F.E.L.S sagt NEIN zu Generälen

Pressemitteilung

F.E.L.S sagt „NEIN“ zu Generälen
In der seit Monaten anhaltenden Debatte zur Umbenennung der Von-Einem-Straße und Von-Seeckt-Straße zurück zur Ortrudstraße und Irmgardstraße bezieht das Forum Essener Lesben und Schwulen klare Position.

Die 1937 durch die Nationalsozialisten vorgenommene Umbennung der Straßen zu Ehren der beiden Generäle Karl von Einem und Hans von Seeckt wurde im Frühjahr 2012 durch die amtierende rot-grüne Bezirksvertretung für nicht weiter tragbar befunden. Beide Straßen sollen ihre Ursprungsnamen zurück erhalten.

In der seitdem geführten Diskussion zwischen der Bürgerinitiative „ProVon“, welche die Beibehaltung der aktuellen Namen fordert, und dem „Netzwerk Irmgard und Ortrud“ als Befürworter der Umbennnung tritt F.E.L.S nun dem Netzwerk als Unterstützer bei.

Die Argumentation der Initiative „ProVon“ lautet, man dürfe die Greueltaten der Reichsmacht-Generäle zwar keineswegs gutheißen und müsse sich als Einwohner dieser dunklen Periode deutscher Geschichte stellen. Soweit stimmen wir mit der Initiative überein.

Wir sind allerdings der Meinung, dass ein solches Gedenken und die notwendige Auseinandersetzung mit dem Thema nicht dadurch erreicht werden kann, dass zwei Straßen nach den für unzählige Missetaten gegen die Demokratie und die Menschenrechte verantwortlichen Generälen dieser Zeit benannt bleiben. Hier kann es sich lediglich um Beibehaltung von Gewohnheiten handeln.

Ganz im Gegenteil sind wir der Meinung, dass eine sinnvolle Auseindandersetzung mit dem Thema des Nationalsozialismus einer fortwährender Arbeit und auch Korrektur von Fehlern bedarf – von denen die Rückbenennung der beiden Straßen eine notwendige ist.

Es ist aus unserer Sicht für die heutige demokratische Gesellschaft in keinster Weise tragbar, dass zwei Männer, welche für Genozid, Befürwortung und Unterstützung Hitlers und die Abschaffung der Demokratie verantwortlich zeichnen, durch die Namenspatenschaft in unserem Straßenbild geadelt werden.

Auch wenn die von ihnen vor und im dritten Reich begangenen Taten keinesfalls einfach getilgt werden können – und das Gedenken an diese deutsche Verantwortung keinesfalls aus dem Bewusstsein der Essener Bürger getilgt werden soll – gilt es dennoch, eben solche Fehler wie die Würdigung solcher Männer zu korrigieren.

Diese Korrekturen wollen wir unterstützen, indem wir alle Bürger aufrufen, beim Bürgereintscheid am 03. Februar mit einem klaren „NEIN“ zur Würdigung dieser Männer zur stimmen.

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