Zwei Erklärungen zum antifaschistischen Bündnis ESSQ

Die MLPD wurde nach jahrzehntelanger Mitarbeit bei „Essen Stellt sich Quer“ (ESSQ) am 3.2.2020 „ausgeschlossen“. Nun gibt es zwei Erklärungen dazu. Eine vom Kreisverband Essen/Mülheim der MLPD, und eine andere von ESSQ. Wir setzen sie einfach nebeneinander, so kann jede und jeder sich selbst ein Urteil bilden:

Die beiden Stellungnahmen:

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Erklärung der MLPD …

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Stellungnahme von ESSQ …

Erklärung zum Ausschluss aus dem Bündnis „Essen stellt sich quer“

Am 3. Februar 2020 wurde im Plenum des antifaschistischen Bündnisses „Essen stellt sich quer“ vor allem von Kräften der Grünen und SPD ein Beschluss herbeigeführt, die MLPD aus dem Bündnis auszuschließen. Dieser Beschluss spaltet „Essen stellt sich quer“ und verändert seinen Charakter. Denn damit wird vom 20 Jahre bewährten Selbstverständnis einer überparteilichen Aktionseinheit aller Demokraten und Antifaschisten als einer wesentlichen Lehre aus dem Hitlerfaschismus abgerückt. Und das in einer Situation, wo bundesweit tausende Menschen unter dem Motto „Alle zusammen gegen die Faschisten!“ auf die Straße gehen.

Der Beschluss ist politisch ein Kniefall vor der Rechtsentwicklung. Er spielt deren Trägern in Regierung und bürgerlichen Parteien in die Hände. Dementsprechend war der Jubel aus der rechten Ecke wie dem „Essener Bürgerbündnis“ (EBB) und dem antikommunistischen Blog „Ruhrbarone“ groß. Bezeichnend ist, dass das Abstimmungsergebnis noch aus dem laufenden Plenum heraus an „Ruhrbarone“ durchgegeben wurde.

Dünne Mehrheit für weitgehenden Beschluss

Dass Antifaschisten grundsätzlich keine anderen Antifaschisten ausschließen, wurde hier mit Füßen getreten. Mit einer knappen Mehrheit wurde ein Gründungsmitglied und eine aktive antifaschistische Kraft von einem relativ zufällig zusammengesetzten Plenum ausgeschlossen. 16 Anwesende (vor allem aus dem Spektrum der Grünen und SPD/Jusos/Falken) stimmten für den Ausschluss der MLPD, 12 stimmten dagegen (MLPD-Vertreter, REBELL, DKP, Essen steht AUF, eine Genossin der Linkspartei und Einzelpersonen), 8 enthielten sich. Zwei weitere Mitglieder der Linkspartei stimmten für den Ausschluss der MLPD. Hätten sie anders gestimmt, wäre diese Spaltung gescheitert. Wie „demokratisch“ ist es, wenn für so einen Beschluss nicht einmal eine absolute Mehrheit als nötig erachtet wird?

Kurswechsel

Bis zur großen Essener Demo gegen die Hogesa-Faschisten im Januar 2015 war es kein Problem, dass die MLPD nicht nur Flagge zeigt, sondern wie alle im Bündnis aktiven Organisationen auch einen Redner stellt. Das nahm die CDU zum Anlass, um im Nachhinein gegen die Beteiligung von „Linksextremisten“ zu hetzen und mit der Gründung eines eigenen bürgerlichen Bündnisses zu drohen. Darauf gab „Essen stellt sich quer“ damals eine unmissverständliche Antwort: „Von den in Essen aktiven Parteien sind SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Essener Zukunftsbündnis, MLPD, DKP und das Wahlbündnis Essen steht AUF aktive Mitglieder in unserem Bündnis, so wie zum Beispiel auch DGB, Essener Jugendbündnis, DFG-VK, Anti-Rassismus-Telefon oder VVN-BdA um nur einige weitere Organisationen zu nennen. … „Essen stellt sich quer“ ist gerade in letzter Zeit wegen seiner Breite immer wieder gelobt worden. Auf dieses Lob sind wir stolz und werden weiter daran arbeiten, das Bündnis zu vergrößern, ohne Partner auszuschließen.“ (Pressemitteilung vom 23.01.15)

