BASTA! – Opelanerfrauen und Familien engagiert im Kampf um jeden Arbeitsplatz.

Mit der drohenden Schließung des Bochumer Opel-Werkes hat uns GM eine deutliche Kampfansage gemacht. Seit Jahren erleben wir jeden Tag, wie die Arbeitshetze steigt, wie die Arbeiterinnen und Arbeiter bei Opel mit Massen-Mobbing-Methoden zur Kündigung getrieben werden sollen.

Der Druck auf der Arbeit macht nicht nur die Opelaner, sondern auch ihre Familien kaputt. Ständig hängt uns die drohende Arbeitslosigkeit im Nacken. Die Gesundheit leidet, eine Lebensplanung ist fast nicht mehr möglich.

Wir sagen unseren Männern jetzt: Schweig mich nicht mehr an, wenn du von der Schicht kommst. Du belastest mich mehr damit, wenn du
genervt bist und nicht redest. Stundenlanges Nachfragen verbraucht
nur unsere Zeit und Energie. Ein Paar Schultern können und müssen
das nicht alleine tragen. Dir soll das Gefühl gegeben werden, dass ihr
selber schuld seid, weil ihr schlecht arbeiten würdet. Sie machen das,
weil wir uns wehren. Sprich mit mir! Wir werden nicht zusehen, wie zigtausende Arbeitsplätze in Bochum und der Region vernichtet werden –

NOKIA und SCHLECKER sind genug! Die Profitgier von GM/Opel ist unerträglich geworden – die Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel. Die Frauen und Familien in Ellesmere-Port und Gliwice sind in der gleichen Situation wie wir. An jedem Werk hängen zehntausende Arbeitsplätze, z.B. in der Zuliefererindustrie. Überall werden Arbeitsplätze gebraucht – eine Spaltung in Länder oder
Standorte lehnen wir ab. Bisher hat sich GM/Opel auch die
Zähne an den Bochumern ausgebissen, Kündigungen mussten zurückgenommen werden.

Wir wollen nicht länger alleine mit dieser Situation fertig werden, sondern uns für eine lebenswerte Zukunft einsetzen – gemeinsam
sind wir stark. Deshalb schließen wir, Frauen, Freundinnen, Mütter, Familien und Opel-Arbeiterinnen uns zusammen für den Kampf um jeden Arbeitsplatz. Damit wollen wir auch zeigen – wenn sich die Kolleginnen und Kollegen bei Opel für einen Streik entscheiden, sind wir da. Wir organisieren ab sofort die Solidarität, sammeln Spenden, machen eine Öffentlichkeitsarbeit und Protestaktionen.

Wir stärken den Kollegen den Rücken bei ihrem Kampf, sagen aber auch ganz klar:

Mit uns Frauen legt ihr euch besser nicht an! BASTA! Es ist genug!

Für eine menschenwürdige Zukunft – Keine Schließung in Bochum oder
einem anderen Standort!

Nächste Treffen:
Dienstag, 3.7., 18 Uhr, Cafe Cheese,
Alte Bahnhofstraße 180, Bochum-Langendreer
Wir gehen mit Kind und Kegel zum Grillfest von der
Betriebsratsgruppe “Offensiv”, 21.7., ab 15 Uhr,
Sportplatz SV Post Altenbochum, Auf der Heide (Nähe Opel-Ring)

Aktionen

Montag 25.6.
Tag der Unterschriftensammlung für das “Zukunftsprogramm zum Kampf um jeden Arbeitsplatz”. Wir sammeln auf der Arbeit, in Familie und Nachbarschaft und auf den Montagsdemonstrationen

Dienstag 26.6.
“Bochumer Künstler für Opel”, “Die Arbeit bleibt hier – keine Werksschließung in Bochum”, Solidaritätsaktion des Schauspielhauses Bochum mit lokalen Künstlern und Sportlern. 19.30 Uhr, Platz vor dem Schauspielhaus Bochum

Donnerstag 28.6.
Protestcamp vor dem Opel-Werk ab 12.30 Uhr (Schichtwechsel) und “Solidaritätsfest” von 17.30-19.30 Uhr
Veröffentlichung Stand der Unterschriftensammlung für das
Zukunftsprogramm, Offenes Mikrofon, Kultur und vieles mehr …
am Tor 4, Wittener Straße, Bochum

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