unsägliche Gleichsetzung von Nazis und Linken

zum Kommentar »Intolerant gegen Intoleranz« in NRZ, 23.12.2011 von Wilfried Goebels zum »Acht-Punkte- Programm« gegen Neonazis des NRW-Innenministers Jäger

ein Kommentar von Heinz-W. Hammer, Essen

NRZ 23.12.2011

Essen, d. 23.12.2011

Der Kommentar beginnt mit dem Postulat, »Demokratie muss sich gegen jede Form des Extremismus (…) wehren« und endet mit dem Aufruf »Der Staat muss intolerant gegen Intoleranz sein. Bei Rechts- wie Linksextremisten«, als seien hier Textbausteine aus der heuchlerischen Rede der Bundeskanzlerin Merkel von Anfang Dezember übernommen worden. Doch die Tatsachen sprechen eine deutliche und völlig andere Sprache:

Seit 1990 wurden in der Bundesrepublik über 180 Menschen von Neonazis ermordet. Hinzu kommen tausende Überfälle, Körperverletzungen, gezielter Psychoterror usw. , die bisher nicht einmal statistisch erfasst werden.

Selbst der knietief im Sumpf des Naziterrorismus steckende, sogenannte »Verfassungsschutz« auf Bundes- und Länderebene behauptet auch nur einen einzigen vergleichbaren Fall auf Seiten der Linken.

Die unsägliche Gleichsetzung von Nazis und Linken verharmlost die faschistischen Taten und Täter, beleidigt die mutigen Demokraten, die sich den Nazis immer wieder in den Weg stellen und dafür regelmäßig Prügel von der Polizei beziehen und verhöhnt im Nachhinein die ermordeten Opfer des Nazi-Terrors.

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