Wind, Flaute oder Sturm

Solidaritäts- und Arbeitseinsätze an der Ahr

Eine Hochwassermarke von 1910

ist an einem Haus in Ahrweiler auf etwas mehr als Kniehöhe zu finden.

In diesem Jahr, 2021, ging jedoch das Hochwasser über das erste Geschoss hinaus,- bis 20 cm unter die Zimmerdecke der ersten Etage. Im ersten Stockwerk eines Hauses musste der Putz abgeschlagen werden. Eine mühevolle Aufgabe. Einige Kolleg:innen aus der Umweltgewerkschaft waren am Wochenende bei einem Fluthilfeeinsatz in Ahrweiler und bekamen diese Aufgabe zugeteilt. Organisiert wurde das über die Köln/Leverkusener-Umweltgewerkschaft mit Hilfe einer Initiative aus dem Katastrophen-Gebiet. ( Für Helfer – Helfer Shuttle (helfer-shuttle.de ) Die Umweltgewerkschaft hatte darüber Kontakt aufgenommen.

und es geht weiter:

Zitiert aus:
Umweltgewerkschaft – Montag 9.8. bis Freitag 13. 8, UG-Solidaritäts- und Arbeitseinsatz im Flutgebiet an der Ahr-Mündung

Montag 9.8. bis Freitag 13. 8, UG-Solidaritäts- und Arbeitseinsatz im Flutgebiet an der Ahr-Mündung

Auch im Mündungsgebiet der Ahr in den Rhein, im Raum Sinzig und Remagen, gibt es enorme Schäden an Häusern, Brücken und Straßen. Selbst dort, obwohl schon flaches Gebiet, sind 12 Menschen in einem Heim ertrunken. Darüber hinaus ist das Naturschutzgebiet der Ahr-Mündung durch das gigantische Hochwasser mit Schutt und Müll verdreckt und mit Öl usw. kontaminiert. Ein ganz besonderes Problem ist, dass durch die Zerstörung eines großen Getränke-Warenlagers weit über 1 Million Flaschen und Plastikflaschen-Gebinde über das Naturschutzgebiet verstreut sind. Die müssen einzeln eingesammelt werden, zusammen mit dem übrigen Müll. Freiwillige Helfer*innen sind jedes Wochenende am säubern und einsammeln, und freuen sich auch unter der Woche über jede weitere Hilfe! Ihr fester Treffpunkt ist auf der hier abgebildeten Karte zu entnehmen – dort trifft sich auch der Einsatz-Trupp der Umweltgewerkschaft am Montag, 9.8. um 15 Uhr (und in den folgenden Tagen voraussichtlich jeweils 9 Uhr).


Hintergrund

Die absehbare Katastrophe

15/2021Bernhard Trautvetter

Die Konsequenzen der Flutkatastrophe in Westdeutschland mit vielen Toten, Vermissten und Traumatisierten, mit Zerstörungen, die an Kriegsfolgen erinnern, lassen sich nicht mit einem vom Deutschen Städtetag geforderten, großzügig finanzierten Wiederaufbau aus der Welt schaffen. Das Wort »Jahrhunderthochwasser« klingt so, als handele es sich um ein außergewöhnliches Ereignis, dessen Zwangsläufigkeit jedoch schon lange bekannt ist: Durch die Zunahme der Temperatur erhöht sich die Meerwasserverdunstung, und der vermehrte Wasserdampf in der Luft intensiviert das Unwettergeschehen. Denn was nach oben verdunstet, kommt auch wieder runter. Dieser Mechanismus folgt einem einfachen physikalischen Gesetz – der »Clausius-Clapeyron-Gleichung« –, wonach der Sättigungsdampfdruck von Wasserdampf mit steigender Temperatur exponentiell ansteigt. An entsprechenden Warnungen, dass es deshalb vermehrt zu extremen Regenfällen kommen wird, herrscht seit Jahren kein Mangel. … weiter…

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