Unnötige Distanzierung: Offener Brief an Herrn Bischof Overbeck

Sehr geehrter Herr Bischof Overbeck,

wer hätte das gedacht, dass wir uns einmal für BDS interessieren würden.

Die Essener Ratspolitik hat es geschafft, mit ihrem Beschluss der (in Essen nicht vorhandenen) BDS Bewegung keine Räume zu geben. (*)

Und jetzt sehe ich, Herr Bischof Overbeck, dass Sie sich ohne Not in einer eilfertigen Stellungnahme von Pax Christi distanzieren.

Warum?
Ihre Stellungnahmen für Geflüchtete habe ich immer sehr geschätzt und Sie auch oft in Leserbriefen gegen herablassende Zeitungs-Kommentare verteidigt.

Aber hier muss ich Ihnen widersprechen.

Ich finde es nicht richtig, dass Sie Pax Christi im Regen stehen lassen, ohne sich ordentlich zu informieren, zum Beispiel die sehr ausführliche Stellungnahme von Pax Christi lesen. Darauf gehen Sie jedenfalls mit keinem Wort ein. Sie sprechen von „antisemitische Stereotype“ im Zusammenhang mit BDS. Da Sie das nicht erklären, musste ich hier mal nachlesen:

www.zukunft-braucht-erinnerung.de: Der antisemitische Stereotyp/
Aber was haben Hakennasen (ein antisemitisches Stereotyp) mit BDS zu tun?

Ob BDS als antisemitisch zu bezeichnen ist, ist übrigens eine Frage der Definition. Es wurde eine neue Definition geschaffen um dies zu können:

Dazu:

www.faz.net: Kabinett billigt neue Antisemitismus-Definition:

Zu Israel heißt es:

„Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“ Daran gibt es von unterschiedlicher Seite Vorbehalte, weil eine Gleichsetzung von Kritik an israelischer Regierungspolitik mit Antisemitismus befürchtet wird.

Dem Kampf gegen den wirklichen Antisemitismus, wird damit allerdings ein Bärendienst erwiesen.

Herzliche Grüße,
Olaf Swillus

(*) PS.: Die Begründung zu dem Anti-BDS-Beschluss der Stadt enthält tatsächlich das Eingeständnis, dass Die BDS-Kampagne … in der Stadt Essen bisher … noch nicht in Erscheinung getreten … ist.

Mein (natürlich ironischer!) Vorschlag ist daher, nach Verabschiedung dieses Beschlusses, die Beschlussfasser, EBB, FDP, CDU, SPD und GRÜNE von der Nutzung städtischer Räume auszuschließen, denn diese Anti-BDS-Aktivisten sind in Essen die einzigen, die über BDS gesprochen und dafür Werbung gemacht haben.

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3.4.2019: 100 Jahre Abschiebehaft: 100 Jahre sind genug!

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13.4.2019: Umweltprobleme in Südkurdistan – was tun ?

der Rosa Luxemburg Club Essen in Kooperation mit dem Verein DALO und der Rosa Luxemburg Stiftung lädt zu einem Vortrag über Umweltprobleme in Südkurdistan (Nord-Irak) ein.

Rebwar Omar, Gründer des Vereins Dalo, kommt aus der Region und berichtet über seine eigenen Erfahrungen und die angeschobenen Projekte vor Ort. Es lohnt sich für alle, die an der Region interessiert sind oder allgemein ein Interesse an Umweltthemen haben und über ihre eigenen Tellerrand schauen möchten.

Samstag, 13. April 2019
14 Uhr
Heilermannstr. 5, Essen, DIDF

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Über Kriegsgefahr, Wahlkampf und drohendem Faschismus in Israel …

Tipp: https://richard-c-schneider.com/ aufrufen. Auf ‚Blog‘ klicken:
https://richard-c-schneider.com/schneiders-blog/
Absolut lesenswert. Richard Chaim Schneider berichtet gerade fast täglich aus Tel Aviv vom Wahlkampf in Israel, und jetzt auch aktuell von neuen Kriegsgefahren über die auch die WAZ aktuell schreibt:

https://www.waz.de/politik/raketenalarm-in-tel-aviv-id216667747.html

und Richard Chaim Schneider, der vor einigen Tagen (am 7.3)  in Essen noch einen Vortrag zur Zukunft Israels in der Alten Synagoge hielt, ist jetzt in Tel Aviv und schreibt darüber in seinem Blog, auch über Bibi alias Netanyahu , der der faschistischen Otzma Yehudit Partei zu Ministerposten verhelfen will.

