Protest gegen Pro Deutschland am 29.8.2013 in Altenessen war nicht angemeldet, fand aber dennoch statt ...

Dazu aus NRZ / Essen, Freitag, 30.08.2013 Protest hinter Gittern

„Viel Lärm um nichts“ – so fasst ausgerechnet der Mann das Geschehen an diesem Donnerstagmorgen in Altenessen zusammen, den es wohl am meisten erzürnen sollte. Doch Abdessaalam Anjour, Leiter der dortigen Abu Bakr Moschee, zeigte sich gelassen gegenüber den Rechtspopulisten von „Pro Deutschland“, die ihre „Demo“ eben vor „seiner“ Moschee angemeldet hatten … stellten sich rund 30 (spontane) Gegendemonstranten und/oder Passanten buchstäblich auf der Seite der Moschee. … Mehr oder minder stillen Protest zeigte auch Anwohner Walter Wandtke, der der Polizei ein besonderer Dorn im Auge war – nicht nur, weil er ein Schild („Freie & friedliche Religionsausübung für alle“) gebastelt hatte, sondern weil er den Text auch laut vorlas. Sie verwiesen ihn auf sein Grundstück, also zwei Schritte zurück, wo er hinter Gittern offiziell protestieren durfte. …

Lob an die Essener Polizei

In einem (bisher noch unveröffentlichten) Leserbrief an die NRZ, gibt es auch Lob für die Polizei:

Dass der Leiter der Moschee Abdesslam Aajour zu Wort kommt, ist gut, denn nicht nur Hetzer, die eine Kundgebung angemeldet haben, haben ein Recht gehört zu werden.

Auch das Verhalten der Polizei sollte mal gelobt werden, denn bevor Walter Wandtkes Protest hinter Gittern verlegt wurde konnte er lange mit seinem Schild vor der Moschee stehen.

Ich habe den Eindruck, und auch die Hoffnung, dass die Kritik am Verhalten der Polizei in der Vergangenheit, und die damit verbundene Nichtanmeldung einer Gegendemonstration von „Essen Stellt sich quer“ ihre Wirkung nicht verfehlt hat, und ein Umdenken begonnen hat.

Man muss die Polizei auch mal loben, denn zu kritisieren gibt es noch genug andere Dinge, wie z.B. den Wahlkampfeinsatz einer Polizeistreife gegen eine angemeldete Wahlaktion der MLPD am 27.8.2013
Olaf Swillus, Essen


Erst gegen Ende der Demo:

Powered by Zingiri, PHPlist