Zum Giftmüllskandal in Nordrhein-Westfalen wurde am Dienstag, den 4.3 in Herten eine spanndende Diskussion geführt

Das kommunale Wahlbündnis „AUF Herten“ hatte die Gelsenkirchener Stadträtin Monika Gärtner-Engel eingeladen. Auch der gemaßregelte und mit einem Redeverbot belegte Bergmann und Sprecher der Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“, Christian Link, war dabei, und ließ sich nicht von der Abmahnung seiner Firma abschrecken öffentlich aufzutreten. Siehe: Protestkundgebung gegen die Abmahnung am 11.3.2014 um 8.15 Uhr vor dem Dortmunder Arbeitsgericht

Die detaillierten und akribischen Recherchen inklusive Akteneinsicht von Monika Gärtner-Engel belegen Christian Links Warnungen vor einer drohenden regionalen Umweltkatastrophe.

Auch der Landtag in Nordrhein-Westfalen weiß längst mehr, als er öffentlich erklärt. Wie aus einem Protokoll des NRW-Umweltausschuss hervorgeht, hat die RAG bereits im Juli 2013 angekündigt, die Wasserhaltung auf ihren Zechen zurückzufahren. Laut Protokoll berichtete der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Deppe aus Bergisch Gladbach:

„Am 11.07. sei die Ruhrkohle im Landtag gewesen und habe in einem Vortrag berichtet, dass sie den Grubenwasserspiegel von ca. 1.000 m auf etwa 500 m anheben wolle. Das sei angeblich alles total unproblematisch. … Hier gehe es darum, dass später an bestimmten Stellen – die Ruhrkohle habe es dargestellt – überwiegend in den Rhein entwässert werde. Im Rhein sei der Verdünnungseffekt größer.

Erst würden die Schadstoffe durch Verbrennung konzentriert, dann würden sie eingelagert, man lasse sie da 20 Jahre liegen, um sie dann verdünnt in die Umwelt über den Rhein zu entlassen. Das könne nicht der Weg einer vernünftigen Abfallentsorgung sein“, so Deppe.

Die Veranstaltung in Herten begann um 19.00 Uhr im Glashaus in der Hertener Innenstadt, Hermannstr. 16.


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