2015 war auch das Jahr, in dem mit der Krise der bürgerlichen Flüchtlingspolitik die Rechtsentwicklung von Regierung und Parteien Fahrt aufnahm. Im Zuge dieser Entwicklung wurde auch der antikommunistische Druck auf „Essen stellt sich quer“ weiter gesteigert. So forderten der Ex-SPD-Mann Endruschat, CDU-Kalweit oder neuerdings EBB-Rechtsausleger Hemsteeg, die MLPD auszuschließen. Mitte 2019 forderte der Antikommunist Stefan Laurin, Betreiber des Ruhrbarone-Blogs, offen SPD und GRÜNE dazu auf, die MLPD endlich aus „Essen stellt sich quer“ hinaus zu säubern. Das blieb bei manchen Leuten im Bündnis offensichtlich nicht ohne Wirkung, und es entwickelte sich eine Praxis, mit der MLPD nicht mehr gleichberechtigt zusammenzuarbeiten. So wurde ihr bei der großen Demo „Wir sind mehr“ im September 2018 gegen die Faschistenaufmärsche in Chemnitz nicht nur ein Redebeitrag, sondern auch das Nutzen eines offenen Mikrofons verweigert. In der vorausgehenden Diskussion wurde gerade von den eifrigsten Verfechtern eines Ausschlusses vehement bestritten, dass dieser irgend etwas mit Antikommunismus zu tun hätte. Penetrant wurde jeder inhaltlichen Auseinandersetzung ausgewichen. In verschiedenen Stellungnahmen, vor allem aus dem grünen und antideutschen Spektrum, wurde jedoch deutlich, dass sehr wohl Antikommunismus das Leitmotiv für den Kurswechsel in „Essen stellt sich quer“ ist.

Bündnisarbeit auf antikommunistischer Grundlage ist unvereinbar mit wirksamen antifaschistischem Widerstand

Mehrfach wurde allen Ernstes das Argument gebracht, die MLPD solle sich doch bitte zurückhalten (also keine Fahnen, selbst ein Transparent mit der Aufschrift „Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda“ war schon zu viel), um nicht die sogenannte „bürgerliche Mitte“ zu verschrecken. Dieser Begriff folgt der reaktionären Extremismustheorie, welche mit der Gleichsetzung eines „Links- und Rechtsextremismus“ gegenüber der behaupteten Mitte der Gesellschaft zur Diskriminierung fortschrittlicher und revolutionärer Kräfte verbreitet wird. Natürlich braucht der antifaschistische Kampf auch ehrliche bürgerliche Kräfte. Aber ihn daran auszurichten, dass Leute aus der „bürgerlichen Mitte“ mitmachen und dafür Marxisten-Leninisten raushalten zu wollen, ist eine Kapitulation vor dem Antikommunismus. Wohin dieser Antikommunismus führt und wozu diese „bürgerliche Mitte“ fähig ist, dafür bieten die Vorgänge in Thüringen aktuell ausreichend Anschauungsmaterial.

Selbst von Befürwortern des Ausschlusses wurde die langjährige, zuverlässige und engagierte Mitarbeit der MLPD in „Essen stellt sich quer“ hervorgehoben. Den konsequenten Antifaschismus der MLPD kann man nicht direkt angreifen. Also wird eine seit Monaten landauf landab von rechten Politikern, Antikommunisten verschiedenster Couleur und „Verfassungsschutz“ verbreitete Legende benutzt, um eine angebliche „Bündnisunfähigkeit“ der MLPD zu konstruieren. Da sich die MLPD angeblich nicht an Vereinbarungen halte, ständig versuche, Demos zu dominieren oder zu „kapern“, sei eine Zusammenarbeit mit ihr unzumutbar. Jeder, der die verstärkte Rechtsentwicklung verfolgt, müsste eigentlich erkennen, dass diese Erzählung vom „notorischen Fehlverhalten der MLPD“ nichts anderes ist als eine bundesweit gesteuerte antikommunistische Kampagne. Sie soll in den sozialen Bewegungen flächendeckend Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegen die MLPD, aber auch andere revolutionäre und linke Kräfte durchsetzen, um sie in einem Kapitalismus-konformen Rahmen zu halten. Deshalb wird massiv versucht, die MLPD mit allen Mitteln aus Bewegungen wie „Fridays for future“, der Flüchtlingssolidarität und selbst der Solidaritätsbewegung mit dem kurdischen Freiheitskampf herauszudrängen. Hauptlosung ist dabei „Keine Parteien!“, wobei die Strippenzieher in der Regel bürgerlichen Parteien angehören (Grüne / SPD oder ihren Jugendorganisationen). Vermehrt kommt es sogar zu körperlichen Attacken, die sich kaum von denen der Faschisten unterscheiden. Wer sich so verhält, stellt sich außerhalb der linken und demokratischen Bewegung!

