G20 in Hamburg ist Geschichte, aber nicht vorbei!

http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/g20-offene-fragen-101.html

http://meta.tagesschau.de/id/125262/viele-offene-fragen-nach-g20-gipfel-in-hamburg

Umweltgewerkschaft: G20 in Hamburg ist Geschichte, aber nicht vorbei!



Gespräch mit Gabriele Heineke | 08.07.2017 | FC⚡MC


Ein schöner berührender Bericht von Pastor Torsten Morche der St. Trinitatis Kirche Altona!
http://hauptkirche-altona.de/in-hamburg-ist-g20-und-wir-sind-mitten-drin/


ein guter Beitrag aus Sicht eines Polizisten (auch das gibt es)
http://vionville.blogspot.de/2017/07/G20-Polizistensicht.html?spref=fb&m=1



Die Regierungserklärung von Scholz:
https://vimeo.com/225428382

Olaf Scholz und der Rechtsstaat #NoG20 from Matt Penz on Vimeo.

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13.7.2017: Was will Courage ?

am Donnerstag, 13.7.17 gibts im Rahmen des Internationalen Frauencafés eine informative Veranstaltung, dazu sind Frauen und Mädchen herzlich eingeladen:

Der Frauenverband Courage Essen lädt Frauen und Mädchen zum frauenpolitischen Café ein.
Thema „Was will Courage“.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 13. Juli um 18 Uhr im Couragezentrum, Goldschmidtstraße 3 mit einem kurzen Bildervortrag.

Danach kann konstruktiv und kontrovers diskutiert werden.

Alle Frage, Anliegen, auch Kritiken der Besucherinnen werden angenommen und offen diskutiert.

Dem internationalen Charakter von Courage entsprechend werden Dolmetscherinnen in verschiedenen Sprachen dafür sorgen, dass alle sich verstehen.

„Mit Courage werden wir Frauen stärker, denn wir tun auch was wir sagen“ sagt Manije Rastamy, eine der neuen Vorstandsfrauen in Essen. Ihre Erfahrung ist: „Courage unterstützt das Selbstbewusstsein der Frauen durch Information, Bildung und Kulturaustausch. Wir verstärken uns gegenseitig in unserem gemeinsamen Kampf für Gleichberechtigung, für Freiheit und Selbstbestimmung“.Zum Ausklang gibt es einen kleinen Imbiss gegen Spende und es kann getanzt werden!“

Herzliche Grüße!
Susanne Keil,
Courage Essen

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Altonaer Blutsonntag am 17. Juli 1932

Hamburger Geschichts- und Kulturwerkstatt
Gedenken an den Altonaer Blutsonntag wenige Tage nach dem G 20 Gipfel in Hamburg!

Am 17. Juli 1932 drangen über 5000 Faschisten in das Hamburger Arbeiterviertel Altona ein geduldet und ermöglicht durch die Polizei! Die Bevölkerung protestierte heftig.

16 Antifaschisten und Anwohner wurden durch Polizeikugeln ermordet, 70 schwer verletzt. Unter der faschistischen Hitlerdiktatur wurden 1933 auf staatliche Anordnung die vier Kommunisten Karl Wolff, August Lütgens, Walter Möller und Bruno Tesch im Hof des Altona Gerichtsgefängnisses ermordet. Erst 1992 wurden diese Schandurteile aufgehoben, vor allen durch den öffentlichen Druck von Angehörigen und Antifaschisten. Ein entsprechender Gedenkstein wurde in die hinterste Ecke eines Spielplatzes hinter dem heutigen Amtsgericht verbannt. Bis heute verweigert der Hamburger Senat und das Bezirksamt Altona entsprechende Hinweisschilder und eine
würdige Gedenktafel.

Die Hamburger Geschichts- und Kulturwerkstatt ruft zusammen mit anderen Organisationen am Sonntag, den 16. Juli um 17:00 Uhr zum Gedenken mit Informationen, Gedenkrede und Musik auf.

Treffpunkt ist der Gedenkstein, ab dem Amtsgericht, Max Brauer Allee ausgeschildert.

