Wind, Flaute oder Sturm

„Holodomor“: Der erfundene Völkermord

von Olaf Swillus

In einem Artikel von Stefan Laurin, der eigenlich den aktuellen Krieg in der Ukraine zum Thema hat:
https://www.ruhrbarone.de/im-fall-der-niederlage-droht-der-ukraine-ein-blutfrieden/
wird neben vielem anderen auch von „Holodomor, der von Stalin initiierten Hungerkatastrophe,“ so selbstverständlich geschrieben, als wenn es Allgemeinwissen und auch so geschehen wäre.

In ihm seien den „30er Jahren bis zu sieben Millionen Menschen ums Leben“ gekommen,
meint der Ruhrbaron-Autor Stefan Laurin.

Facebook-Gruppe „Duisburg ~ Stadt – und Bürgerpolitik“ (1424 Teilnehmer – Stand 26.2.2022)

Der BUND hat gar nichts „klar geregelt“. Die Prozentzahl ist nicht nur fragwürdig, sondern auch völlig irrelevant.

Mit diesem Thema wurde ich auch schon vor Jahren durch Mitglieder des Essener BUND Kreisverbandes konfrontiert, als Grund dafür, dass der BUND nicht mit der Umweltgewerkschaft zusammen arbeiten solle.

Offenbar nach einer Gleichung, die wohl heißt:

Umweltgewerkschaft gleich MLPD,

MLPD gleich Stalin.

muss jetzt auch die Umweltgewerkschaft zu Stalin eine Meinung haben ?
Ich meine nicht. Die MLPD hat aber eine dazu, für die sie angegriffen wird. Zu Recht? Dazu unten einige Links zu Artikeln aus der Roten Fahne zu genau diesem Thema.

Die Kreisvorsitzende des BUND Duisburg Kerstin Ciesla präzisierte das neulich und gab öffentlich in einen Facebookforum eine Prozentzahl an: Die Umweltgewerkschaft ist ihr zufolge nur zu 99% deckungsgleich mit der MLPD. Eine Zahl, die nicht nur fragwürdig, sondern ausserdem auch völlig irrelevant ist. Gut: vielleicht steht sie symbolisch auch nur für „viel“. So würde ich mich an Kerstins Stelle herausreden. Das ist aber auch völlig irrelevant.

Fragwürdig, weil selbst die Umweltgewerkschaft diese Zahl nicht kennt, und irrelevant, weil sowohl Umweltgewerkschaft als auch BUND überparteiliche Umweltorganisationen sind. In beiden Organisationen werden Parteimitgliedschaften von Mitgliedern nicht erfasst, und in keiner der beiden Umweltorganisationen gibt es Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegen MLPD oder GRÜNE. Aber beim BUND, wie sicher auch in anderen Bereichen der Gesellschaft, gibt es offenbar bei einzelnen Mitgliedern antikommunistische Vorbehalte, die die Bündnisarbeit behindern. Die Holodomor-Mythos trägt dazu bei, und ist deshalb hier erwähnenswert.

Zurück zum Holodomo-Mythos:

Mit diesem Kram wollte ich mich eigentlich nie beschäftigen, aber inzwischen weiß ich, dass nicht nur die Holodomor-Geschichte umstritten ist. Sie taucht aber immer wieder auf.

Auch beim Grünen-Politiker Kai Gehring kommt das vor, in einer Ausführung auf Abgeordneten-Watch, als Begründung, warum die MLPD den GRÜNEN „ein Dorn im Auge“ sei, wie die Ruhrbarone behaupten. Kai Gehring bestätigte dies und lieferte gleich eine Begründung dafür nach:

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/kai-gehring/fragen-antworten/wie-stehen-sie-zu-der-behauptung-der-ruhrbarone-dass-den-gruenen-die-mlpd-ein-dorn-im-auge-sei

Zitat aus Kai Gehrings Erklärung, warum die MLPD den GRÜNEN „ein Dorn im Auge“ sei:

Obwohl die Verbrechen in kommunistischen Diktaturen allgemein bekannt sind, bekennt sich die MLPD offen zu Mao und Stalin, die Millionen von Todesopfern zu verantworten haben. Insofern ist es nur richtig, dass die MLPD kein Teil des breiten ESSQ-Bündnisses mehr ist.