Demokratische Rechte sind unteilbar

Die MLPD hält sich an gemeinsam gefasste Beschlüsse zur inhaltlichen Ausrichtung antifaschistischer Aktionen und ist hier auch kompromissfähig. Der einzige konkrete Vorwurf, der die angebliche Bündnisunfähigkeit belegen soll, ist der, dass es sich die MLPD nicht nehmen lässt, eigenständig als Partei aufzutreten und zu äußern. Denn wir halten die antifaschistische Aufklärung und öffentliche Diskussion angesichts einer inzwischen entstandenen faschistischen Basis unter einem Teil der Bevölkerung für unverzichtbar. Das Recht dazu wurde nach 1945 aus gutem Grund u.a. im Grundgesetz verankert und wurde in den letzten Monaten durch zahlreiche Gerichtsurteile bekräftigt. Alles andere öffnet politischer Willkür Tür und Tor. Der MLPD vorzuwerfen, es sei schlechter Stil, auf ihrem Recht zu bestehen, und daraus sogar einen Ausschlussgrund zu konstruieren, das ist selbst „schlechter Stil“ und zutiefst undemokratisch. Zugespitzt heißt das: „Wir haben nichts gegen Marxisten-Leninisten – so lange sie den Mund halten und am besten gar nicht zu erkennen sind.“ Dem kann und wird sich die MLPD nicht unterordnen, und das kann auch nicht im Sinne aller ehrlichen Antifaschisten sein. Der antifaschistische Kampf ist heute untrennbar mit dem Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten verbunden.

Überparteiliche antifaschistische Aktionseinheit ist das Gebot der Stunde

Die MLPD wird diesen Ausschluss nicht einfach hinnehmen und dafür kämpfen, dass er zurückgenommen wird. Der Versuch von CDU und FDP in Thüringen, die faschistoide AfD salon- und regierungsfähig zu machen, zeigt eindrücklich, wie weitgehend die Rechtsentwicklung und wie ernst die faschistische Entwicklung in Deutschland ist. Das scheiterte bisher am breiten antifaschistischen Bewusstsein und Protest. Die MLPD beteiligt sich nach Kräften am weiteren Aufbau des Internationalistischen Bündnisses mit dem Ziel einer breiten antifaschistischen Einheitsfront und dem antifaschistischen Widerstand vor Ort. Wir brauchen den breiten Zusammenschluss aller Demokraten und Antifaschisten, von Parteien und Organisationen, auf der Grundlage des gemeinsamen Kampfes, die gleichberechtigt antifaschistische Aktivitäten gestalten. Jeder soll mit seinen Mitteln und seinem Stil dazu beitragen – das fördert Vielfalt, Toleranz und bunten Widerstand.

Die MLPD ist auch der Meinung, dass man sich keinesfalls an faschistische Aufmärsche – getarnt als „besorgte Bürger“ – gewöhnen darf und hat ihre Arbeit dazu intensiviert. Die ersten Erfahrungen in diesem Jahr dabei sind ermutigend. Wir erfahren eine große Offenheit bei den Menschen in Essen-Steele, die kaum ein Problem mit einer MLPD-Fahne und ein reges Interesse am offenen Mikrofon haben. Zu wünschen ist, dass auch andere Parteien und Organisationen sich hier stärker engagieren, anstatt die MLPD dafür zu kritisieren. Die MLPD ist jede Woche gegen die Naziaufmärsche in Steele auf der Straße, lässt sich durch Polizeischikanen nicht beirren und wird weiter daran festhalten – bisher und auch weiterhin mit allen Antifaschisten gemeinsam.