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16.7.2017 Vorbereitung in Bochum: 2.9.2017 in Köln: Festival gegen Abschiebungen / Festival Against Deportations / Festival contre les Éxpulsions

Further translations are welcome! –
Weitere Übersetzungen sind willkommen! –
Traduction dans d’autres langues sont bienvenues!

Dear all,

our next meeting of the working group „NRW gegen Abschiebungen“ will be on Sunday 16.07. in Bochum.

Where? Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

When? Sunday, 16.07.2017 from 11am – 3pm

The main topics to be discussed will be:

– Planning the Festival Against Deportations (September 2nd in Köln) –> The more people participating in the organisation of the festival, the better!

– Deciding upon the logo of „NRW gegen Abschiebungen“ –> Creative minds: feel free to bring your own proposal!

We will send an updated agenda for the next meeting next week.

We look forward to it!

Lisa and Eva

Liebe Alle,

das nächste Treffen der AG „NRW gegen Abschiebungen“ wird am Sonntag, 16.07. in Bochum stattfinden.

Wo? Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Wann? Sonntag, 16.07.2017 von 11-15 Uhr

Folgendes werden wir u.a. besprechen:

– Planung des Festival gegen Abschiebungen (2. September in Köln) –> Je mehr Leute und Initiativen mitorganisieren desto besser! Alle Kompetenzen sind gefragt!

– Das Logo der AG „NRW gegen Abschiebungen“ aussuchen –> Kreative Köpfe können gerne einen Vorschlag mitbringen!

Wir schicken euch nächste Woche eine aktuaslisierte Tagesordnung.

Wir freuen uns auf ein tolles Treffen!

Lisa und Eva

Chers tout.e.s,

le prochain rencontre du groupe de travail „NRW gegen Abschiebungen“ sera le 16 Juillet à Bochum.

Ou? Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
Quand? Dimanche, 16.07.2017, 11-15 heures

On va discuter les points suivants:

– La planification du „Festival contre les Éxpulsions“ (2. Septembre à Cologne) –> Le plus personnes participent à la planification le mieux!

– Choisir logo de groupe „NRW gegen Abschiebungen“ –> Si vous avez des idées pour un logo, apportez votre proposition.

On vous envoie l’ordre du jour complète la semaine prochaine.

À très bientôt!

Lisa et Eva

nrwgegenabschiebung.blogspot.de/2017/07/spenden-fur-unser-festival-am-29.html

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Essen ist grüne Hauptstadt. Neue Ziele? Stadt der Zuflucht!

Essen ist grüne Hauptstadt Europas, wenn auch nicht frei von Umweltproblemen. So sagen zum Beispiel viele Leute im Essener Norden, wo bis vor kurzen ein Schredder für außerordentliche PCB-Belastung sorgte, dass Essen die giftgrüne Hauptstadt sei.

Aber es könnte auch noch neue Ziele geben. Bürger in Salzwedel machen es vor:

http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2017/06/aktionsbuendnis-solidarisches-salzwedel-salzwedel-stadt-der-zuflucht/

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17.6.2017: Bildvortrag mit Diskussion: Prostitution ist Gewalt

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Widerspruch zu diskriminierenden Uni-Gebühren

NRZ Essen 21.7.2017

[Update 21.7.2017]

Kundgebung: „Gebühren gegen Nicht-EU Studierende stoppen“ am Mittwoch, 26. Juli 12:30 – 17:00
Neuer Senatssaal der Universität zu KölB Albertus-Magnus-Platz, Köln, Deutschland

Liebe Kommilitonen und weitere interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Mittwoch dem 26.07 um 13 Uhr findet die nächste Senatssitzung der Uni Köln statt, auf der erneut eine Stellungnahme der Universität gegen Studiengebühren für Studierende von außerhalb der EU auf der Tagesordnung steht. Davor wird, soeben beschlossen von der uniweiten Fachschaftenkonferenz, ab 12:30 eine Kundgebung gegen Studiengebühren auf dem Albertus-Magnus-Platz, vor dem Hauptgebäude der Universität stattfinden!

