Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.
Paul Valery französischer Lyriker und Philosoph (1871 – 1945)

70 Jahre nach der Befreiung Europas von Faschismus und Krieg werden Militär und Drohgebärden zunehmend wieder zu Mitteln der Politik. Die weltweiten Kriege von Mali über den Sudan, den Nahen Osten, den Irak und Afghanistan bis hin zur Ukraine zeigen, dass Kriege vor allem zu Verwüstungen und Elend führen und das Gegenteil dessen bewirken, was Militärs zu deren Legitimation behaupten.

70 Jahre nach der Atombombe über Hiroshima und Nagasaki stellen über 16.000 Atomwaffen in der hochbrisanten Lage unserer Welt eine Bedrohung für das Leben auf dem Planeten dar – und die Atomsprengköpfe in Büchel sollen laut Nato-Plan modernisiert statt abgeschafft werden. Neue Kriegsformen drohen. Der Einsatz von Kampfdrohnen senkt die Schwelle zum Krieg und untergräbt das Völkerrecht in eklatanter Weise.

Die Bundesregierung duldet und unterstützt Kriegsvorbereitungen und kriegerisches Handeln von deutschem Boden aus und beteiligt sich selbst aktiv an der Militarisierung der Weltpolitik.

Ramstein ist Standort der weltweiten Steuerungszentrale des völkerrechtswidrigen US-Drohnenkrieges und in Kalkar befindet sich die Bundeswehr- und Nato-Luftleitzentrale.

Und auch in Essen sind Kriegsgeschäfte gegenwärtig:

Ferrostaal ist in anrüchige U-Bootgeschäfte mit Griechenland und Spanien verwickelt, ThyssenKrupp verkauft Atomwaffenfähige U-Boote an Israel und RWE verdient am Handel mit Atomwaffenfähigem Material.

Die Militarisierung macht auch vor den Schulen keinen Halt: Das NRW-Schulministerium hat eine Vereinbarung mit der Bundeswehr getroffen, die Soldaten in werbender Absicht Zugang zu Bildungseinrichtungen eröffnet.

Wir, die Gewerkschaften, das Essener Friedens-Forum und deren Bündnispartner nutzen den Antikriegstag, um gemeinsam gegen die Militarisierung der Gesellschaft, für gewaltfreie Konfliktlösungen, für Dialog statt Krieg und Abrüstung statt Sozialabbau einzutreten.

Unsere Forderungen:
· Für eine atomwaffenfreie Zukunft!
· Keine Interventionsarmee im Auslandseinsatz!
· Abrüstung und Konversion der Rüstungsindustrie
für friedliche/soziale Zwecke!
· Keine Kampfdrohnen und keine Roboterisierung
der Kriegsführung!
· Stopp aller Waffenlieferungen!
· Keine Kriegspropaganda und –planung!
· Bundeswehr raus aus den Schulen und
Jobmessen für Jugendliche!
· Verhandeln und Dialog statt Sanktionen
und Eskalation der Spannungen!
Begrüßung:
Dieter Hillebrand
DGB-Stadtverbandsvorsitzender
Redebeiträge:
Rudolf Jelinek
Essener Bürgermeister
Horst Schmitthenner
ehem. IG-Metall Vorstandsmitglied
Kulturbeiträge:
Peter Rollke, Gitarre u. Gesang,
der japanische Chor „Chiara E Angeli“
sowie die Frauen-AG der DKP, Theater
Beginn der Veranstaltung 17:00 Uhr
Dauer ca. 1 Stunde

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