Podiumsdiskussion am Sonntag, 13. November 2011, 14.00 Uhr

Gaststätte Sternquelle, Schäferstr. 17, 45128 Essen

Nach Auflösung des osmanischen Reiches am Ende des Ersten Weltkrieges wurden neue Grenzen gezogen. Westlich des Königreiches Persien, dem heutigen Iran, entstanden ein türkischer Nationalstaat und die britischen und französischen Mandatsgebiete, die u.a. das heutige Syrien und den Irak umfassten. Im Kern bestehen diese Grenzziehungen bis heute. Dabei wurde auf die kurdische Bevölkerung keine Rücksicht genommen; sie lebt heute auf vier Staaten verteilt.

Ob wir den säkularen türkischen Staat mit demokratischen Wahlen oder die Diktaturen des syrischen Kö-nigshauses und der iranischen Mullahs oder den in Stammesgebiete zerfallenen Irak nach dem Sturz Sad-dam Husseins betrachten:

Keiner dieser Staaten tut sich besonders hervor, wenn es um Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten geht.

Der Türkei als Beitrittskandidatin zur Europäischen Union kommt eine besondere Bedeutung zu. Hier gab es in den letzten Jahren einige Verbesserungen, ein kurdischer Fernsehsender wurde erlaubt, und es gibt kurdische Parteien.

Andererseits werden frei gewählte Abgeordnete an der Amtsausübung gehindert und immer wieder kurdische Parteien verboten. In jüngster Zeit werden die Schlagzeilen erneut von Attentaten und dem Einsatz des türkischen Militärs bestimmt.

Wir wollen gemeinsam der Frage nachgehen, wie die Lage für Kurdinnen und Kurden heute aussieht.

An unserer Podiumsrunde nehmen teil:

Bärbel Beuermann (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Landtag Nordrhein-Westfalen)

Cansu Özdemir (Fraktion DIE LINKE in der Bürgerschaft der Stadt Hamburg)

Yüksel Koc (Vorsitzender von YEK-KOM, der Föderation kurdischer Vereine in Deutschland)

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