Seit der letzten Senatssitzung gibt es wachsenden Widerspruch zu den anti-sozialen Plänen von schwarz-gelb: Nach den studentischen Interessensvertretungen (den ASten) haben sich auch die Rektoren der Musik- und Kunsthochschulen und anderer Hochschulen gegen diese Gebühren ausgesprochen. Und an der Universität Köln haben mittlerweile die Philosophische Fakultät, die Humanwissenschaftliche Fakultät als auch die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät nahezu einmütig Stellungnahmen gegen diese Studiengebühren beschlossen. Damit wird deutlich, dass vielen nicht egal ist, ob zukünftig andere zahlen müssen und dass vielen die Entwicklung der Gesellschaft nicht egal ist.

Die Hochschulen bedürfen zur Mehrung von Erkenntnis, zur Bildung mündiger und verantwortlicher Persönlichkeiten und zur Stärkung der Demokratie einer auskönnlichen öffentlichen Finanzierung. Davon haben alle was.

Die Plände der schwarz-gelben Landesregierung von 1500 Euro Studiengebühren pro Semester gegen Studierende von außerhalb der EU führen stattdessen dazu, diesen Menschen den Zugang zu den Hochschulen in NRW tendenziell zu versperren. Diese Maßnahme richtet sich gegen internationalen Austausch, gegen ein kooperatives, gleichberechtigtes und erfreuliches Zusammenwirken aller Hochschulmitglieder und ist daher ein Angriff auf den Kern der Wissenschaft und auch auf eine weltoffene Gesellschaft.

Insgesamt sind seid der letzten Senatssitzung die Vorraussetzungen verbessert, eine Stellungnahme gegen Gebühren zu erwirken. Diese Studiengebühren sind bisher ein Koalitionsvorhaben. Gegen die Hochschulen wird der Landesregierung ihre Einführung schwer fallen.

Kommt am Mittwoch, den 26.07. um 13 Uhr zur öffentliche Senatssitzung und weißt Freunde, Bekannte, Mitstreiter und interessierte Mitmenschen darauf hin!

Für eine solidarische und weltoffene Universität und Gesellschaft.

„Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.“
Heinrich Heine, „Deutschland – Ein Wintermärchen“, Caput I, 1844.

[Update 15.7.2017]
Montagsdemonstration Essen am 10.7.2017: – Protesterklärung gegen geplante Studiengebühren
Montagsdemonstration Essen – Protesterklärung gegen geplante Studiengebühren

[Update 10.7.2017]
Heute war in Essen eine Demonstration gegen Studiengebühren, für morgen (11.7.2017) ist schon die nächste angekündigt, um 19 Uhr in Bochum in der Nähe von HZO 10, Campus Bochum

[Update 14.6.2017]
Tobias Stümges von der Krefelder Jungen Union, und Florian Braun, der Vorsitzende der Jungen Union NRW – sprachen sich in einem Interview in der Rheinischen Post gegen Studiengebühren aus. Florian Braun ist übrigens jetzt auch Abgeordneter im NRW-Landtag.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/ju-stark-wie-nie-das-gab-es-so-vorher-nicht-aid-1.6875704

Die FDP will den Hochschulen wieder mehr Freiraum lassen – steht die Wiedereinführung von Studiengebühren an, und wie steht die JU dazu? Braun: Wir halten Studiengebühren nicht für den richtigen Ansatz. In keinem Bundesland gibt es noch Studiengebühren. NRW würde im Wettbewerb um die klügsten Köpfe einen wesentlichen Nachteil haben, wenn das Land Studiengebühren wieder einführen würde.


Allerdings steht zu befürchten, dass Florian Braun damit nur Studiengebühren für Deutsche meinte, denn in Baden-Württemberg gibt es Studiengebühren, wie jetzt in NRW geplant eben nur für Nicht-EU-Ausländer. So wie ja auch manchmal Studenten aus dem Ausland keine Studenten sondern nur Ausländer sind:


http://nrw.dgb.de/presse-und-social-media/++co++4792ec52-4f54-11e7-af25-525400e5a74a

„Der DGB NRW lehnt die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Bürgerinnen und Bürger ab. Sie werden dazu führen, dass weniger junge Frauen und Männer aus der ganzen Welt an unseren Hochschulen studieren. Dabei profitiert Nordrhein-Westfalen sehr von internationalen Studierenden, sie bereichern unsere Kultur, unsere Wirtschaft und unser Land. Aus Erfahrung wissen wir zudem, dass Studiengebühren vor allem für mehr Bürokratie sorgen und kaum Effekte für eine bessere Lehre haben. Das Studium für internationale Studierende in NRW unattraktiver zu machen, ist also in jeglicher Hinsicht Unfug.“