PDF-Dokumente:


Essen stellt sich quer

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Konsequent gegen Rassismus und Faschismus!

Februar 15, 2020

Am 3.2.2020 hat das Plenum von Essen stellt sich quer mehrheitlich für den Ausschluss der MLPD aus dem Bündnis gestimmt. In Folge dessen kam es zu widersprüchlichen Berichterstattungen, Gegendarstellungen und Kommentaren, zu denen der Sprecher*innenkreis nun Stellung nimmt.

Zunächst verwehrt sich das Bündnis gegen jegliche Anwürfe, es habe sich um eine politische Entscheidung oder gar antikommunistische Motive gehandelt.

Der Ausschluss der MLPD ist ausschließlich darin begründet, dass die Partei sich wiederholt nicht an bündnisinterne Absprachen gehalten und angekündigt hat, sich auch in Zukunft nicht an Mehrheitsbeschlüsse des Bündnisses gebunden zu fühlen. Das Bündnis Essen stellt sich quer setzt sich aus 25 Organisationen und Parteien aus dem demokratischen Spektrum der Essener Stadtgesellschaft zusammen. Diese Vielfalt macht die Stärke und Reichweite von Essen stellt sich quer aus – macht es manchmal aber auch notwenig, über Entscheidungen abzustimmen. Das Bündnis ist stets bemüht, einen Konsens in wichtigen Fragen zu finden. Sollte dies einmal nicht möglich sein, gehört es jedoch zu einer demokratischen Struktur, sich an Beschlüsse der Mehrheit zu halten.

Bei Essen stellt sich quer ist jede Organisation, Partei oder Einzelperson willkommen, die unser Ziel – den Kampf gegen Rechts – teilt und bereit ist, sich an Absprachen zu halten. Auf diesen Minimalkonsens haben sich die Bündnisorganisationen verständigt und leben ihn in ihrer gemeinsamen Arbeit.

Es ist wohlfeil, dass ausgerechnet Vertreter*innen des rechtskonservativen Essener Bürgerbündnisses nun auf den Plan treten und dem Bündnis Ratschläge zur Distanzierung von „Extremismus“ erteilen. Die Gleichsetzung von Links und Rechts unter der vermeintlich gemeinsamen Klammer „Extremismus“ ist fatal und falsch. Deswegen lehnen wir die sogenannte „Hufeisentheorie“, die besagt, dass „Links-“ und „Rechtsextremismus“ zwei Seiten einer Medaille seien, während sich die bürgerliche Mitte in gleichem Abstand zu beiden Seiten befände, entschieden ab. Zum einen stellt dies eine Verharmlosung rechter Gewalt in Deutschland, wie der Mordserie des NSU, der Mordtat Stefan Ernsts und des Terroranschlags von Halle dar. Zum anderen negiert sie den erstarkenden Rassismus in der Mitte der Gesellschaft, wessen direkte Folgen wir gerade erst in Thüringen erleben durften. Rassismus, völkisch-nationalistisches Gedankengut, Sexismus und Homophobie sind keine Probleme des gesellschaftlichen Randes, sondern tief, auch im bürgerlichen Spektrum, verankert.

Wir als antifaschistisches Bündnis stellen uns quer gegen jede Form von Rassismus und Faschismus, ganz egal, wo sie herkommt. Wir kämpfen gemeinsam mit vielen Organisationen, Parteien, Initiativen und Einzelpersonen für eine gerechtere Zukunft, Gleichberechtigung und -behandlung Aller, für eine Welt, die frei von Rassismus und Faschismus ist. Dieser Kampf ist ein langer, die Arbeit langwierig und zäh. Aber sie lohnt sich! Und sie ist wichtiger denn je! Wer sich unserer Arbeit gegen rechtsradikales Gedankengut, Ewiggestrige und Rassismus anschließen möchte, ist herzlich eingeladen!


