19 ib-essen@gmx.de
An die Presse und demokratische Öffentlichkeit

Polizei prügelt den faschistischen ‚Steeler Jungs‘ die Straße frei.

Eindeutige Stimmung auf dem Steeler Weihnachtsmarkt gegen faschistische Aufmärsche

  • „So was hatten wir doch schon mal, dass Faschisten versuchen, sich in Stadtteilen breit zu machen – wir wollen die aber hier nicht“ so eine Passantin auf dem Steeler Weihnachtsmarkt. Das war die überwiegende Meinung gegen das Vorgehen der Polizei heute auf dem Steeler Weihnachtsmarkt. Unter Missachtung des Demonstrationsrechtes und mit brutaler Gewalt organisierte diese ein rechtswidriges und politisch motiviertes Verbot einer korrekt angemeldeten Spontankundgebung des Internationalistischen Bündnisses, wie sie im Versammlungsrecht vorgesehen ist. Die Kundgebung richtete sich gegen die inzwischen im Wochentakt stattfindenden Anschläge gegen Antifaschisten, aber auch gegen ein kurz zuvor verkündetes Skandalurteil, das den antifaschistischen Protest dagegen untersagte. Der rechten Gewalt wird durch die wöchentlichen Aufmärsche der faschistischen ‚Steeler Jungs‘ der Boden bereitet. Das Verbot einer Kundgebung am beantragten Platz wurde damit begründet, dass angeblich von den Antifaschisten und ihrem Protest Gefahr für die Besucher des Weihnachtsmarktes ausgeht. Keine Bedenken gibt es aber seit Wochen, den Faschisten den Weihnachtsmarkt zu überlassen, die für ihre Aufmärsche von der Polizei geschützt werden. In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, dass sich die Steeler Bürger von den faschistischen ‚Steeler Jungs‘ bedroht fühlen. So berichteten Mitarbeiter eines Nachhilfeinstituts, dass sie die Schüler nach dem Unterricht zur Bahn begleiten müssen.
  • Gegen 18 Uhr versammelten sich Freunde des Internationalistischen Bündnisses, Einzelpersonen von ‚Steele bleibt bunt‘, der VVN, MLPD, REBELL, Essen Steht AUF und weitere Antifaschisten zu einer spontanen Kundgebung aus Anlass der zunehmenden faschistischen Gewalttaten in Essen. Wie den körperlichen Angriff auf Max Adelmann, langjähriger Sprecher von ‚Essen stellt sich quer‘, und versuchte Mordanschläge mit heimlich zerstochenen Reifen auf zwei Antifaschisten und bekannte Marxisten/Leninisten. Diese spontane Kundgebung wurde korrekt von Gabi Fechtner und Yazgülü Kahraman-Meister angemeldet. Kurz nach Beginn der friedlichen Protestkundgebung, die Gabi Fechtner eröffnete, wurden die Kundgebungsteilnehmer von einer Kette Bereitschaftspolizisten mit den Worten „wir räumen die Straße frei“ aggressiv und mit Gewalt abgedrängt, so dass die Faschisten freie Bahn bekamen. Als Gabi Fechtner weiter am Mikrofon protestierte, wollte die Polizei sie mit Gewalt daran hindern, wogegen sich Antifaschisten mit ihr solidarisierten. Darauf ging die Polizei (in unmittelbarer Nähe eines Kinderkarussels) mit brutaler Gewalt gegen Antifaschisten vor, die sich schützend vor sie stellten. Ein 17-jähriger wurde brutal zu Boden geschlagen und er, sowie Hannes Mast, Sprecher des Internationalistischen Bündnisses Essen, wurden mit Kabelbindern und Handschellen gefesselt und festgehalten. Hannes Mast wurde zur Polizeiwache gebracht zur erkennungsdienstlichen Behandlung. Insgesamt gab es fünf Strafanzeigen, u. a. gegen ihn und den Rechtsanwalt Roland Meister als Anmelder. Roland Meister hatte mit seinem Anwaltsbüro durchgefochten, dass der AfD-Mann Björn Höcke als das bezeichnet werden kann, was er ist – ein Faschist. Diese brutale Kriminalisierung des antifaschistischen aktiven Widerstandes stieß überwiegend auf große Empörung unter den Passanten. Nicht wenige zogen die Parallele mit den Anfängen des Hitler-Faschismus. „Von den Faschisten gehören endlich mal welche festgenommen „, „Da hat sich die Polizei an den falschen vergriffen!“, „Wir müssen was dagegen tun“. Der massive Protest gegen die Festsetzung der Antifaschisten trug zu ihrer Freilassung noch am späten Abend bei.
  • Mit dieser Kriminalisierung und Einschüchtungsversuch erreicht die skandalöse Politik der Essener Polizeiführung, als Dienstleister der Steeler Faschisten aufzutreten, einen Höhepunkt. Und es zeigt, dass es höchste Zeit ist, eine breite, überparteiliche antifaschistische Einheit gegen die zunehmende Rechtsentwicklung, Faschisierung in Staatsorganen und gegen eine tendenzielle akute faschistische Gefahr aufzubauen. Das Internationalistische Bündnis hat beschlossen, jede Woche den Protest gegen den Aufmarsch der faschistischen ‚Steeler Jungs‘ mit zu organisieren. Hannes Mast zieht dazu abschließend Resümee: „Die letzten Monate haben bewiesen, dass im Widerstand gegen die rassistischen und faschistischen Umtriebe symbolische Aktionen, passive Ablehnung oder Proteste fernab des Geschehens nicht mehr ausreichen. Die Situation ist inzwischen so ernst, dass die Aufklärung unbedingt auch mit aktiven Widerstand im Sinne von ‚Kein Fußbreit den Faschisten‘ verbunden werden muss. Dafür steht das Internationalistische Bündnis und wird in diesem Sinne auch weitere Aktivitäten entfalten mit noch vielmehr Mitstreitern und Bündnispartnern. Dass der Rückhalt in der Bevölkerung dafür da ist, hat die heutige Aktion eindeutig gezeigt. Der Protest geht weiter trotz und gerade wegen der heutigen Ereignisse in Essen.“
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Zechenflutungen und Auswirkungen / AUF Gelsenkirchen

