Dienstag, 15. März um 19.00 Uhr, nächstes Treffen des Klimabündnis Niederrhrein, Treffen der Steag-Vattenfall-Deal Kritikerinnen und Kritiker,
Ort: Essen, Serverinstr. 1 bei der Linksfraktion
Quelle: http://www.klimabuendnis-niederrhein.org/Termine.htm


Was bisher geschah, Chronologie:

[28.2.2016] Auf der BUND NRW-Website wird über die Kundgebung vor der STEAG-Zentrale in Essen am 19.2 berichtet:


[20.2.2016]: Die FAZ und viel andere Medien zitieren eine dpa-Meldung:

Umweltschützer haben am Freitag in Essen gegen einen Einstieg des Essener Energiekonzerns Steag bei der Braunkohlesparte von Vattenfall in Ostdeutschland demonstriert. Ein solches Geschäft sei „Energiewende paradox“, sagte der NRW-Geschäftsleiter des BUND, Dirk Jansen. Der Braunkohleabbau sei nicht nur Klimakiller Nummer Eins, sondern angesichts der stark gefallenen Börsenstrompreise auch ökonomisch ein Irrweg. Etwa zwei Dutzend Aktivisten skandierten vor der Essener Steag-Zentrale Slogans wie „Wasser, Wind und Sonne – Kohle in die Tonne“.

Weiter: www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/umweltschuetzer-gegen-steag-einstieg-in-ostdeutsche-braunkohle-14080127.html

Bilder von der Kundgebung vor der Steag-Zentrale am 19.2

[10.2.2016]:
Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, hat dagegen für Steag geworben. Das Unternehmen sei wegen seiner langen Erfahrung mit Kohleverstromung „kein schlechter Kandidat“, sagte er vor kurzem der „Rheinischen Post“: (www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/michael-vassiliadis-vorzeitiges-braunkohle-aus-ist-nicht-zu-verkraft)


Das Klimabündnis Niederrhein hatte die Kundgebung angemeldet.

Zitat aus dem Aufruf: www.klimabuendnis-niederrhein.org/kbn_SteagVattenfallDeal_Action.html

Der schwedische Staatskonzern Vattenfall möchte seine Braunkohlesparte in der ostdeutschen Lausitz loswerden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt seit Monaten die Geschäftsführung der Steag GmbH mit dem australischen Finanzinvestor Macquarie über ein Übernahmeangebot an Vattenfall. Die Steag, die im Besitz der Stadtwerke Dinslaken, Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund ist, hat eine dreistellige Millionensumme geboten. Von der Steag gab es bislang keine einzige Pressemitteilung dazu. Dabei soll der Deal mit den Schweden bis März 2016 abgeschlossen sein.

Vattenfall betreibt derzeit in Brandenburg und Sachsen fünf Braunkohle-Tagebaue und vier Braunkohle-Kraftwerke. Unter den Kraftwerken ist auch das Kraftwerk Jänschwalde, das in den letzten Jahren wegen seiner enormen CO2 Emissionen im Focus der Kritik stand. Mit ca. 24 Mio. t CO2 pro Jahr gehört Jänschwalde nach Neurath und Niederaußem zu den drei Kraftwerken mit den höchsten absoluten Emissionen in Deutschland. Europaweit belegte das Kraftwerk Jänschwalde 2014 Platz 4.

Wir halten die Überlegungen der Steag für grundlegend falsch und fordern die Steag auf, ihr Angebot an Vattenfall sofort zurückzuziehen!

Die Braunkohleverbrennung trägt maßgeblich zur Klimakrise bei. Mehr als 20% aller energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus Braunkohlekraftwerken. Die Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger überhaupt. Sollte die Steag jetzt in Braunkohleverbrennungsanlagen investieren, würde damit der Klimaschutz und die Energiewende konterkariert.

Die Förderung der Braunkohle erfolgt im Tagebauverfahren. Dafür wird die Landschaft auf vielen Quadratkilometern für immer zerstört – mitsamt allen Dörfern, Wäldern, Wiesen und Ackerböden, die sich über der Kohle befinden. Nach Angaben des BUND sind seit Ende des 2. Weltkriegs in Ost- und Westdeutschland insgesamt etwa 300 Ortschaften durch die Gewinnung der Braunkohle zerstört und mehr als 110.000 Menschen umgesiedelt worden. Eine Fläche von etwa 1.000 km2 wurde irreversibel zerstört. Sollte die Steag ihr Vorhaben umsetzten, ist sie maßgeblich für diese Zerstörung verantwortlich. Weiter auf: http://www.klimabuendnis-niederrhein.org

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