Zum Gedenken an die Pogromnächte in Essen

[Update 18.9.2019]

Grillo-Theater zum 9. November 2019 .



Gedenkfeier 10.11.2019

https://www.visitessen.de/essentourismus_veranstaltungen/v_tourismus/veranstaltung_detailseite_1329165.de.jsp?

19:00-21:00 Uhr

Programm ab 19:00 Uhr in der Alten Synagoge:

Ansprachen Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen Leonid Novoselsky, Stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen

Vortrag Burak Yilmaz, Pädagoge: Meine Arbeit gegen Antisemitismus im Ruhrgebiet, das Projekt „HeRoes“ in Duisburg

Kurzstatements von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Essen Holsterhausen und der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Essen

Gebet für die jüdischen Märtyrer „El male rachamim“ Rabbiner Shmuel Aronov (Hebräisch) und Uri Kaufmann (Deutsch)

Musikalische Umrahmung: Ensemble der Gesamtschule Essen Holsterhausen

Vor der städtischen Gedenkfeier am 10. November 2019 findet um 17:00 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst in der Marktkirche in Essen statt.

Der 9. November ist in der jüdischen Erinnerungskultur der Gedenktag an den Untergang des deutschen Judentums. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, der so genannten Reichspogromnacht, wurden 30.000 Menschen verhaftet und 400 Personen ermordet oder in den Tod getrieben. Das Gedenken an die Verwüstung und Zerstörung von über 1.400 Synagogen und Gebetssälen ist für uns jedes Jahr eine mahnende Verpflichtung.

Da der 9. November in diesem Jahr auf den Schabbat, auf Samstag, fällt, möchten wir Sie zur traditionellen Gedenkfeier für die zahlreichen Opfer am Sonntag, den 10. November 2019, 19 Uhr, in den Hauptraum der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1, einladen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Teilnahme ermöglichen könnten.


Weitere Veranstaltungen zum Gedenken an die Pogromnächte in Essen:

Mittwoch, 6.11.19, 20 Uhr / Kulturzentrum GREND Szenische Lesung „Empfänger unbekannt“ Wo? Theater Freudenhaus im Grend, Ticketpreis 10€/erm. 8€ Vorverkauf: 0201 851 3230 (Theater Freudenhaus) AP: Bürgerbündnis „Mut machen! Steele bleibt bunt“

Freitag 8.11.19, 16 Uhr / Rock gegen Rechts Wir feiern Jubiläum! Dieses Jahr findet Rock gegen Rechts zum fünfzehnten Mal statt. Veranstaltungsort ist die Weststadthalle in Essen. Anlass ist das Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome. Der Einlass ist ab 16Uhr und der Eintritt ist frei. Es wird Informationsstände von linkspolitischen Verbänden und Initiativen geben, sowie Bildungsangebote zu historischen als auch hoch aktuellen Themengebieten rund um den Widerstand gegen Rechtsextremismus. Die musikalische Gestaltung des Abends beginnt um 19Uhr und wird von Bands wie „Nancy Breathing“, „Schockromantik“ und „All Miles Gone“ getragen. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen. Wo? Weststadthalle, Workshop 16.00 Uhr – Konzert ab 19.00 Uhr AP: SJD – Die Falken

Samstag 9.11.19, 9 Uhr / Gedenken in Essen-Freisenbruch Am 9. November um 9.00 Uhr werden Bürgerinnen und Bürger aus Freisenbruch die Stolpersteine auf der Bochumer Straße 353/Ecke Rodenseelstraße putzen, an die jüdische Metzgerfamilie Mayer erinnern. Treffpunkt: Bochumer Straße 353/Ecke Rodenseelstraße AP: Bürgerbündnis „Mut machen! Steele bleibt bunt“

Samstag, 9.11.19, 11 Uhr / Gedenken in Essen-Kray Gedenken der Opfer der Pogromnacht vom 9.11.1938 Der Runde Tisch „Kray ist bunt“ unter der Mitwirkung Krayer und Leither Bürger, Kirchengemeinden, Politikern und Vereinen wird auch in diesem Jahr der Reichspogromnacht gedacht. Wenn man die Sprache vieler Politiker und Kommentatoren im Internet betrachtet, scheinen viele Menschen nicht aus der Geschichte gelernt zu haben. Wir dürfen nicht wegschauen und müssen die Erinnerung an die Reichspogromnacht aufrecht halten. Treffpunkt: Krayer Markt am Engel der Kulturen AP: Runder Tisch „Kray ist bunt“, kray-ist-bunt@gmx.de