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Jahresabschluss 2019 – LOADING 2020

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Gewalttätiger Überfall auf Essen stellt sich quer

und aus:

https://www.rf-news.de/2019/kw50/protest-gegen-faschisten-erhaelt-viel-zuspruch

Essen

Protest gegen Faschisten erhält viel Zuspruch

Seit über einem Jahr „spazieren“ wöchentlich Hooligans, Rocker und Faschisten unter Polizeischutz durch den Essener Stadtteil Steele – unter dem verharmlosenden Namen „Steeler Jungs“.Korrespondenz Freitag,  13.12.2019,  18:00 Uhr

Protest gegen Faschisten erhält viel Zuspruch
Klarer Standpunkt der MLPD auf der antifaschistischen Aktion (foto: RF)

Auch an diesem Donnerstag, 12. Dezember, zog eine dunkel gekleidete faschistische Gruppe mit zirka 60 Personen unter anderem über den Steeler Weihnachtsmarkt.

Spontaner Protest auf dem Weihnachtsmarkt

Das Internationalistische Bündnis hatte die Initiative ergriffen, auch in dieser Woche dagegen zu protestieren. Von der Polizei war unser Stand auf einen abgelegenen Platz abgeschoben worden – mit der Begründung, mit dem Weihnachtsmarkt und dem bereits angemeldeten Aufmarsch (der Faschisten!) sei kein Platz im belebten Stadtteilzentrum. Viele hatten sich dann  zu einem spontanen Protest auf dem Weihnachtsmarkt zusammengefunden und protestierten gegen den vorbeiziehenden Aufmarsch.