14. März 2019
https://richard-c-schneider.com/schneiders-blog-bibi-hats-bestellt/

Heute Abend sitze ich in einem Lokal in Tel Aviv, da legt plötzlich der Raketenalarm los. Nein, es gab keine Aufregung, jeder dachte, es sei falscher Alarm. Dann kamen per Handy die ersten Meldungen, daß es kein falscher Alarm war. Tatsächlich wurden Raketen von Gaza nach Tel Aviv abgefeuert. Das erste Mal seit dem Gaza-Krieg 2014. Und was machen die Israelis in solch einer Situation: Witze. „Die Raketen hat Bibi bei der Hamas bestellt. Beste PR für die Wahlen!“ Alle lachen.

Die Menschen in Gaza dürften heute Nacht nichts zu lachen haben. Netanyahu ist in die Headquarters der Armee im Verteidigungsministerium gefahren, von dort werden Kriege oder andere wichtige Operationen der Armee „gefahren“. …

… Für Netanyahu ist diese Situation im Wahlkampf nur von Vorteil. Anders als noch vor einigen Monaten, muß er wohl diesmal „hart“ sein. Das letzte Mal wurde ihm vorgeworfen, er sei zu weich, sei nach den vielen Raketen der Hamas zu schnell bereit gewesen, einem Waffenstillstand zuzustimmen. Das kann er sich also jetzt im Wahlkampf nicht leisten, daß man ihn der „Schwäche“ bezichtigt. Insofern muß man befürchten, daß möglicherweise Entscheidungen getroffen werden, die mehr mit politischem als mit militärischem Kalkül zu tun haben.

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Ruhrbarone diffamiert israelische Theaterregisseurin Ofira Henig

Ruhrbarone legt sich gerade wieder mit Stefanie Carp, Intendantin der Ruhrtriennale, an:
ruhrbarone.de/die-ruhrtriennale-2019-steht-im-zeichen-von-fremdenhass/…
Dabei diffamiert Ruhrbaron-Autorin Malca Goldstein-Wolf auch die israelische Theaterregisseurin Ofira Henig, als selbsthassende Jüdin. Wörtliches Zitat:

„Dass sich Juden in Selbsthass flüchten, in der Hoffnung, dass die absurdeste Kritik an Israel, sie zu von der Gesellschaft anerkannten, besser noch, geliebten Juden macht, ist nicht nur ein tragisches psychologisches Phänomen, es ist ein gefundenes Fressen für Menschen mit der Gesinnung einer Stefanie Carp.“

Genau genommen, könnte hier der Spieß umgedreht werden, und Malca Goldstein-Wolfs Rede über „selbsthassende Juden“ als Form von Antisemitismus betrachtet werden. Ohne sich auf das gleiche Niveau zu begeben ist es aber völlig ausreichend es als extrem durchgeknallt zu bezeichnen, Menschen deren Meinung einem nicht passen zu psychologisieren und als „selbsthassend“ darzustellen.


Vorführungen mit Ofira Henig auf der Ruhrtriennale 2019

ruhrtriennale.de/de/agenda/178/OFIRA_HENIG_KHALIFA_NATOUR/The_Bees_039_Road/

SOLOPERFORMANCE
The Bees‘ Road
OFIRA HENIG, KHALIFA NATOUR

13 Sep –15 Sep

Fr 13 Sep 19:00 – 19:55 Premiere PACT Zollverein, Essen PACT
Sa 14 Sep 15:00 – 15:55 Veranstaltung PACT Zollverein, Essen PACT
So 15 Sep 20:00 – 20:55 Veranstaltung PACT Zollverein, Essen PACT

Gemeinsam mit dem berühmten Filmund Theaterschauspieler Khalifa Natour und dem Visual Artist Ashraf Hanna unternimmt Ofira Henig den Versuch, auf eine ganz besondere Art den Weg derer zu beschreiben, die auf der Suche nach einem Ort zum Überleben in Europa stranden. Zu Wort kommen die Landschaften, die sie durchquerten: Tiere und Bäume, die, ohne es zu wollen und es zu begreifen, zu Zeugen dieser Reise wurden. Als stumme Beobachter erheben sie nun ihre Stimme und öffnen den Blick auf Geschichten von Flucht und Vertreibung.

