Offener Brief an die Essener Polizei, Wünsche zum Neuen Jahr

Offener Brief an die Essener Polizei
und an Herrn Christoph Wickhorst,

anlässlich der Amokfahrt in der Silvesternacht:
WAZ/NRZ berichtete heute: „50-jähriger Essener wollte Ausländer töten. Fünf Verletzte in Bottrop und Essen“

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Sehr geehrte Polizeibeamte,
sehr geehrter Herr Polizeisprecher Christoph Wickhorst,

wir alle verabscheuen den menschenfeindlichen und terroristischen Anschlag eines Amokfahrers in der Silvesternacht und sind froh, dass Sie den Täter gefasst haben.

Doch nachdenklich macht, dass dieser Terrorakt, trotz „Null-Toleranz“-Rhetorik, trotz Polizei-Panzerfahrzeug („gegen den Terror“),
trotz Großaufgebot der Polizei zu Silvester am Hauptbahnhof,
trotz neu geschaffener Möglichkeiten geschah, „Terroristen“ und andere nach §8 Abs. 4 des neuen Polizeigesetzes so zu bezeichnenden Personen in präventivem Sicherheits-Gewahrsam zu halten.

Ich beeile mich Ihnen dieses zu schreiben, bevor Sie, Herr Wickhorst, wieder von „Null-Toleranz-Strategie der Essener Behörde gegen Störer und Straftäter“ sprechen, wie neulich am 28.12.2018 in WAZ/NRZ: „Die Polizei rüstet sich für den Jahreswechsel“

Denn ich kann dieses „Null-Toleranz“-Geschwätz einfach nicht mehr hören.

Uns allen wünsche ich ein friedliches Neues Jahr, dass wir uns durch Terrorakte nicht einschüchtern lassen, und uns trotz neuer Polizeigesetze die Freiheit nicht nehmen lassen.

Den Menschen, die als Polizeibeamte ihren Dienst tun, wünsche ich Nachdenklichkeit und eine kritische Einstellung zu den neuen Möglichkeiten, die mit dem neuen Polizeigesetz geben sind. Dass sie sich von der Politik.nicht missbrauchen lassen.

Grüße von Olaf Swillus,
und alles Gute
zum Neuen Jahr

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