Quelle:

https://essq.de/index.php/2020/02/15/konsequent-gegen-rassismus-und-faschismus

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21.2.2020: Monatstreffen der Umweltgewerkschaft

Liebe Umweltfreundinnen und Umweltfreunde!

Herzliche Einladung zum Treffen im Februar 2020 der Umweltgewerkschaft-Essen.

Wir laden euch alle herzlich ein zu unserem  Infostand am Freitag, den 21. Februar, um 17 Uhr in der Kettwiger-Straße, Nähe der Lichtburg.

Dort informieren wir über die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Ruhrgebiet durch die Flutung der Bergbau-Stollen und dem in den Stollen gelagerten hochgradig giftigen Sondermüll.

Wir wollen die Menschen überzeugen, gegen die Flutung aktiv zu werden und sich zu organisieren. Anschließend treffen wir uns mit allen Interessierten

um 19 Uhr am Freitag,
den 21.02.2020 in der Goldschmidtstraße 3, Essen,

im Courage Zentrum im Südostviertel

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16.2.2020: Bündnis-Kongress des Internationalistischen Bündnisses in Kassel

3. Bündnis-Kongress des Internationalistischen Bündnisses am 16.2.2020 von 10 bis 16 Uhr in Kassel

Adresse ist: 
Philipp Scheidemann Haus 
Holländische Straße 74 
34127 Kassel

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MLPD für Neuwahlen in Thüringen

Wir zitieren eine aktuelle Pressemitteilung vom 10.2.2010:

Krisenchaos in Erfurt und Berlin

MLPD bekräftigt: Sofortige Neuwahlen in Thüringen!

Zum angekündigten Rücktritt von Annegret Kramp-Karrenbauer vom Parteivorsitz der CDU und deren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt Monika Gärtner-Engel vom Zentralkomitee der MLPD:

Das Krisenchaos breitet sich aus. Die offene politische Krise in Thüringen hat nun auch die CDU im Bund in eine offene Parteienkrise gestürzt. Damit eskaliert der Streit in der Union um die künftige Regierungsmethode und wie überhaupt die Massenbasis der CDU vor einem Erdrutsch à la Thüringen bewahrt werden kann.

Ende letzter Woche kritisierte der Chef des Monopolverbandes BDA, Ingo Kramer, mit drastischen Worten die Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen der AfD. Das könne angesichts kritischer Stimmen im Ausland doch glatt die Exportaussichten der deutschen Konzerne gefährden … Prompt sprach Angela Merkel ein Machtwort. Seitdem mussten nicht nur Kemmerich, sondern auch der „Ostbeauftragte“ der Regierung, Christian Hirte, den Hut nehmen. Dagegen wetzen die ultrarechten Scharfmacher in der CDU um Hans-Georg Maaßen und die sogenannte ‚Werteunion‘ ihre Messer. Sie stehen für einen offen reaktionären Kurs und verfechten eine schrittweise Einbindung der faschistoiden AfD als erklärte Option. Das Durcheinander ist beispiellos und weitet sich aus!“

Eine wichtige Lehre aus den Thüringer Ereignissen ist die Losung: Null Toleranz gegenüber der AfD! Wer das ernst meint, muss sich auch gegen Antikommunismus aller Art wenden, der Wasser auf die Mühlen der Rattenfänger am rechten Rand ist“, so Monika Gärtner-Engel weiter. „Es ist begrüßenswert, dass unter der Masse der Bevölkerung die antikommunistische Gleichsetzung von rechts und links zunehmend in Frage gestellt oder gar abgelehnt wird. So rudern sogar Repräsentanten der bürgerlichen Parteien wie Robert Habeck (Grüne, gegen die „Hufeisentheorie“) oder Ruprecht Polenz (CDU) explizit von der Extremismustheorie ab. Gib Antikommunismus keine Chance! – Diese Bewegung ist das Gebot der Stunde.“

Tassilo Timm, der Landesvorsitzende der MLPD in Thüringen, ergänzt: „Die etablierten Parteien Thüringens ziehen zwar eine Reißleine nach der anderen – lösen können sie dadurch nichts! Sie spekulieren darauf, Neuwahlen möglichst lange hinaus zu schieben, haben aber nur gescheiterte Konzeptionen anzubieten. Wir fordern Neuwahlen sofort und stehen schon in den Startlöchern für eine engagierte Wahlkampagne mit Werbung für den Kampf gegen die Rechtsentwicklung und unseren sozialistische Positionen als Alternative zum kapitalistischen Krisenchaos.“

