Auf der WAZ-„Bürgerseite“ wurde kommentiert, was LINKEN-Politiker Jules El-Khatib zur Oktoberrevolution geschrieben hatte. Dietrich Keil von Essen steht AUF dazu in einem bisher unveröffentlichten Leserbrief:

Leserbrief, 11.11.2017

Verunglimpfung der Oktoberrevolution

Die Redaktion nimmt Anstoß daran, dass ein junger Politiker der Essener Linken die Errungenschaften der Oktoberrevolution vor 100 Jahren hochhält. Dabei hat er recht – die Revolution von 1917 brachte Russlands Arbeitern und Bauern, den Frauen und der Jugend nie gekannte demokratische Rechte und Freiheiten. Und sie beendete sofort den mörderischen Krieg mit Deutschland. Die antikommunistische Keule von „ein paar Millionen Ermordeten“ gegen die Oktoberrevolution zu schwingen ist so abgenutzt wie falsch. Der bewaffnete Umsturz erforderte kaum Opfer. Aber nach der Revolution wurde von inneren Reaktionären und kapitalistischen Mächten von außen der jungen Sowjetunion ein blutiger und verlustreicher, jahrelanger Bürgerkrieg aufgezwungen. So wollten sie diese Errungenschaften wieder zunichtemachen und die Errichtung des ersten sozialistischen Staates der Welt verhindern. Das gelang nicht. Die tatsächlich vielen Toten dieses Bürgerkrieges gehen aber auf ihr Konto, nicht auf das Konto der Oktoberrevolution.

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