Presseinformation 28.4.2013

Nach Ansicht des Kommunalwahlbündnisses „Essen steht AUF“ bestätigen sich Kritiken und Zweifel, die seit Anbeginn gegenüber der sog. „Ertüchtigung“ der Messe bestehen. Ratsherr Dietrich Keil von „AUF“ hält die Investitionen von 123 Mio plus 12 Mio für Parkflächen, sowie den jährlichen Zuschuss von fast 15 Mio als Verlustausgleich aus der Stadtkasse nach wie vor für nicht vertretbar: Das Geld hat die Stadt nicht und muss sich noch höher verschulden, während Investitionen in die marode Infrastruktur der Stadt oder für Bildung und Kultur gekürzt werden oder unterbleiben.

„Für die Messewirtschaft zeigt angesichts der Krisen im Euroraum, aber auch des internet-Handels der Daumen nach unten“, so Keil. „Das will die Messe-Leitung nicht wahrhaben. Essens Messe steht in Konkurrenz zu weitaus größeren Messeplätzen ganz in der Nähe in Düsseldorf und Köln. Da klingt es wie Pfeifen im Wald, wenn OB und Messechef trotzig auf „Augen zu und durch“ schalten. Wer sich für die Prüfung von Alternativen, Spezialisierung oder Kleinersetzen der Messe eingesetzt hat wie „Essen steht AUF“ und die LINKE, soll jetzt als Miesmacher dastehen.“

Längst sei klar, dass auch die 123 Mio für die bisherigen Pläne nicht reichen. Abgespeckt werden soll aber nicht an der überdimensionierten Fläche, sondern an der architektonischen Qualität. Für „Essen steht AUF“ ist das Durcheinander bei den Baukosten, im Aufsichtsrat und der Messeleitung, bei dem Schwarze Peter hin und hergeschoben werden, Ausdruck einer Konzeptionslosigkeit, die auf Kosten der Bürger geht.

Mit der Bitte um Berichterstattung
und freundlichen Grüßen

Dietrich Keil
Ratsherr „Essen steht AUF“

Für Rückfragen 0201-556323


Pressemitteilung LINKSFRAKTION Essen:

Zitat aus der Pressemitteilung der Linksfraktion:

In einem Gutachten von PricewaterhouseCoopers (PwC) zur Wirtschaftlichkeit des beschlossenen Messe-Ausbaus, wurden erhebliche Zweifel an diesem Konzept geäußert. Die veranschlagten Baukosten wurden als nicht nachvollziehbar bezeichnet. Eine wirtschaftliche Überlegenheit der Vorwärtsstrategie gegenüber anderen Optionen lasse sich nicht ableiten. „Doch der Rat von PwC, Alternativen zum Messe-Ausbau zu erarbeiten, wurde von der Mehrheitspolitik bis hin zu den Grünen in den Wind geschlagen“, kritisiert Leymann-Kurtz. „Die Zeche zahlen am Ende des Tages die Bürgerinnen und Bürger durch weitere Kürzungen in dieser Stadt.“

und Reaktionen dazu:


LD-Kommentar

Ein schöner Artikel in der NRZ über die LINKE, der zeigt, dass DIE LINKEN auch mal tun wofür sie mal gewählt worden waren.  Im Weitergeben von sogenannten geheimen Informationen, die die Bürger betreffen und nicht so geheim sein sollten, könnte aber auch geschickter vorgegangen werden, wie ein Beispiel aus der Nachbarstadt Wülfrath zeigt.

Klaus Jann schrieb in seinem Online-Tagebuch darüber:

Vor genau einem Monat, in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember (also noch vor Weihnachten) erschien mir lange nach Mitternacht ein Traumverkünder und rief mir zu : “Die Goethe-Passage ist geplatzt”. Die Goethe-Passage war damals noch unser vielgepriesenes neues Einkaufszentrum auf dem Gelände des Ex-Rathauses.

Ich hab’ damals meinen Traum hier im Tagebuch öffentlich gemacht und am 29. Dezember schrieb dann die Westdeutsche Zeitung: “Klaus H. Jann hat geträumt: Die Goethepassage ist geplatzt…”

Da haben in Wülfrath alle große Augen gemacht und die Bürgermeisterin hat umgehend dementiert “Die Goethe-Passage ist nicht geplatzt.” Und mehr noch: In einer nichtöffentlichen Sitzung im Rathaus wurde ich – in Abwesenheit – heftig gerügt… Das ist jetzt vier Wochen her. Heute steht als Aufmacher in allen Zeitungen: “Goethepassage ist passé” (Rheinische Post) oder “Goethe-Passage ist gescheitert” (Westdeutsche Zeitung).

Mein Traum ist also Realität geworden. Jetzt machen wieder alle große Augen und fragen: Klaus, woher wußtest du das denn? – Gewußt? Nein, ich habe geträumt… Und ich habe natürlich nicht vergessen, daß die Wülfrather und Wülfratherinnen uns seit über 25 Jahren auch wegen unseres Versprechens “Wir schaffen das gläserne Rathaus” wählen. Kungelrunden, bei denen hinter den Kulissen Wülfrath verscherbelt werden soll, sind mit uns auch nach 25 Jahren nicht zu machen. Und deshalb sind wir jetzt auch ganz, ganz wachsam, was die “Experten” im Rathaus (und anderswo) mit unserer Stadthalle vorhaben. Von der Losung “Die Stadthalle bleibt” (die in Wülfrath eine große Mehrheit findet) werden wir nicht abrücken…

Klaus Jann am 6.Februar 2013 auf einem Treffen der Landes-Arbeitsgemeinschaft Rote-Reporter in Essen

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