JUSO’s NRW zu Studiengebühren und über Christian Lindner
(aus Facebook: https://www.facebook.com/nrwjusos/?fref=nf&pnref=story
zu einem Foto von Lindner, der vor Studenten in einem Hörsaal steht)

Dieser Moment, wenn der coole Typ im Unterhemd plötzlich AfD-Politik macht…
Die Campus-Maut für ausländische Studierende ist nichts anderes als „Kinder statt Inder 2.0“. #NRW wird dadurch internationale Talente verlieren und Diskriminierung in der Hochschulpolitik festschreiben. Und wie war das noch gleich mit dem Fachkräftemangel?

http://www.rundschau-online.de/region/koeln/studienabgaben-fuer-auslaender-asta-bezeichnet-die-gebuehren-als–rassistisch–27782738

Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland, wie sie die CDU und die FDP favorisieren, lehnt der AStA der Uni Köln als rassistisch ab. „Der gesamte Bildungsweg muss kostenfrei sein. Und zwar unabhängig von der Herkunft der Menschen“, sagt die Vorsitzende Imke Ahlen. Studierende aus Nicht-EU-Staaten hätten schon genug finanzielle Probleme, die durch Studiengebühren noch verschärft würden.

Die ganze Pressemitteilung des AStA der Uni Köln hat RF-News in Gänze wiedergegeben:
https://www.rf-news.de/2017/kw24/asta-uni-koeln-schwarz-gelbe-plaene-sind-rassistisch
AStA Uni Köln: „Schwarz-gelbe Pläne sind rassistisch“

Anlässlich der Pläne der vermutlich kommenden schwarz-gelben Landesregierung in NRW, Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland einzuführen, hat der AStA der Uni Köln folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Montag, 12.06.2017, 19:15 Uhr

„Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) lehnt den Plan der CDU und der FDP zur Einführung von Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland strikt ab.

Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland

Am Freitag haben CDU und FDP bekannt gegeben, dass sie zwar keine allgemeinen Studiengebühren einführen wollen, jedoch nach dem baden-württembergischen Modell Studiengebühren für internationale Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland.

Nach dem dortigen Modell werden Gebühren in Höhe von 1.500 Euro pro Semester erhoben, wobei davon nur 300 Euro bei den Hochschulen ankommen.

Es ist perfide, ausgerechnet diejenigen zur Kasse zu bitten, die kein Wahlrecht besitzen. Maren Scholz, Referentin für Antidiskriminierung und Kultur

‚Es ist perfide, ausgerechnet diejenigen zur Kasse zu bitten, die kein Wahlrecht besitzen‘, empört sich Maren Scholz, Referentin für Antidiskriminierung und Kultur.

‚In Köln gibt es ein hervorragendes Netzwerk internationaler Hochschulgruppen, das durch dieses Vorhaben existenziell gefährdet wird. Wir brauchen keine Hochschulmaut, sondern eine bessere Finanzierung der Hochschulen durch die öffentliche Hand.‘

Maßnahmen wie diese in einer Hochphase des Fremdenhasses?

Weiterhin sei es ‚ein politisch fragwürdiges Zeichen, ausgerechnet in einer Hochphase des Fremdenhasses, Maßnahmen wie diese einführen zu wollen‘, führt Scholz weiter aus. …“

http://www.news4teachers.de/2017/06/was-fuer-eine-unanstaendige-politik-ist-das-denn-schulz-kritisiert-schwarz-gelbe-studiengebuehrenp-plaene-in-nrw/

„Was für eine unanständige Politik ist das denn?“
Schulz kritisiert schwarz-gelbe Studiengebühren-Pläne in NRW

11. Juni 2017

DUISBURG. Mit einer schwarz-gelben Regierung in NRW kommen wohl auch Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer. SPD-Chef Martin Schulz findet deutliche Worte für entsprechend Pläne der Verhandlungspartner.

Was in Baden-Württemberg seit Monaten für Aufregung sorgt, planen CDU und FDP offenbar auch in Nordrhein-Westfalen.