Unser Protest und unsere Solidarität mit Max Adelmann, dem langjährigen Sprecher von „Essen stellt sich quer“, der am Montag angegriffen und verletzt worden war (siehe Rote Fahne News!), fanden breiten Zuspruch unter den Steelerinnen und Steelern. Nicht selten hörten wir: „So weit darf es nicht kommen!“. Auch wenn bei einzelnen die Hetze gegen Migranten verfängt, erhielten unsere Flyer und Reden breite Zustimmung.

Vorweihnachtsstimmung und antifaschistischer Protest? Kein Widerspruch!

Besinnliche Vorweihnachtsstimmung und klarer antifaschistischer Protest sind kein Widerspruch! Passend erzählte später ein älterer Mitstreiter von „Steele bleibt bunt“ am offenen Mikrofon bei der Kundgebung eine Weihnachtsgeschichte, die auf lustige Art und Weise deutlich machte, warum intelligente Menschen keine Faschisten sein können und umgekehrt. Unter anderem kritisierte Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, das von Seiten der Städte vielmals mit dem „hohen Gut“ des Versammlungsrechts argumentiert wird. Darunter kann aber nicht fallen, das Faschisten marschieren dürfen. So wird deren verlogener und feiger Taktik, sich als angeblich harmlose, „besorgte Bürger“ zu tarnen, regelrecht Vorschub geleistet. Stattdessen müssten alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Nach dem Potsdamer Abkommen müssten faschistische Parteien, wie „Die Rechte“ oder die NPD, direkt verboten werden.

Gegenüber Linken und Marxisten-Leninisten hingegen wird das Versammlungsrecht immer wieder eingeschränkt, Räume werden verweigert, oder es wird – wie in diesem Fall – der Weihnachtsmarkt vorgeschoben, um Versammlungen zu verhindern. Sie forderte, sich in der Bevölkerung keineswegs daran zu gewöhnen, dass so etwas stattfindet. Die Monopole, die den Hitler-Faschismus damals an die Macht brachten, sind auch heute an der Macht – gerade in der „Krupp-Stadt“ Essen ist uns dies bewusst. Sie päppeln die Faschisten, um sie zu gegebener Zeit wieder an die Macht bringen zu können. Auch deshalb kämpft die MLPD für eine sozialistische Gesellschaft, die es unmöglich macht, dass solche Leute agieren können.

So genannte „Steeler Jungs“ – rassistisch und faschistisch

Rechtsanwalt Roland Meister, seit langem an den Gegenprotesten beteiligt, charakterisierte die so genannten „Steeler Jungs“ klar als rassistisch und faschistisch. Er berichtete, wie sie im Stadtteil nicht nur mit ihren Aufmärschen eine Drohkulisse aufbauen, sondern konkret bereits Migranten, Obdachlose und Antifaschisten verfolgten und attackierten. Die klare Solidarität mit den Betroffenen war selbstverständlich. Dietrich Keil vom überparteilichen Kommunalwahlbündnis „Essen steht AUF“ nahm die persönlichen Genesungsgrüße und Solidarität der Aktion für Max Adelmann mit.

An diesem Abend wird deutlich: die Masse der Steelerinnen und Steeler ist antifaschistisch und lehnt diese Aufmärsche ab. Es ist jedoch notwendig, dass diese Mehrheit das auch sichtbar zum Ausdruck bringt, wofür der gemeinsame Widerstand verstärkt werden muss, so dass kein Aufmarsch mehr ohne Gegenaktion stattfindet.

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200 in Bottrop am 7.12: Gegen eine Politik der verbrannten Erde

Pressemitteilung

— weiter unten folgt der Demo-Aufruf —

Über 200 Teilnehmer folgten dem Aufruf von Kumpel für AUF zur Kundgebung und Demonstration am Samstag, den 07.12.2019 in Bottrop.

