Entwurf NFB AKT 2026

Entwurf:
Vorschlag der Neuen Friedensbewegung für einen gemeinsamen Aufruf mit dem InterBündnis zum Antikriegstag 2026

Antikriegstag 2026:
Auf die Straße gegen Kriegsvorbereitung, Sozialkahlschlag und faschistische Gefahr!

87 Jahre nach der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs durch Hitlers Wehrmacht will die Bundesregierung Deutschland wieder „kriegstüchtig“ machen. Mit der stärksten Armee Europas beanspruchen sie eine „militärische Führungsrolle“ – und wir sollen dafür bezahlen. Reichen die 60 Millionen Toten des letzten Weltkriegs immer noch nicht? „Deutschland über alles“ grölt die AfD und baut wieder Feindbilder auf. „Nie wieder ist jetzt“, und das heißt nicht nur am Antikriegstag, dass es keine Menschen erster Klasse und zweiter Klasse geben kann.

Deutschland wäre der erste imperialistische Kriegstreiber, der seine Kriegsvorbereitung nicht als Verteidigung gegen äußere Bedrohungen rechtfertigt. Und es stimmt sogar: Da alle Imperialisten einen Dritten Weltkrieg vorbereiten, sind auch die Menschen in allen Ländern bedroht. Bedroht von der zunehmend faschistischen Kriegsführung mit Völkermord bis zum atomaren Inferno, bedroht durch die beschleunigte globale Umweltkatastrophe, bedroht durch einen Generalangriff auf die sozialen und politischen Rechte der arbeitenden Bevölkerung, bedroht von der grassierenden faschistischen Gefahr – bedroht vom globalen Imperialismus.

Imperialisten wollen Weltherrschaft, Menschen wollen Frieden. Die Zukunft der Jugend liegt nicht im Schützengraben! Aber Appelle an die Herrschenden bringen nichts. Wenn die Menschheit eine Zukunft haben soll, muss der Imperialismus Vergangenheit werden! Wir setzen auf die Kraft der internationalen Arbeiterbewegung. Hafenarbeiter haben im Februar Waffenlieferungen boykottiert. Automobilarbeiter in Köln, Stuttgart oder Wolfsburg stehen auf gegen die Umstellung auf Rüstungsproduktion. Ein Kollege von DHL am Leipziger Flughafen wurde wegen seiner Kritik an Rüstungstransporten fristlos gekündigt – und hat jetzt auch Dank großer Solidarität vor Gericht gewonnen. Der Antikriegstag ist auch Kampftag der Arbeiterklasse!

Der Antikriegstag 2026 muss ein starker Auftakt sein für einen Herbst des aktiven Widerstands: Kämpferische Demonstrationen und Kundgebungen gegen Krieg und Faschismus überall am 1. September! Heraus zu den Protesten gegen Militarisierung und Kriegswirtschaft in Köln, Essen und Hamburg! Große Mieterdemonstration am 5. September in Berlin! Verhindern wir eine Regierungsbeteiligung der faschistischen AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern! Die IG Metall ruft auf zum Aktionstag am 21. September und der DGB zu bundesweiten Protesten am 26. September! Traditionell finden am 3.10. Friedenskundgebungen statt.

Alle zusammen gegen Krieg und Faschismus bedeutet:

  • Kriegswirtschaft und Aufrüstung stoppen – keine Mittelstreckenraketen!
  • Nein zu dieser Wehrpflicht – diesem System keine Frau, keinen Mann und keinen Cent!
  • Widerstand gegen Sozialkahlschlag, verschärfte Ausbeutung und Arbeitsplatzvernichtung!
  • Mitbestimmung durch Streik! Für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!
  • Verbot der AfD, aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!
  • Für das Recht auf Flucht und Asyl!
  • Stopp aller Waffenlieferungen und Stützpunkte für imperialistische Kriege und Völkermord!