Wind, Flaute oder Sturm

Rheinmetall: schwere Waffen für die Ukraine, bis vor kurzem noch für Russland

Der industriell-militärische Komplex

In einem Artikel der Zeitung DIE WELT geht es vordergründig nur um einen Korruptionsskandal, eine Verfehlung eines Einzelnen. Nebenbei wirft er aber auch ein Schlaglicht auf die Profitwirtschaft, den Kapitalismus insgesamt, der auch für die Rüstungsindustrie prägend ist. Der Rüstungskonzern Rheinmetall, der gerade, in den bürgerlichen Medien hochgelobt, die Ukraine mit Waffen zum Schutz gegen Russland ausrüsten möchte:

Das Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat angeboten, neue Marder zu liefern – bis zu 20 Stück innerhalb von sechs Wochen. „Die Bundesregierung muss da nicht als Zwischenhändler auftreten“, heißt es in Branchenkreisen.

https://www.rnd.de/politik/schwere-waffen-fuer-die-ukraine-was-ist-das-problem-mit-den-lieferung-von-panzern-M7XMQOAKRRA4FGPKYSXSEC47XA.html

hatte bis vor kurzem noch Rüstungsprojekte für Russland.

Armin Papperger, Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, machte in den vergangenen Wochen eine ganz neue Erfahrung. Statt kritischer Berichte über Rüstungseporte oder Mängel an Bundeswehrpanzern erntete er ein positives Presseecho. Sein Unternehmen hatte der Ukraine Helme und ein Feldhospital zum Kauf angeboten und würde gerne gebrauchte Schützenpanzer vom Typ Marder liefern – wenn nur die Bundesregierung ihn ließe. Immer wieder zitierten Zeitungen Papperger hier als Kronzeugen gegen die zögerliche Haltung der Bundesregierung. Fast geriet so in Vergessenheit, dass der Düsseldorfer Konzern noch vor ein paar Jahren ausgerechnet die Kampfkraft der russischen Armee steigern wollte – mit der Lieferung von Hightech-Ausrüstung für ein Gefechtsübungszentrum (GÜZ) im russischen Mulino, etwa 330 Kilometer östlich von Moskau.
Weiter: Ein Rheinmetall-Deal in Russland und der Verdacht auf Bestechung – WELT

Rüstungsindustrie bereitet höhere Produktion vor – Rheinmetall bietet Milliardenpaket an. Bundeskanzler Scholz hat massive Rüstungsinvestitionen angekündigt, in vielen Bereichen soll zugekauft oder modernisiert werden. Die Branche bietet eine Ausweitung der Kapazitäten an.
Weiter: Rheinmetall bietet Bund Panzer & Helis für 42 Milliarden Euro an (handelsblatt.com)

Deshalb ist ein Aufruf für eine „neue“ Friedensbewegung so wichtig,
die nicht nur Appelle an Regierungen (*) richtet, sondern Menschen anspricht sich aktiv gegen den Krieg zu beteiligen:

Das ist nicht unser Krieg: Gegen jede imperialistische Aggression und Kriegsvorbereitung!
Der Hauptfeind steht im eigenen Land: Aktiver Widerstand – Streik gegen den Krieg!
Für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!
Gegen die Militarisierung der Gesellschaft!
Keine Zustimmung zu Kriegskrediten!
Gegen einen neuen „Burgfrieden“!

* Regierungen, die die Interessen der Wirtschaft vertreten, genau so könnte an Rheinmetall appelliert werden auf Rüstungsaufträge und Gewinne zu verzichten –

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