Nicht-EU-Ausländer sollen künftig Gebühren von 1.500 Euro pro Semester zahlen, wenn sie an einer der Hochschulen im Land studieren wollen. Rund 100 Millionen Euro wollen die möglichen Koalitionäre damit jährlich einnehmen.

Ausgenommen sein sollen Flüchtlinge, Stipendiaten aus Entwicklungsländern und diejenigen, die ihre Hochschulreife in Deutschland erworben hätten. Wer bereits im Lande studiere genieße Bestandsschutz. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hält eine «Bildungsmaut» für unsinnig.

FDP-Chef Christian Linder bezog sich bei seinem Statement nach der fünften Runde der Koalitionsverhandlungen ausdrücklich auf das Vorbild Baden-Württembergs, wo das Parlament bereits Anfang Mai der Einführung entsprechender Gebühren zugestimmt hatte. Es sei ein Gebot der Klugheit, ebenfalls die Einführung zu übernehmen.

Er rechne damit, dass nun Zug um Zug alle Bundesländer nachziehen werden.

http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presseerklaerungen/detail_nachrichten/zurueck/nachrichten-1/artikel/linke-lehnt-studiengebuehrenplaene-von-cdu-und-fdp-ab/

12. Juni 2017 Özlem A. Demirel, DIE LINKE. NRW
LINKE lehnt Studiengebührenpläne von CDU und FDP ab
Özlem A. Demirel

CDU und FDP wollen Studiengebühren in Höhe von 1500 Euro für Nicht-EU-Ausländer einführen.

Hierzu erklärt Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der LInken in Nordrhein-Westfalen: Der Zugang zu Bildung muss frei von Bezahlschranken sein. Gleichzeitig ist nicht zu erwarten, dass diese fremdenfeindliche Uni-Maut die angestrebte Summe von 100 Millionen Euro einbringt. Viele der Betroffenen werden künftig wegbleiben.

Es ist daher nur eine Frage der Zeit, wann die Debatte um allgemeine Studiengebühren wieder aufgemacht wird. Das war schon beim letzten Mal so. Damals wurden zunächst Langzeitstudiengebühren eingeführt, die dann auf alle Studierenden ausgeweitet wurden.“

Jules El-Khatib, hochschulpolitischer Sprecher der NRW-Linken, ergänzt:
“Wir lehnen jede Form von Studiengebühren ab, ob diese nun alle betreffen oder nur einige. Sie stehen dem Ziel einer gerechten Gesellschaft entgegen. Dass die geplanten Studiengebühren zunächst nur Nicht-EU-Ausländer betreffen sollen bedeutet, dass Diskriminierung im Bildungssystem nun institutionell verankert wird.

Wir lehnen nicht nur Studiengebühren ab, sondern auch jede Form von Diskriminierung. Die NRW-Hochschulen sollen allen Menschen offen stehen, unabhängig von Herkunft oder Vermögen.“

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26.6.2017 Politischer Salon: Abschiebungen nach Afghanistan: asyl- und menschenrechtlich vertretbar?


https://www.essen.de/veranstaltungen_4/veranstaltungendetail_1077625.de.jsp

Sichere Regionen in Afghanistan – sind Abschiebungen asyl- und menschenrechtlich vertretbar?

Mit Verweis auf „internen Schutz“ werden immer mehr Asylanträge von Menschen aus Afghanistan vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt. Gerade die Hauptherkunftsregionen in Afghanistan werden dabei als „sicher“ eingestuft. Einer asylrechtlichen und menschenrechtlichen Betrachtung hält diese geänderte Entscheidungspraxis des BAMF jedoch nicht stand, wie auch der UNHCR mit Blick auf die sich immer weiter verschlechternde Sicherheitslage im Land kritisiert. Haben 2015 noch 78 % der afghanischen Asylbewerber einen Schutzstatus erhalten (davon 47 % Flüchtlingsstatus), waren es im Jahr 2016 nur noch 60 % (davon 22 % Flüchtlingsstatus).