Samstag, 9.11.19 / Gedenken in Essen-Süd Wir erinnern an unsere ehemaligen Nachbarinnen und Nachbarn in der Von-Seeckt-Straße und in der Von-Einem-Straße und allen Opfern des nationalsozia-listischen Terrors durch Kerzen, die wir an den 27 Stolpersteinen in unseren Stra-ßen anzünden werden. Alle heutigen Bewohnerinnen und Bewohner unseres Quartiers sind eingeladen, während des 9. November an den Stolpersteinen zu verweilen, die Inschriften zu lesen und den früheren und heutigen Opfern von Intoleranz, Rassismus und Verfolgung zu gedenken. Die Formen des Gedenkens können vielfältig sein. Wo? Von Seeckt-Straße / Von-Einem-Straße AP: Stolperstein-Initiative Essen-Süd, stolpersteine.essen@gmail.com

Samstag, 9.11.19, 10- 12 Uhr / Gedenken in Essen-Steele Die VVN-BdA, das Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“, die DKP Steele/Kray, die SPD Steele und die Juso Essen-Ost rufen Steeler Bürgerinnen und Bürger auf, am 9. November der Pogromnacht 1938 zu gedenken. Es werden in Steele Stolpersteine geputzt und geschmückt, an das Schicksal der jüdischen Menschen aus Steele erinnert, die verfolgt, vertrieben, ermordet wurden. Zusätzlich werden um 9.00 Uhr Bürgerinnen und Bürger aus Freisenbruch die Stolpersteine der jüdischen Metzgerfamilie Mayer auf der Bochumer Straße 353/Ecke Rodenseelstraße putzen und an diese erinnern. Treffpunkt: Hansastr./Ecke Alte Zeilen. AP: Bürgerbündnis „Mut machen! Steele bleibt bunt“

Samstag 9.11.19, 17 Uhr / Gedenken in Essen-Altenessen Anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht 1938 werden am 9. November das Essener Friedensforum und die Frauengruppe der evangelischen Kirche Altenessen Stolpersteine in Altenessen-Nord (Altenessener Straße 412 und 434) reinigen. Wer am Gedenken um 17.00 Uhr teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen. Treffpunkt: 16.30 Uhr im neuen Gemeindehaus der ev. Gemeinde, Mallinckrodtstraße. AP: Mehmet Bingölu, Tel.: 0201-368701

Sonntag 10.11.19, 19 Uhr / Gedenkfeier der Stadt Essen und der jüdischen Kulturgemeinde Essen Ansprache: Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen und Leond Novoselsky, Stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Kultus-.Gemeinde Essen Vortrag: Burak Yilmaz, Pädagoge: Meine Arbeit gegen Antisemitismus im Ruhrgebiet und das Projekt „HeRoes“ in Duisburg Kurzstatements von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Holsterhausen und der GustavHeinemann-Gesamtschule Essen Gebet für die jüdischen Märtyrer „El male nachamim“ Wo? Hauptraum der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1 AP: Jüdische Kulturgemeinde Essen (www.jg-essen.de)
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ (Künstler Gunter Demnig, Stolperstein-Begründer)
Das Bündnis Essen stellt sich quer, VVN-BdA Essen, Anti-Rassismus-Telefon, Essener Friedensforum rufen alle Essener Schulen, Organisationen, Vereine und Essener*innen auf, im Gedenken an die Opfer des Faschismus Stolpersteine vor Ort zu reinigen, sie zu schmücken, und ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, zunehmender Rechtsentwicklung und beängstigender rechtsmotivierter Gewalt in der Gegenwart zu setzen. Angesichts des antisemitische Anschlags auf die Synagoge in Halle ist das Putzen der Stolpersteine, die Erinnerung an die Opfer der Faschismus in unserer Stadt noch bedeutsamer geworden. Eine Auflistung der Stolpersteine nach Stadtteilen findet sich unter https://geschichte.essen.de/historischesportal_namen/stolpersteine_1/stolpersteine_2.de.html
Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Foto, kurzem Text Ihr Gedenken festhalten und an das AntiRassismus-Telefon senden könnten: artessen@gmx.de

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