In zahlreichen Redebeiträgen am offenen Mikrofon wurde deutlich: Die RAG hat ihre Versprechen „keiner fällt ins bergreie“ und sie kümmert sich um die „Ewigkeitskosten“ nicht gehalten! Tatsächlich hat sie 254 Bergleute entlassen, Ausbildungsplätze für die Jugend vernichtet, sie stellt die untertägige Wasserhaltung ein, verkauft preiswerten Wohnraum und erhöht Mieten, klaut den Bergbaurentnern ihr Deputat, lässt Kumpel, die ihr Leben lang für die RAG gearbeitet haben, mit ihren Krankheiten im Stich und überlässt es den Frauen, die damit verbundenen finanziellen und gesundheitlichen Probleme zu bewältigen.

Der RAG ist es aufgrund der kämpferischen Proteste nicht gelungen ist, diese Sachen unter dem Teppich zu halten. Sie musste reagieren wie zum Beispiel in der Nachbesserung beim Deputat, Abfindung oder Erhalt einzelner Arbeitsplätze. „Viele Leute sind empört, als sie erfahren haben, was diese Politik der verbrannten Erde alles für die Menschen und die Zukunft der Jugend bedeutet. Die Demonstration hat erklärt, dass wir das nicht akzeptieren! Wenn zum Beispiel die untertägige Wasserhaltung – wie versprochen – eingehalten würde, dann müsste kein Kumpel entlassen werden. Es wären ca. 500 Arbeitsplätze an den Pumpenstandorten nötig. Die Bergarbeiterbewegung wird auch im nächsten Jahr weiter kämpfen!“ – so Christian Link, öffentlicher Sprecher von Kumpel für AUF.

Glück auf!

Christian Link, öffentlicher Sprecher von Kumpel für AUF

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Für eine demokratische Umweltbewegung!

Wir dokumentieren hier eine Stellungnahme der MLPD Essen/Mülheim und bemühen uns auch um weitere Stellungnahmen und Standpunkte.

Gerne an info@linksDiagonal.de schreiben!


„MLPD Essen/Mülheim, Jugendverband REBELL 06.12.2019

An alle Unterstützer*innen von fridays-for-future und die demokratische Öffentlichkeit

Sofortige Rücknahme der Anzeige und Ermittlungen gegen Horst Dotten! Für eine breite, überparteiliche und demokratische Umweltbewegung!

Was ist vorgefallen?

Am 29.11.2019 wurde in Essen beim fridays-for-future-Aktionstag das Transparent mit dem Text „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft! MLPD“ auf Geheiß von einigen Ordnern durch die Polizei mit Gewalt aus dem Demonstrationszug gezogen. Mit der wahrheitswidrigen Begründung, der Träger des Transparents Horst Dotten hätte sie tätlich angegriffen, erstatteten sie Anzeige bei der Polizei. Horst Dotten wies diese üble Verleumdung klar zurück und erstattete seinerseits Anzeige gegen die beiden Ordner wegen Behinderung der Wahrnehmung seines Demonstrationsrechts.