Laut UNHCR ist das gesamte Staatsgebiet Afghanistans von einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt betroffen, der sich im Laufe des Jahres 2016 weiter ausgebreitet hat. Nicht nur das Ausmaß willkürlicher Gewalt in vielen Gebieten Afghanistans, sondern auch Verfolgung durch die Taliban oder andere Gruppen, die über weitreichende Netzwerke verfügen, spielt bei der Bewertung eine Rolle. Die Zunahme von Vertreibung innerhalb Afghanistans durch bewaffnete Konflikte sowie eine vermehrte Zahl an (gezwungenen) Rückkehrern, v.a. aus Pakistan, verschärft die Situation jedoch weiter, da damit gravierende Belastungen der Aufnahmekapazitäten und der Infrastruktur einhergehen. Werden Rückkehrer unmittelbar nach ihrer Ankunft zwar für kurze Zeit untergebracht, fehlt oft eine weiterreichende Perspektive.

Verweist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf „sichere Regionen“, muss eine Neuansiedlung jedoch auch zumutbar für die Betroffenen sein hinsichtlich Sicherheit, Achtung der Menschenrechte und Möglichkeiten der Existenzsicherung.

Zum Einstieg lesen Mitglieder des Schauspielensembles aus Texten zum Thema.

Veranstalter: EXILE e.V.
Eintritt

frei

Um Anmeldung wird gebeten unter politischer-salon-essen@exile-ev.de

Außerdem sind kostenlose Zählkarten im TicketCenter erhältlich.

Veranstaltungsort:
Café Central im Grillo-Theater
Theaterplatz 11
45127 Essen
Telefon: 0201 38 43 99 84
Fax: 0201 38 43 99 86
E-Mail: info@central-essen.de
Internet: http://www.central-essen.de

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Neanderthal Museum: 2 Millionen Jahre MIGRATION

Eine Austellung im Neanderthal Museum zeigt, dass das Thema gar nicht so neu ist.
Bereits vor 2 Millionen Jahren fing es an.
Es war aber eine Zeit ohne Grenzen oder Abschiebeflüge.

Sonderausstellung:
2 Millionen Jahre MIGRATION
13. Mai bis 05. November 2017

https://www.neanderthal.de/de/sonderausstellungen.html

Die aktuelle Einwanderung von Menschen aus Afrika und Westasien nach Europa löst umfassende Debatten aus und wird die europäischen Gesellschaften über Jahre hinaus begleiten.

Die Ausstellung verdeutlicht mit einem Blick in unsere früheste menschliche Entwicklungsgeschichte, dass Mobilität und Migration selbstverständliche Bestandteile des Menschseins und kein modernes Phänomen sind. Menschen waren zu allen Zeiten mobil. Auf der Suche nach Nahrung, Wasser und anderen Ressourcen haben sie sich stets sowohl kleinräumig bewegt als auch andere Regionen und Kontinente besiedelt. Die Ausstellung präsentiert unsere unterschiedlichen Wurzeln aus Afrika und Westasien. Menschen sind in Afrika entstanden. Vertreter von Homo erectus und später anatomisch moderne Menschen kamen aus Afrika nach Asien und Europa und haben sich von dort ausgebreitet. Vor erst 7000 Jahren wanderten Ackerbauern und Viehzüchter aus der heutigen Türkei nach Europa ein. Sie vermischten sich mit der hier ansässigen Bevölkerung. Vor 4000 Jahren wanderten Menschen aus den östlichen Steppen Richtung Westen und es kam erneut zu einer Vermischung und zum Kulturaustausch.

Verpackt in ein ungewöhnliches Design lädt die Ausstellung die Besucher ein zu ergründen, welche Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen hinter dem Phänomen der Migration standen und stehen und dass wir alle ein Teil davon sind.

Seit 2009 erforscht ein Team aus 70 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in dem Sonderforschungsbereich 806 „Our way to Europe“ an der Universität Köln die Ausbreitung der anatomisch modernen Menschen von Afrika aus nach Europa. Ausgelöst durch die aktuelle politische Situation wurde der Entschluss gefasst, eine Brücke zu schlagen zwischen Eiszeit und Moderne und die Chance zu nutzen, die Aktualität archäologischer Forschung für heutige gesellschaftliche Herausforderungen deutlich zu machen.