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23.2: Gefahr einer Umweltkatastrophe im Ruhrgebiet

Eintritt gegen Spende Im Haus der Vielfalt, Raum A4, in Dortmund – Dorstfeld, Beuthstraße 21 Für Snacks und Getränke ist gesorgt

Mit Werner Engelhardt, ehemaliger Stadtrat für BergAUF in Bergkamen

Informationsveranstaltung über die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Ruhrgebiet durch die Flutung der Bergbau-Stollen und dem in den Stollen gelagerten hochgradig giftigen Sondermüll

Sonntag, 23. Februar 2020, 16:30 Uhr

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Di. 11.2: Erneuter Protest gegen „Steeler Jungs“ und die Vorgänge in Thüringen

Internationalistisches Bündnis Essen/Mülheim. 9.2.2020

Erneuter Protest gegen „Steeler Jungs“ und die Vorgänge in Thüringen

Am 11. Februar findet wie jeden Dienstag eine Protestaktion gegen den wöchentlichen Aufmarsch der sog. “Steeler Jungs” statt. Beginn ist um 17.30 Uhr auf dem Kaiser-Otto-Platz in Essen-Steele. Veranstalter ist das „Internationalistische Bündnis Essen/Mülheim“.

Die Aktion wird auch gegen die gefährliche Paktiererei der bürgerlichen Parteien mit der faschistoiden AfD in Thüringen protestieren und die Konsequenzen diskutieren.

Am 4.2.2020 gab die angeblich unpolitische und friedliche Gruppe der “Steeler Jungs” ihre faschistische Gesinnung mit einem Transparent „FCK ANTIFA“ offen zu erkennen

und bedrohte aggressiv reale und vermeintliche Gegner. Wie in den Wochen zuvor ist mit einseitigen Auflagen durch die Polizei wie Absperrgitter gegen die Antifaschisten zu rechnen, während die faschistische Gruppe ungehindert unter Polizeibegleitung durch den Stadtteil marschiert.

Alle Demokraten und Antifaschisten sind eingeladen, sich am offene Mikrofon dazu zu äußern.

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9.2.2020: Steeler Jungs – Teil einer faschistischen Tendenz in Deutschland

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Die Entstehung der Antideutschen und ihr politisches Wirken

Die sogenannten „Antideutschen“ sind ein deutschsprachiges Phänomen, das in der hiesigen Linken immer wieder zu Diskussionen führt. Antideutsche unterstützen die rechte Regierung in Israel und werfen Linken und muslimischen Menschen regelmäßig Antisemitismus vor. Während einige Antideutsche sich zur radikalen Linken zählen, stehen wieder andere der Union oder teilweise der AfD politisch nahe. Wie und weshalb ist diese Strömung in Deutschland entstanden und wo liegen Probleme? Ein Vortrag von Ki Ramsy mit anschließender Debatte!


RABA, das Rheinische antifaschistische Bündnis gegen Antisemitismus fühlt sich angesprochen:


Hier übrigens die von RABA angesprochene Broschüre:

https://www.mlpd.de/2018/kw41/antideutsche-links-blinken-scharf-rechts-abbiegen-1
oder als PDF:
https://www.mlpd.de/2018/kw41/Broschuere-Antideutsche.pdf 

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15.2.2020: Treffen zum Rebellischen Musikfestival 21. bis 23. 5.2020

Betreff: Zur Veröffentlichung: Einladung zum ersten bundesweiten Vorbereitungstreffen des Rebellischen Musikfestivals
Datum: Tue, 28 Jan 2020 23:05:43 +0100
Von: Rebellisches Musikfestival <info@rebellischesfestival.de>

Liebe Freundinnen und Freunde des Rebellischen Musikfestivals, 

das Rebellische Musikfestival findet dieses Jahr bereits zum vierten Mal statt!

Vom 21. bis 23. Mai 2020 wollen wir zusammen den Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen zu einem Festivalgelände der besonderen Art machen.