Anstatt Umweltkampf – Kampf gegen MLPD und REBELL

Während der gesamten Aktion verfolgte zuvor eine Gruppe von etwa 20 Erwachsenen, meist selbst ernannte „Ordner“ und „Parents-for-future“, offenbar keinen anderen Zweck, als die Mitwirkung der MLPD und von allem, was sie dafür hielten, zu behindern, zu belästigen und zu drangsalieren:
Vom ersten Aufbau zweier Informationsstände an wurden die Betreiber von Umweltgewerkschaft und MLPD penetrant belästigt, sie dürften keine Infostände betreiben. Der Essener Gruppe der Umweltgewerkschaft war zuvor sogar schriftlich mitgeteilt worden, sie sei „unerwünscht“. Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit, das Recht und der Zweck politischer Organisationen, an der öffentlichen Meinungsbildung mitzuwirken, interessierten sie nicht.
Weiter wurde versucht, dass o.g. Transparent mit FFF-Fahnen zu verdecken, später kam ein Großtransparent zum gleichen Zweck hinzu.
Bei der Demonstration wurden drei mit starken Lautsprechern bestückte Transportfahrräder hinter dem Offenen Mikrofon des Internationalistischen Bündnisses platziert, um dessen Durchsagen, Parolen und Interviews mit den Jugendlichen zu überschallen. Zudem fuhren sie Teilnehmern mehrfach „in die Hacken“. Das gipfelte in der Beschimpfung einer migrantischen Genossin mit MLPD-Fahne als „Scheiß Fotze“ durch einen FFF-Ordner.

Weitere „Ordner“ rannten zu jedem Jugendlichen, der von Flugblattverteilern angesprochen wurde: „Rede nicht mit denen. Die sind nicht von uns, die sind von der MLPD. Die sind politisch.“ Ja, was denn sonst? Ist die Klimafrage nicht höchst-politisch? Was könnte es Politischeres geben, als die Rettung der Menschheit vor einer vorsätzlich herbeigeführten Umweltkatastrophe?

Mit Umweltkampf  hatte dies nichts zu tun! Es stand in völligem Gegensatz zum Anliegen der Kinder und Jugendlichen, die interessiert und offen auch für unsere Positionen waren und sich freuten, am Offenen Mikrofon ihre Meinung sagen zu können. Am 29.11. gingen erneut Hunderttausende Menschen weltweit zur Rettung der Umwelt auf die Straße. Allein in Deutschland waren es rund
630000 Menschen. Wir zitieren aus einem Statement von „FFF Deutschland“ vom 04.10.2019: „Bei uns soll absolut jede*r mitmachen, für den oder die die Klimakrise ein Anliegen ist – und gerade, dass sich viele verschiedene Weltanschauungen unter diesem Minimalkonsens treffen, ist zentraler Bestandteil unserer Bewegung.“ In Essen soll das etwa nicht gelten?

In der Umweltbewegung und anderen fortschrittlichen Bewegungen findet ein verschärfter Richtungskampf statt. Kräfte wie SPD und Grüne wollen, dass sie zu einem Anhängsel der Regierung und internationalen Großkonzerne für ihr „Greenwashing“ werden; dass das zerstörerische kapitalistische System nicht angetastet, sondern nur seine schlimmsten Auswüchse etwas bekämpft werden; dass über die Gesellschaftsperspektive des Sozialismus nicht diskutiert werden darf. Damit würde die FFF-Bewegung zahnlos und letztlich scheitern.
Die MLPD tritt dafür ein, dass der weltweit wachsende Aufschwung für konsequenten Umweltschutz sich gegen die internationalen Konzerne als Hauptverursacher der Umweltkatastrophe richtet und sich die antikapitalistische Richtung stärkt. Sofortmaßnahmen auf Kosten der Profite von Firmen wir RWE oder VW sind dringend nötig!

Da die Störer in Essen zu keiner inhaltlichen Diskussion bereit waren, können wir über ihre Motive nur Vermutungen anstellen und müssen ansonsten die Tatsachen deuten:

1. In ihrem hysterischen Antikommunismus schießen sie weit über das Ziel hinaus. Das ist kein Meinungsstreit, das ist politisches Mobbing.

2. Wer friedliche Demonstrationsteilnehmer aus Versammlungen entfernen lässt oder sexistisch beleidigt, hat sich als Ordner oder Organisator vollständig disqualifiziert.

3. Wer es nicht ertragen kann, dass in einer Massenbewegung unterschiedliche Meinungen repräsentiert werden, der sollte zu Hause bleiben. Die demokratische Streitkultur ist das Lebenselixier jeder Massenbewegung.