Das Ausstellungsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. In einer Kooperation zwischen dem Neanderthal Museum, der Universität zu Köln und weiteren Partnern aus den Bereichen Paläogenetik und Anthropologie wird der Migration als natürlichem Bestandteil des Menschseins nachgegangen.

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BUND-NRW: Gegen den Rollback in der Natur- und Umweltschutzpolitik

Zitiert aus;
https://www.bund-nrw.de — /landesdelegiertenversammlung-2017/

Gegen den Rollback in der Natur- und Umweltschutzpolitik

Resolution der BUND-Landesdelegiertenversammlung

Köln, den 21. Mai 2017

Mit der Landtagswahl am 14. Mai 2017 ist eine rot-grüne Landesregierung abgewähltworden, die sich – wenn auch zaghaft – auf den Weg einer ökologisch-ökonomischen Erneuerung des Landes gemacht hat. Die von Rot-Grün verabschiedete Gesetze wie das Landesnaturschutz-, das Landeswasser- und das Landesjagdgesetz stellten die Weichen für den besseren Schutz der Biodiversität. Das Landesklimaschutzgesetz und der Klimaschutzplan lieferten den Rahmen für den Einstieg in den Ausstieg aus der Kohleverstromung. Erstmals wurde mit Garzweiler ein landesplanerisch genehmigter Braunkohlentagebau verkleinert. Der Klimaschutz wurde als Innovationsmotor anerkannt.

Diese Errungenschaften sind jetzt bedroht. Mit der neuen schwarz-gelben Mehrheit droht in allen Bereichen der Natur- und Umweltschutzpolitik ein Rückschritt.

Beide Parteien, CDU und FDP, sind sich zum Beispiel einig darin, das Klimaschutzgesetz NRW wieder abzuschaffen und an der Förderung der Braunkohle bis zur Mitte dieses Jahrhunderts festzuhalten. Die Nutzung der Windenergie soll gedeckelt und durch landesweit einheitliche Mindestabstände eingeschränkt werden. Der Flächenverbrauch für Industrie, und Gewerbe soll gesteigert und der Fernstraßenneubau neu angekurbelt werden. CDU und FDP setzen ebenso auf eine Expansion des klimaschädlichen Luftverkehrs, wie sie gemeinsam für Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA oder Kanada eintreten. Der Ausweisung eines zweiten NRW-Nationalparks wird eine Absage erteilt, die entscheidenden Fortschritte des Landesnaturschutz- und das Landesjagdgesetz sollen revidiert werden.

Der BUND wendet sich massiv gegen diese marktradikale und die Umwelt bedrohende Neu-Ausrichtung der Landespolitik. Nicht ungezügeltes Wirtschaftswachstum, sondern der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und die Schonung unserer nicht-erneuerbaren Ressourcen müssen zur politischen Maxime werden.

Der BUND fordert deshalb alle progressiven Kräfte in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf, sich den von Schwarz-Gelb geplanten Rückschritten im Natur- und Umweltschutz zu widersetzen und gemeinsam für ein zukunftsfähiges Nordrhein-Westfalen zu kämpfen. Das Land braucht nicht weniger ökologische Leitplanken, sondern mehr.

In Zeiten, in denen der Natur- und Umweltschutz unter die Räder zu kommen droht, ist es umso wichtiger, zivilgesellschaftliche Bündnisse zu schmieden, die das ökologisch Notwendige einfordern.

So muss etwa der außerparlamentarische Widerstand gegen die Kohle-Vorrang-Politik jetzt noch lauter, kreativer und sichtbarer werden. Deshalb ruft der BUND dazu auf, sich an den geplanten Massenprotesten für den Stopp der Braunkohlentagebaue Ende August und Anfang November zu beteiligen. Wir zeigen der schwarz-gelben Landesregierung die „Rote Linie“ auf!

Auch die Atompolitik gehört weiter auf die Agenda. In der Urananreicherungsanlage in Gronau wird die Grundlage für den unverantwortlichen Betrieb der belgischen Pannen-Meiler gelegt. Der BUND ruft deshalb zum grenzenlosen Protest für ein atomfreies Europa auf. Am 25. Juni werden wir gemeinsam mit vielen Aktiven die Menschenkette von Aachen zum AKW Tihange zu einem unüberhörbaren Signal für den sofortigen Atomausstieg machen!

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