Die Regisseurin Ofira Henig lebt und arbeitet in Berlin und Tel Aviv. Seit 2011 produziert sie frei mit einem Ensemble verschiedensprachiger Schauspieler*innen.
Besetzung
Autor & Darsteller Khalifa Natour
Regie Ofira Henig
Visuelles Konzept Ashraf Hanna
Licht Muaz Aljubeh
Video Riad Shamas
Video Wadi Khalil
Einführung und besondere Informationen

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Künstler*innengespräch am 15. September im Anschluss an die Vorstellung. In Kooperation mit der Schaubühne Berlin. Unterstützt durch das Goethe-Institut Tel Aviv. Sprachinformation: In arabischer und englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

ruhrtriennale.de/de/agenda/168/OFIRA_HENIG/KIND_OF/

KIND OF
OFIRA HENIG

12 Sep – 15 Sep

Do 12 Sep 20:00 – 21:30 Premiere PACT Zollverein, Essen PACT
Sa 14 Sep 20:00 – 21:30 Veranstaltung PACT Zollverein, Essen PACT
So 15 Sep 15:00 – 16:30 Veranstaltung PACT Zollverein, Essen PACT

Ofira Henig erforscht in KIND OF zusammen mit einem internationalen Ensemble die Deformationen, die Bildungssysteme hinterlassen, welche auf Exklusion und Indoktrination beruhen. Im Zentrum steht die Sprache – als Mittel des Ausdrucks von Gedanken und Gefühlen, aber auch als Mittel der Abgrenzung von Anderen, als (politisches) Instrument der Manipulation, das stigmatisiert und ausgrenzt und als Aktion, die durchdrungen ist vom Verlangen nach dem Einfachen und Verständlichen. Die Handlung, die sich aus collagierten Texten unter anderem von Scholem Jankew Abramowitsch, Ödön von Horváth, Elias Canetti, Ramy Al Asheq, Noam Chomsky, Philippe Claudel, Heinrich Böll und neu entstandenem Textmaterial speist, kreist um eine Gruppe von Schüler*innen und Lehrer*innen in Israel nach dem Sechstagekrieg von 1967. In einem Bildungssystem, das jegliche Toleranz gegenüber dem Fremden und Anderen auszulöschen versucht, lösen sich die Narrative der Einzelnen auf. Und diejenigen, die nicht die vorherrschende Sprache sprechen, werden zum Opfer und bleiben ausgeschlossen und vergessen zurück.

Besetzung
Konzept und Regie Ofira Henig
Visuelles Konzept Roni Toren
Kostüm Annie Atedgy
Sound Ido Manor
Licht Rafael Ovadia
Mit Yussef Abu-Warda, Khalifa Natour, Ilil Lev-Knaan, Maya-Omaya Keesh, Yiftach Mizrahi, Yossi Zabari, Carlos Gharzuzi, Lani Shahaf, Anan Abu Jabir, Stephan Wolf-Schonburg
Einführung und besondere Informationen

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

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Schluss mit Anti-BDS in Bergisch Gladbach

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Zechenschließungen: Letztes Wort noch nicht gesprochen

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7.3.2019 in Steele: Mut machen, Steele bleibt bunt

„Am Donnerstag, 7.3.2019 ab 17.30 Uhr ist es wieder so weit: Auf dem Kaiser Otto Platz in Essen-Steele singt und trommelt das Bürgerbündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“.

Das Bündnis setzt Zeichen gegen die wöchentlichen Auftritte der selbsternannten Steeler Jungs, die jeden Donnerstag in geschlossener Formation durch den Stadtteil marschieren. Die Leute sollen langsam an den Anblick dieser selbst ernannten Bürgerwehr gewöhnt werden, die den Anspruch erhebt, die Bürgerinnen und Bürger Steeles vor welchen Gefahren auch immer zu schützen.

