PM 8.8.2011 AUF: „Mobilticket“ statt Sozialticket

Überparteiliches Essener Wahlbündnis für Alternative Unabhängige Fortschrittliche Kommunalpolitik
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„Mobilticket“ statt Sozialticket
„Essen steht AUF“: Sommertheater beenden

Nach Ansicht des Kommunalwahlbündnisses „Essen steht AUF“ ist ein Ende des Sommertheaters zum VRR-Sozialticket überfällig. In Essen gibt es über 100 000 Berechtigte, die sich darauf Hoffnungen gemacht haben, und auf deren Rücken sich dieses kleinliche Hin und Her abspielt. „Der Name „Sozialticket“ halten wir für falsch und diskriminierend“, kritisiert AUF-Ratsherr Dietrich Keil. „Er wird dem heute eigentlich selbstverständlichen Grundbedürfnis auf Mobilität, die eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist, zudem nicht gerecht. Es sollte besser „Mobilticket heißen.“
Auslöser war die Bezirksregierung Düsseldorf, die von Mehrkosten für die klammen Ruhrgebietsstädte sprach und ihre Zustimmung zu dieser „freiwilligen Leistung“ in Frage stellte. So wollte die EVAG der Stadt 1 Mio in Rechnung stellen. “Eine Milchmädchenrechnung“, so Keil weiter, „wenn einfach die Differenz zum normalen Monatsticket summiert wird. Das unterschlägt die jüngsten Preiserhöhungen von fast 4 Prozent, vor allem aber das Einnahmepotential durch Neukunden, die sich das bisher nicht leisten können.“ Tatsächlich hat das Innenministerium inzwischen keine Bedenken mehr gegen eine Zustimmung, weil Mehrkosten nicht zu erwarten seien.
„Essen steht AUF“ hält im Übrigen den Preis von 29,90 Euro für zu hoch im Verhältnis zur Leistung eines etwas erweiterten Tickets 1000. Denn der Hartz IV-Regelsatz enthält nur rund 15 Euro für ÖPNV-Leistungen. „Bei einem Preis in dieser Größenordnung für eine Leistung ähnlich dem Ticket 2000 gäbe es deutlich mehr Neukunden“, so Keil abschließend. „Lieber Nägel mit Köpfen machen – Mobilität im Ruhrgebiet darf nicht sozial ausgrenzen und nicht an den engen Stadtgrenzen enden.“

Mit der Bitte um Berücksichtigung in Ihrer Berichterstattung
und freundlichen Grüßen

Dietrich Keil
Ratsherr „Essen steht AUF“

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