AKK: „Qualitätsführerschaft“ oder gute Verpflegung ?

„Qualitätsführerschaft“

oder gute Verpflegung ?

und fairer Umgang mit den Mitarbeitern im AKK ?

Die plötzliche und unerwartete Freistellung des Küchenpersonals im Alfried Krupp Krankenhaus hat viele Menschen entsetzt:

derwesten.de/staedte/essen/alfried-krupp-krankenhaus-in-essen-serviert-kuechenteam-ab-id6718326.html…

Es gab aber auch Verständnis, und die Meinung, dass die Geschäftsleitung des Alfried Krupp Krankenhauses durch eine wirtschaftliche Notlage gezwungen sei, so vorzugehen.

Die WAZ zitiert Klinikleiter Horst Jeschke:

„Die Kosten sind zuletzt um sechs Prozent gestiegen, der Ertrag nur um rund 1,5 Prozent. Wir sind ohnehin das letzte Essener Krankenhaus, das sich noch eine eigene Küche leistet. In allen anderen Häusern sind diese Bereiche längst fremd vergeben.“

Tatsächlich schreibt das AKK aber schwarze Zahlen, und hortet Geld, z.B für weitere Aufkäufe anderer Krankenhäuser. Das Lutherkrankenhaus in Steele wurde erst kürzlich gekauft, (siehe: derwesten.de: 15 Millionen … fürs Lutherhaus …) und das AKK ist weiter auf Expansionskurs. In einem Strategiebericht wird für 2012 ein EBITDA von 7,5 Mio. Euro erwartet. 2013 sind 8,3 Mio Euro vorgesehen und für 2014 rechnet der AKK-Konzern mit einem Gewinn von 9,8 Mio. Euro.

EBITDA-Rendite = Umsatzrentabiliät (Erlöse vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen bezogen auf den Umsatz).

Ein Vergleich zum Evangelischen Krankenhaus in Bergisch-Gladbach

Zu einem Besuch im Evangelischen Krankenhaus in Bergisch-Gladbach,
gehörte auch ein Blick in die Cafeteria des Krankenhauses.

Eine Nachfrage bei Mitarbeitern des Küchenbetriebes in Bergisch-Gladbach, ergab, dass das Bergisch-Gladbacher Krankenhaus nach wie vor eine eigene Küche hat.

Catering sei schon einmal geplant gewesen, aber der Personalrat habe das abwenden können. Es sei jedoch eine eigene EVK-Service AG gegründet worden. „Darüber käme dann aber alles wieder zusammen, und das sei auch gut so“, meinte eine Mitarbeiterin, und wies ebenfalls darauf hin, dass die Krankenhaus-Küche ebenfalls eine Kita und andere Einrichtungen in der Umgebung beliefern würde. Über „Essen auf Rädern“ gehören auch Einzelhaushalte zu den Abnehmern.

(Kritisch ist anzumerken, dass auch ein hauseigenes Tochterunternehmen meist dazu führt, dass dort die Tarifverträge des Stammhauses nicht mehr gelten, … immerhin sind in Bergisch-Gladbach aber keine Mitarbeiter freigesetzt worden …)

Hier ist übigens alles über den Küchenbetrieb in Bergisch-Gladbach nachzulesen:

https://www.evk.de/Verpflegung.aspx

Und was bietet das AKK?

Auf den Webseiten des Alfried Krupp Krankenhauses befindet sich kein Hinweis auf die Essensversorgung. Stattdessen wird „Qualitätsführerschaft“ angeboten.

http://www.krupp-krankenhaus.de/startseite/unsere-werte/qualitaetsfuehrerschaft/

Kann bei einem solchen Umgang mit Mitarbeitern des Alfried Krupp Krankenhauses von Qualität gesprochen werden? Hohler können Worte wohl kaum sein.

... auch die Qualität der Brötchen steht in Frage. Manche meinen ja, sie seien schon früher pappig gewesen, andere achten erst jetzt darauf. Über Ansprüche an die Qualität von Brötchen ist jedenfalls noch nichts bekannt ... / Unbestritten ist jedoch ein eklatanter Qualitätsmangel im Umgang mit den Mitarbeitern, die von der Geschäftsleitung nicht das erste Mal vor vollendeten Tatsachen gestellt worden sind

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