Kai Gehring

Die Online-Ausgabe der Roten Fahne, greift dieses Thema daher in letzter Zeit erneut auf:

Das Gräuelmärchen vom „Holodomor“ — Website (rf-news.de)

Täglich grüßt das Murmeltier – oder: Wie die psychologische Kriegsführung arbeitet — Website (rf-news.de)

Psychologische Kriegsvorbereitung trifft Antikommunismus — Website (rf-news.de)

Dazu auch aus der Jungen Welt vom 23.06.2017 ein Artikel von Thanasis Spanidis.

Geschichtspolitik Der erfundene Völkermord

Die Behauptung, Anfang der 1930er Jahre habe die Sowjetunion unter Stalin in der Ukraine eine Hungersnot initiiert, um politischen Widerstand zu brechen, hält sich bis heute – die Fakten zeigen indes ein anderes Bild »Bitter Harvest« oder auf deutsch: »Holodomor – bittere Ernte« ist der Titel eines aufwendigen »Geschichtsdramas«, das Ende Februar dieses Jahres in den USA in die Kinos kam. Der Film stellt, selbst gemessen an Hollywood-Standards, einen ganz besonders dreisten Fall von Geschichtsfälschung dar.

Sein Thema ist die »ukrainische Hungersnot« von 1932/33, die, folgt man den Filmemachern, von der sowjetischen Regierung absichtlich ins Werk gesetzt wurde, um die Ukrainer für ihren Freiheitsdrang zu bestrafen. Der Regisseur George Mendeluk ist nicht zufällig ein ukrainischer Exilant aus Kanada. Für das Drehbuch stellte der ukrainisch-kanadische Investor Ian Ihnatowycz 21 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Da der Streifen, abgesehen vom geschichtsklitternden Inhalt, auch filmisch in jeder Hinsicht zu wünschen übriglässt, darf man immerhin hoffen, dass ihm ein nennenswerter Erfolg verwehrt bleibt.

Jedenfalls: Mendeluks »Werk« zeichnet das Bild einer Ukraine, in der vor der Oktoberrevolution idyllische Zustände herrschten, bis bösartige Bolschewisten mit russischem Akzent mordend und brandschatzend über das Land herfielen. Erbost darüber, dass die Ukrainer sich das nicht gefallen ließen, befahl Stalin, sie alle zu Tode zu hungern. Aber dann ein Lichtblick: Nachdem Millionen gestorben sind, stehen die Massen auf und machen sich ans Kommunistentöten, um ihre »Freiheit« zurückzugewinnen.

Das Erscheinen des Films im Jahr 2017 dürfte kaum ein Zufall sein. Die NATO ist in den vergangenen Jahren auf offenen Konfrontationskurs gegenüber Russland gegangen. Ein wichtiger Baustein bei der Einkreisung Moskaus ist das Regime in Kiew, zu dessen Nationalerzählung der »Holodomor« fest dazugehört. Der Begriff ist eine ukrainische Wortneuschöpfung, die in etwa »Mord durch Hunger« bedeutet und dessen klangliche Ähnlichkeit mit dem Wort »Holocaust« wohl beabsichtigt ist.
Vor allem aber ist der »Holodomor« eins: ein Märchen und keine geschichtliche Tatsache.

Doch so falsch das Geschichtsbild des Films, randständig ist es keineswegs. Zwar sind ukrainische Faschisten und Nationalisten seit jeher die eifrigsten Vertreter der Holodomor-Lüge. Sie sind aber bei weitem nicht die einzigen. Auch zahlreiche Regierungen schließen sich der Geschichtsfälschung an. Bis dato erkennen 24 Regierungen den »Holodomor« als Völkermord an, darunter Polen, Australien, Kanada, die USA, Spanien, Tschechien und einige Länder Lateinamerikas. Auch das EU-Parlament bezeichnete 2008 den »Holodomor« als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Mit freundlicher Genehmigung der Jungen Welt, ist auf der Folgeseite der ganze Artikel von Thanasis Spanidis zu lesen. Deshalb weisen wir gerne auf das Probe-Abo hin:
Probeabo

https://www.jungewelt.de/abo/probeabo.php

Original-Link zum Artikel vom 23.06.2017 ein Artikel von Thanasis Spanidis. Geschichtspolitik Der erfundene Völkermord

https://www.jungewelt.de/artikel/312978.der-erfundene-v%C3%B6lkermord.html

Fortsetzung

Powered by Zingiri, PHPlist