Bei dem Festival ist die ganze Bandbreite der Rebellion der Jugend zu finden. Dieses Jahr richtet es sich insbesondere gegen Faschismus und Krieg! Es ist überparteilich, antifaschistisch, solidarisch. Es lebt von der gemeinsamen Vorbereitung und Initiative vieler Jugendlicher. Deshalb machen wir ein offenes erstes bundesweites Vorbereitungstreffen! Wir laden dazu alle interessierten und engagierten Jugendlichen ein:

Samstag, 15. Februar, 13 – 17 Uhr in Gelsenkirchen-Horst, Koststr 8 – Arbeiterbildungszentrum

Dort besprechen wir:

Wiegewinnen wir Freunde, weitere Bands, Schulklassen, friday-for-future- oder Gewerkschaftsjugend- und Antifagruppen für die Teilnahme?

Wie werben wir im Internet und in der Presse?

Wie gestalten wir das Programm?

Wie organisieren wir eine vielfältige und gute Verpflegung an den zweieinhalb Tagen?

Hast du Fähigkeiten, die Logistik wie z.B. die Technik, Sauberkeit oder Sanidienst zu unterstützen oder willst das lernen?

Und vieles mehr.

Wir laden jeden ein: Mach mit in einem der Teams, die sich gegenseitig austauschen und das Festival in all seinen Facetten vorbereiten. Es gibt die Teams Bands, Programm, Technik, Verpflegung & Logistik, Werbung & Pressearbeit.

Oder bewirb dich direkt als Künstler oder melde einen Infostand oder Aktivitäten an, bringt eure Vorschläge ein, bestellt euch Werbematerial.

Kurzum: Macht dieses einzigartige Festival zu eurer Sache! 

Aus dem Festivalflyer: „Unser überparteiliches Festival richtet sich gegen eine gefährliche Rechtsentwicklung in der Gesellschaft, ausgehend von der Regierung. Sie macht sich auch in den Medien und der Kultur breit. Wir schlagen Alarm gegen die AfD, ungerechte Kriege, den Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten, die reaktionäre Flüchtlingspolitik und faschistische Umtriebe. Unser Festival steht für Rebellion gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für Arbeitsplätze und die Rettung der Umwelt, für internationale Solidarität und eine befreite Gesellschaft!

Das Festival ist selbstorganisiert und selbstfinanziert. Wer schon einmal bei einem Rebellischen Musikfestival war, weiß was es so besonders macht. Hunderte Hände werden ehrenamtlich mit anpacken und eine Atmosphäre des Zusammenhalts und Respekts verwirklichen – ohne Sexismus und Drogen. Auf nach Gelsenkirchen – zum ersten Vorbereitungstreffen!

Mit rebellischen Grüßen!

Jonas Dachner / Festivalteam


www.rebellischesmusikfestival.de
info@rebellischesfestival.de

Rebellisches Musikfestival e.V.
Schmalhorststraße 1c
45899 Gelsenkirchen

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2.2.2020: Josef Urbach – Lost Art

Filmmatinee mit anschließendem Gespräch

Der Filmemacher Tilman Urbach begibt sich auf Spurensuche nach verschollenen Werken seines Großonkels.

In der Zeit des Nationalsozialismus galten die Werke des Malers Josef Urbach als „entartet“. Daher wurden die Werke des Rheinischen Expressionisten und Professors an der Folkwangschule vielerorts beschlagnahmt, nach Berlin verbracht oder zerstört.

Im Anschluss an den Dokumentarfilm werden verschiedene Aspekte noch einmal in einem Gespräch zwischen Tilman Urbach und der Museumsdirektorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz thematisiert.

Sonntag, 2. Februar 2020, 11 Uhr

EINTRITT FREI!

CLEMENS SELS MUSEUM NEUSS

Am Obertor,
41460 Neuss,

Tel. +49(0)2131 904141,
service@clemens-sels-museum-neuss.de
Di–Sa 11–17 Uhr, So + Feiertag 11–18 Uhr

Weitere Informationen dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 02131/904141.

https://www.clemens-sels-museum-neuss.de/de/button-1.html

https://www.clemens-sels-museum-neuss.de/de/

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