[Update 21.2.2015]

Die Umweltgewerkschaft verteilte am 20.2.2016 einige Flugblätter. 160220_ug_fluchtgruende_anerkennen4

Dazu eine Pressemitteilung der Essener Umweltgewerkschaft vom 19.2.2016

Für den Erhalt wertvoller Grünflächen – für die Aufnahme geflüchteter Menschen

Die Umweltgewerkschaft in Essen unterstützt das Anliegen der Essener Bürgerinitiativen für den Erhalt wertvoller Essener Grünflächen und ruft dazu auf, sich am heutigen Samstag an der Demonstration zu beteiligen. „Im Demo-Aufruf ist zu lesen, dass sie sich ausdrücklich nicht gegen den Bau von Flüchtlingsunterkünften richtet“, sagt Olaf Swillus, Mitglied im Ortsvorstand der Essener Umweltgewerkschaft. „Dass diese Klarstellung nötig ist, zeigte eine Demo in Karnap am letzten Samstag“. Den Kampf zum Erhalt der Grünflächen gab es bereits seit Aufstellung eines regionalen Flächennutzungsplans (RFNP) in den Jahren 2007/2008. Nun wird aber die Situation der Geflüchteten als Rechtfertigung für den Bedarf neuer Baugebiete genommen. Tatsächlich gibt es viel Wohnungsleerstand und Brachflächen im Innenstadtbereich Essens. Die immer repressivere Flüchtlingspolitik und den Abbau des Asylrechts nimmt die Umweltgewerkschaft mit Empörung zur Kenntnis. Sie fordert die umfassende Anerkennung jeden Fluchtgrundes, auch den der Umweltzerstörung, und wendet sich gegen Obergrenzen für Geflüchtete: Nicht die Menschen seien zu begrenzen, sondern die Fluchtursachen.


Aufruf zu der Kundgebung:

Die Essener Bürgerinitiativen für den Erhalt wertvoller innerstädtischer Grünflächen und Landschaftsschutzgebiete rufen auf zur Demo.

Wir sind unabhängig und überparteilich. Bitte unterstützen Sie uns durch Ihre Teilnahme am Demonstrationszug am

Samstag, 20.2., um 11 Uhr zum Burgplatz.
Treffpunkt ist der Willy- Brandt-Platz am Hauptbahnhof.

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht gegen den Bau von Flüchtlingsunterkünften. Dafür müssen jedoch zunächst alle verfügbaren und bereits versiegelten Flächen genutzt
werden. Stadt Essen entscheidet am 24.02.2016 über die Bebauung von Landschaftsschutzgebieten und Freiflächen.
Die Stadtverwaltung möchte zur Bebauung der Grünflächen die derzeitigen planungsrechtlichen Erleichterungen (aus-)nutzen.

Demonstration am 20.2.2016 um 11 Uhr

Im ersten Schritt sollen noch im Jahr 2016 eine große Zahl Wohncontainer und Holzhäuser auf Freiflächen errichtet werden – verbunden mit notwendigen Erschließungsmaßnahmen.

Damit will die Stadt Fakten schaffen.
– Fakten für den Einstieg in eine generelle Wohnraumbebauung in landschaftlich reizvollen Lagen?

Integration und Unterbringung von Flüchtlingen ist unser aller Aufgabe. Der Schutz wichtiger Lebensgrundlagen darf jedoch nicht voreilig ausgehebelt werden.

Veranstalter sind die Bürgerinitiativen
Fulerum/Haarzopf, Hexbachtal, Horst,
Schuir, Fischlaker Mark und Überruhr.

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