Wir sagen: wir wollen nicht von Hooligans beschützt werden, eher vor ihnen geschützt. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger ist Sache der Polizei und nicht die selbst ernannter Ordnungshüter. Wir wehren uns dagegen, dass ihr Auftreten zum Normalfall in unserem Stadtteil wird.

Deshalb wird am 7.3.2019 wieder auf dem Kaiser Otto Platz getrommelt und gesungen. Redner ist der SPD Landtagsabgeordnete Frank Müller.

Ab 19 Uhr liest dann der Autor und Polizeibeamte Mike Steinhausen aus seinem Roman „Ruhrpiraten“.

Der Roman spielt im Jahre 1942 in Steele / Kray und handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die nach ihren Vorstellungen leben wollen und nicht nach dem Drill von HJ und BdM.

In Anlehnung an die Edelweißpiraten in Köln nennen sie sich Ruhrpiraten. Der Roman schildert einfühlsam die Sehnsucht der Jugendlichen nach einem selbstbestimmten Leben und eindringlich die erbarmungslose Grausamkeit der Nazi-Diktatur, mit der diese Jugendlichen verfolgt werden.

Der Autor Mike Steinhausen ist in Essen als Polizeibeamter tätig. Er hat in der Polizeiwache Steele Dienst getan und kennt den Kiez.

19 Uhr, Kulturzentrum Grend, Westfalenstr. 311, 45276 Essen. Der Eintritt ist frei.“

Das anhängende Bild zeigt Mitglieder des Bündnisses mit selbst hergestellten Schildern.

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28.2.2018: Prozess wegen Platzverweis an der Ausländerbehörde!

Quelle: Handzettel von www.auf-gelsenkirchen.de/

Kommt zum Prozess wegen dem damaligen Platzverweis an der Ausländerbehörde!

Treffpunkt: Am Donnerstag 28.2.2019 ab 8.45 Uhr beginnt die Solidaritätskundgebung mit offenem Mikofon.

Prozessbeginn ist 9.45 Uhr.

Wo: Verwaltungsgericht GE, Bahnhofsvorplatz 3.

Hintergrund: Es geht um demokratische Rechte von Stadtverordneten und um das Überschreiten polizeilicher Befugnisse. 2016 hatte sich Monika Gärtner-Engel vor Ort ein Bild gemacht über die damals unwürdige Situation am Ausländeramt und dies öffentlich kritisiert. Die Polizei hatte ihr einen Platzverweis erteilt. AUF sieht in diesem Vorgehen eine demokratische Einschränkung und Polizeiwillkür und hat Klage erhoben. www.auf-gelsenkirchen.de

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EU-Abgeordnete Gabriele Zimmer – Gespräch über Europa

Gestern war Parteitag der LINKEN zur Europawahl am 26. Mai und die langjährige EU-Abgeordnete Gabriele Zimmer wurde von einer Reporterin interviewt. Gabi Zimmer wird nicht erneut zu den Wahlen antreten und Jüngere sind an ihre Stelle getreten.

Zeit für einen Rückblick:

Gabriele Zimmer am 2.4.2009 in Essen

Am 2.4.2009 war Gabriele Zimmer in Essen. Es sollte der Wahlkampfauftritt der Essener LINKEN für die Europawahl am 7. Juni 2009 werden. Doch nur wenige Menschen kamen, die alle an drei zusammen gestellten runden Tischen Platz fanden.
Gabi Zimmer setzte sich hinzu, und statt einer Wahlkampfrede vor großem Publikum im Saal der Zeche Carl gab es ein Gespräch in kleinem Kreis. Es wurde aufgezeichnet und einst auf www.dielinke-essen.de dokumentiert.

Hier die Neuauflage:


Wie ist das bei den anderen Parteien?

Für eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Vorstellungen und Visionen über Europa

Habt ihr den Lissaboner-Vertrag gelesen?

Wie geht es weiter nach dem gescheiterten Verfassungsvertragsentwurf?

Über die Rolle der Gewerkschaften

Kleine Erfolge / Dinge nicht schwarz weiß sehen

Irland / Referendum

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