Wind, Flaute oder Sturm

Zum „anderen Extrem“ und zur Hufeisentheorie

[Update 26.1.2022] Unten kommentiert und dokumentiert: „Das Hufeisenmodell – zeitgemäß oder Auslaufmodell?“
Ein Artikel aus der Zeitschrift „Deutsche Polizei“ der Gewerkschaft der Polizei.

aus Herrn Stengleins Kommentar am 22.1.2022 in WAZ-Essen:

Zweifellos hat Herr Stenglein recht, wenn er in seinem Kommentar schreibt, dass es kein Zeichen von Radikalisierung sein muss, die Beschränkung von Freiheitsrechten zu hinterfragen. Herr Stenglein erkennt auch an, dass eine Corona-Infizierung für Ungeimpfte bedeutend mehr Risiken birgt, als eine Impfung selbst. Soweit bin ich mit ihm einer Meinung. Da wo Herr Stenglein aber beginnt von „Extremismus“ zu schreiben, rührt sich bei mir ein Widerspruch. Diese Gleichsetzung von links und rechts, von Rechtsextremismus und Linksextremismus, auch als „Hufeisentheorie“ bezeichnet, finde ich nicht richtig. Mit freundlichen Grüßen, Olaf Swillus

Eine Kontroverse


Leserbrief von Olaf Swillus zum Leserbrief von Ralf Krumpe „Das andere Extrem“ in der WAZ/NRZ-Essen vom 20.1.2022

Ralf Krumpe spricht von Extremen, und lehnt sowohl das eine, als auch „das andere Extrem“ ab. Das andere Extrem ist aber das radikal Gute, das gegen das extrem Böse steht.

Das extrem Böse verbreitet alt-bekannte, antisemitische Denkmuster von der Existenz einer angeblich geheimen Elite mit ebensolch geheimen Plänen.

Es meint sozial-darwinistisch: Soll doch sterben, wer nicht gesund genug ist.

Beleidigt geschichts-revisionistisch Opfer des NS-Regimes, indem es sich selbst als „verfolgt wie die Juden“ bezeichnet.

Geht zunehmend verbal und körperlich gewaltbereit gegen Journalist:innen, Beamt:innen und sogar Ärzt:innen vor, die ohnehin schwer genug mit der Pandemie zu kämpfen haben.

Das extrem Böse:

Das sind Rechts-extremisten, Nazisten, Faschisten und Menschen´-feinde, die eine Ideologie der Ungleichheit und des Rechts des Stärkeren vertreten, und Anders-denkende mit Gewalt bedrohen.

Das radikal Gute steht dagegen, und niemand sollte Extrem-Böse mit Radikal-Gut vergleichen, und die sogenannte Mitte zwischen Gut und Böse anstreben, statt zu hoffen, dass Radikal-Gut mit dazu beiträgt die Mitte zu verbessern.

Es ist gut, dass radikal linke Organisationen und Parteien dem Aufruf gegen das extrem Böse folgen.

Und ich würde mich freuen, wenn ich Ralf Krumpe davon überzeugen könnte, es ebenso zu tun.

Mit freundlichen Grüßen Olaf Swillus


Herr Stenglein macht keinen Unterschied zwischen Rechts und Links und vertritt in seinem Kommentar am 22.1.2022 in der WAZ-Essen eine Hufeisen-Theorie.

http://www.linksdiagonal.de/2019/08/24/radikal-gut-extrem-boese-und-die-mitte-dazwischen/

zu Herrn Stengleins Kommentar am 22.1.2022 in WAZ-Essen:

https://www.waz.de/staedte/essen/was-spaziergaenger-in-essen-und-ihre-gegner-gemeinsam-haben-id234376617.html

Zweifellos hat Herr Stenglein recht, wenn er in seinem Kommentar schreibt, dass es kein Zeichen von Radikalisierung sein muss, die Beschränkung von Freiheitsrechten zu hinterfragen. Herr Stenglein erkennt auch an, dass eine Corona-Infizierung für Ungeimpfte bedeutend mehr Risiken birgt, als eine Impfung selbst. Soweit bin ich mit ihm einer Meinung. Da wo Herr Stenglein aber beginnt von „Extremismus“ zu schreiben, rührt sich bei mir ein Widerspruch. Diese Gleichsetzung von links und rechts, von Rechtsextremismus und Linksextremismus, auch als „Hufeisentheorie“ bezeichnet, finde ich nicht richtig. Mit freundlichen Grüßen, Olaf Swillus

https://www.mlpd-essen.de/internationalistisches-buendnis-essen-kein-platz-fuer-rechte-querdenker-aufmaersche-in-essen

http://www.linksdiagonal.de/2022/01/20/internationalistisches-buendnis-gegen-rechte-querdenker-aufmaersche-in-essen/



[Update 26.1.2022] Kommentiert und dokumentiert: „Das Hufeisenmodell – zeitgemäß oder Auslaufmodell?“
Ein Artikel aus der Zeitschrift „Deutsche Polizei“ der Gewerkschaft der Polizei.

nach „Hufeisentheorie“ gegoogelt und gefunden, dass Herr Stenglein mit seiner Auffassung „Rechts == Links“ nicht so alleine ist. In der Zeitschrift „Deutsche Polizei“ der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wird in einem Artikel räsoniert:

„Das Hufeisenmodell – zeitgemäß oder Auslaufmodell?“

Und was ist das Ergebnis? Die deutsche Polizei braucht das Hufeisenmodel um den Extremismus besser zu verstehen und zu bekämpfen.

In Teilen der Öffentlichkeit gehöre es mittlerweile zum guten Ton, linksextremistische Gewaltausbrüche als „zivilen Ungehorsam“ gegen einen angeblichen Repressionsstaat zu verharmlosungen.

Zitat aus „Das Hufeisenmodell – zeitgemäß oder Auslaufmodell?“

Beunruhigend, dass das in einer Zeitschrift der GdP, einer DGB – Gewerkschaft zu lesen ist. Da kann einem Angst und Bange werden vor der Rechtsentwicklung in vielen Teilen der Gesellschaft. Gerade wurde ja erst für NRW ein neues Versammlungsgesetz verabschiedet, das der Polizei mehr Willkürrechte gibt Situationen einzuschätzen. Stenglein Kommentare sind schon ein Problem. Aber leider nicht das größte Problem in diesem Land.

Hier dokumentiert der ganze Artikel:

zum Hufeisen:https://www.rf-news.de/2020/kw44/extrem-unbrauchbar-die-gleichsetzung-von-links-und-rechts

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