4. Wer verhindern will, dass Jugendliche mit anderen und Erwachsenen über gesellschaftliche Zukunftsfragen diskutieren, der wird sie wohl alle einsperren müssen. Für wie dumm halten sie die Jugendlichen eigentlich, dass ihnen keine eigene Meinung zugetraut wird?

Die antikommunistischen Hetzer und Spalter kehren die Sachverhalte um. Sie wollen diktieren, wer was denken darf und was nicht, und werfen uns parteipolitischen Missbrauch vor, weil wir unsere Meinungen sachlich und konstruktiv äußern. Sie schreien „Parteipolitik“ und biedern sich selbst bei den Regierenden bis hin zu OB Kufen an. Sie wollen die Schüler vor MLPD und REBELL bewahren – dabei gängeln und bevormunden sie die rebellische Jugend. Sie haben die Organisationsarbeit von FFF gekapert und behandeln sie tendenziell wie ihr persönliches Eigentum. Offene Vorbereitungstreffen, breite Mobilisierung und Einbeziehung von Jugendlichen und Unterstützern? Fehlanzeige!

Die MLPD fordert, auch im Namen von Horst Dotten und der sexistisch beleidigten Genossin, eine umgehende Entschuldigung und eine Distanzierung aller ehrlichen und demokratischen FFF- und Umweltaktivisten von diesen Entgleisungen am 29.11.2019.

Die wahrheitswidrige Anzeige gegen Horst Dotten muss zurückgenommen werden. Wir schlagen dringend vor, aggressive und frauenfeindliche Menschen aus den Ordnergruppen künftiger FFF-Demonstrationen auszuschließen.

Es ist eine Minute vor 12! Wir brauchen eine breite und überparteiliche Umweltmassenbewegung zur Rettung unseres Planeten. Die fridays-for-future-Bewegung ist ein wichtiger Teil davon und muss es auch bleiben!
Kommt zu den FFF-Demos!
Die Termine findet ihr auf der facebook-Seite von FFF Essen

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Essen-Lima-Madrid: Klimaaktions- und Streiktag

Der Klimaaktions- und Streiktag in Essen beginnt um 11 Uhr am Viehhofer Platz. Viele rufen auf, und es ist zu hoffen, dass es viele werden. So auch die Ortsgruppe Essen der Umweltgewerkschaft:
Sie rufen auf am weltweiten Klimaaktions- und Streiktag aktiv zu werden und werden selbst aktiv. Gleichzeitig berichten sie, dass sie mit einer Delegation auch in Chile, Peru, und Madrid dabei sind.
Zitat aus ihrer Pressemitteilung:

Die Ortsgruppe Essen der Umweltgewerkschaft ruft auf zum Klimaaktions- und Streiktag am 29.11.19 in Essen aktiv zu werden, und macht neben der drohenden Weltklimakatastrophe auch die Umweltgefahren durch Flutung der mit Giftmüll verfüllten Zechen im Ruhrgebiet zum Thema. Eine Delegation der Umweltgewerkschaft wird am „Gipfel der Völker“ in Chile teilnehmen, wo der UNO-Klimagipfel wegen der Volkskämpfe abgesagt wurde. Am neuen Ort in Madrid wird eine weitere Delegation die Proteste gegen die unzureichenden Klima- und Umweltschutzpläne unterstützen. Berichte von beiden Delegationen werden am 29. November 2019 auf dem Klimaaktions- und Streiktag in Essen in Redebeiträgen oder an Infoständen bekannt gemacht.

Für Rückfragen: umweltgewerkschaft-essen@posteo.de

Erster Bericht aus Lima / Peru:

https://www.umweltgewerkschaft.org/de/region-ost/1484-gut-in-lima-angekommen.html

Auch über regionale Bedrohungen der Umwelt und Gesundheit der Menschen im Ruhrgebiet soll informiert, werden:



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