Update: 31.12.2011 14:40 Uhr

am 30.12 morgens wurden auf dieser Webseite unter Zeitdruck (kurz vor Einweihung der Straße) einige Hintergrundinfos noch schnell zusammengeschrieben und veröffentlicht, was leider dazu führte, dass es noch einige Rechtschreibfehler und ungrammatische Sätzen enthielt. Dieser Teil ist daher überarbeitet wurden.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Käthe-Larsch-Str. wurde am 30.12.2011 eingeweiht,
Vorgeschichte und Erinnerung an Hans Marchwitza

Am 30.12.2011 um 12.00 Uhr, wurde mit der Benennung einer Straße
die Altenessenerin Käthe Larsch geehrt.

Sie hatte bereits am 29. Mai 1935 ihren Mut, gewaltlos mit Flugblättern gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime vorzugehen, mit dem Leben bezahlen müssen.

=== Die Benennung war nicht unumstritten… ===

Es gab über die Benennung der Straße eine teils erbitterte Debatte,

– Frank Stenglein, Journalist bei der WAZ schrieb von einem Politikum:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/strassenbenennung-wird-in-essen-zum-politikum-id4668538.html

=== Vorgeschichte: Käthe-Larsch-Str. sollte zuerst Hans Marchwitza-Str. heißen. ===

Dem Käthe-Larsch-Politikum voraus ging übrigens auch eine anderes “Politikum”. Einem ersten Vorschlag nach sollte nämlich die Straße Hans Marchwitza-Straße heißen. Dazu kam es nicht.

Aus diesem Anlaß gab es eine Lesung, aus Büchern des Schriftstellers Hans Marchwitza am 3.Mai 2011.

Lesung und Geschichtskulturdebatte:
Straßenkampf um Hans Marchwitza!
Keine Ehrung möglich für einen linken Bergarbeiterdichter,
Veranstalter: Buchhaus Altenessen und Kreisverband Bündnis 90 / Die Grünen Essen

Ausführlicher weiter unten.

Am Ende lässt sich sagen, dass die Auseinandersetzungen den Namenvorschlag Hans Marchwitza im Universitätsviertel ein Anstoß zur Ausseinandersetzung mit der eigenen Geschichte gab und viele sehr unterschiedliche Menschen zusammen gebracht hat. Der Leseabend im Altenessener Buchhaus wurde sogar im Radio gesendet:

Am Freitag , den 19. August 21.00 bis 22.00 Uhr
auf der Frequenz von Radio Essen 102, 2 oder 105 UKW


Update: 30.12.2011 21:30 Uhr

Klaus Gerstendorff, ein Enkel von Käthe Larsch, sprach am 30.12. ab 13 Uhr in der Geschäftsstelle der Essener Grünen über seine Großmutter. Hier zum Nachhören:

Klaus Gerstendorff zu Käthe Larsch

Ursprungsartikel: (wie oben geschrieben, etwas überarbeitet

Am 30.12.2011 um 12.00 Uhr, wurde mit der Benennung einer Straße die Altenessenerin Käthe Larsch geehrt. Sie hatte bereits am 29. Mai 1935 ihren Mut, gewaltlos mit Flugblättern gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime vorzugehen, mit dem Leben bezahlen müssen. Sie wurde im Zuge brutaler physischer wie psychiatrischer Verhörmethoden der Gestapo ein Opfer des NS-Staats. … mehr dazu auf www.lokalkompass.de…


Die Benennung war nicht unumstritten…

Dennoch gab es über die Benennung der Straße eine teils erbitterte Debatte, – Frank Stenglein, Journalist bei der WAZ schrieb von einem Politikum: http://www.derwesten.de/staedte/essen/strassenbenennung-wird-in-essen-zum-politikum-id4668538.html

Nun war es soweit. Ohne viel Aufsehen und Resonanz in der Presse
wurde die Käthe-Larsch-Str. eingeweiht.


Vorgeschichte: Käthe-Larsch-Str. sollte zuerst Hans Marchwitza-Str. heißen.

Dem voraus ging eine anderes “Politikum”. Einem ersten Vorschlag nach sollte nämlich die Straße Hans Marchwitza-Straße heißen. Dazu kam es nicht.

Es gab aber aus diesem Anlaß eine Lesung, aus Büchern des Schriftstellers Hans Marchwitza am 3.Mai 2011.

Lesung und Geschichtskulturdebatte:
Straßenkampf um Hans Marchwitza!
Keine Ehrung möglich für einen linken Bergarbeiterdichter,

Veranstalter: Buchhaus Altenessen und Kreisverband Bündnis 90 / Die Grünen Essen

– ein Bericht von Olaf Swillus –

Die Lesung war bereits in vollem Gange, als ich eine viertel Stunde verspätet ankam.

Im Laufe der Diskussion stellte sich heraus, dass ein in dieser Frage sehr engagierter Vertreter des Geschichtskreises Altenessen mit dabei war, auch ein grüner Vertreter aus der BVI, den ich noch gar nicht kannte, zeigte sich sehr engagiert und belesen.

Es gibt also einen größeren Kreis von Leuten die Marchwitza als Zeitzeugen schätzen, und seine Erzählungen (er hat ja nicht nur Sturm auf Essen geschrieben) als Zeitzeugnisse und einfach als große Literatur ansehen.

Damit konnte die BVI ja auch einstimmig dafür gewonnen werden,
eine Straße nach Marchwitza zu benennen.

Als jemand die Sache mit der Staßenbenennung als nicht verloren ansah, weil ja LINKE und MLPD Seit an Seit mit den GRÜNEN
sich für diese Straßenbenennung einsetzen würden, mußte ich widersprechen.

Gerade dadurch, dass es eine parteipolitisch geprägte Auseinandersetzung geworden ist, macht es angesichts der realen Mehrheitsverhältnisse eben doch nicht wahrscheinlicher, dass die Straße jetzt ihren Namen bekommt.

Walter Wandtke schätzte ebenso ein, dass es in der BVI jetzt keine Einstimmigkeit mehr dazu gäbe und selbst wenn, würde es ja im Hauptausschuss scheitern.

Aber stellt Euch vor es wäre alles ohne Widerspruch durchgegegangen.

Eine Straße wäre nach Marchwitza benannt worden, aber keiner oder keine hätte sich dafür interessiert wer Marchwitza war.

Stenglein sei Dank, gab es aber jetzt eine Lesung, und eine Buchhandlung wird demnächst alles über Marchwitza anzubieten haben.

Der Buchhändler möchte übrigens die Lücke auffüllen, die dadurch entstanden ist, dass es in der Zeche Carl nicht mehr eine Veranstaltungsreihe zu politischen Themen gibt.

Er will vermehrt Autoren einladen um über ihre Bücher zu sprechen, und sammelte Email-Adressen ein, um darüber informieren zu können.

Am Ende lässt sich sagen, dass die Auseinandersetzungen den Namenvorschlag Hans Marchwitza im Universitätsviertel ein Anstoß zur Ausseinandersetzung mit der eigenen Geschichte gab und viele sehr unterschiedliche Menschen zusammen gebracht hat.

Es wurde sogar im Radio gesendet:
Am Freitag , den 19. August 21.00 bis 22.00 Uhr
auf der Frequenz von Radio Essen 102, 2 oder 105 UKW

Käthe Larsch hat es in gleicher Weise verdient, mit einer Benennung geehrt zu werden.

Powered by Zingiri, PHPlist