vor 75 Jahren, am 6. und 9. August …

Einladung zum Gedenken:

vor 75 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000 Menschen. Auch gab es mehr als 100.000 Menschen mit Verletzungen und selbst die Folgegenerationen leiden noch unter den Langzeitfolgen. Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen! Gedenken Sie mit uns der Atombombenopfer!

Wir laden Sie und Ihre Freunde am Samstag, 08.08.2020 um 15 Uhr zu einer Gedenk-Veranstaltung in das Forum Billebrinkhöhe – Inklusive Kultur, Billebrinkhöhe 72, 45136 Essen, herzlich ein.

Angelika Claussen, IPPNW-Präsidentin für Europa, wird zu uns sprechen. Die Veranstaltung wird von den japanischen Musikerinnen Shino Watanabe (Klavier) und Ayako Püschel (Flöte) begleitet. Außerdem werden mehrere Friedensfreund*innen Friedens-Gedichte rezitieren.
Darüber hinaus werden wir die Ausstellung „Hiroshima und Nagasaki“ der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) eröffnen, die 2 Wochen lang im Forum Billebrinkhöhe zu sehen sein wird.
Die Ausstellung zeigt die medizinischen Sofort- und Langzeitfolgen für die Opfer sowie globaler Gefahren von Atomwaffeneinsätzen. Die Schrecken von Hiroshima und Nagasaki dürfen sich niemals wiederholen. Zum ersten Mal werden Essener Bürgerinnen und Bürger japanischer Herkunft an unserer Veranstaltung teilnehmen. Wir würden uns freuen, auch Sie zahlreich begrüßen zu dürfen.

Mit friedlichen Grüßen
Essener IPPNW
pax christi Forum
Friedensforum Essen
Diözesanverband Essen

Billebrinkhöhe
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Straßenbahn Linie 109 (zeitweise auch Linie 103) bis (H) Dinnendahlstraße, zu Fuß weiter auf der Dinnendahlstraße, an der Ampelkreuzung geradeaus, an der nächsten Kreuzung nach links in die Straße Lönsberg, kurz darauf
erreicht man das Forum Billebrinkhöhe an der Einmündung Billebrinkhöhe, erkennbar am ehemaligen Kirchturm.

Vor 75 Jahren, am 6. und 9. August 1945,

hat die US-Luftwaffe Hiroshima und Nagasaki mit 2 Atombombenabwürfen in ein Inferno verwandelt. Heute bedrohen uns weltweit noch immer mehr als 15.000 Atomwaffen!
Auch in Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für die Atomwaffen in Büchel angeschafft werden. Damit würde die nukleare Teilhabe Deutschlands für die kommenden Jahrzehnte
festgeschrieben. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf:

den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und zu ratifizieren!

die Pläne, die Bundeswehr mit neuen f-18 Kampfflugzeugen für einen Atomwaffeneinsatz auszustatten, unbedingt zu stoppen!


Die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags durch die deutsche Bundesregierung befürworten 92 Prozent aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger. Außerdem lehnen insgesamt 78 Prozent der Befragten den Kauf von Kampfflugzeugen als Atomwaffenträger ab. Laut Berechnungen von ICAN könnten sich die Gesamtkosten von insgesamt 135 neuen Flugzeugen inkl. 90 Eurofightern über eine veranschlagte 30-jährige Nutzungszeit einschließlich der Kosten für Wartung, Treibstoff und weiteren Anpassungen auf über 100 Milliarden Euro belaufen.
Wir erinnern an das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der IGH stellte fest, es bestehe „eine völkerrechtliche Verpflichtung, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen“. Massenvernichtungswaffen stellen eine immense Bedrohung für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dar. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Infrastruktur und hohe Einwohnerzahlen herausgehobene Ziele. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und langanhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Wir setzen uns dafür ein, dass es weltweit keine militärischen Vorrichtungen für einen Atomkrieg mehr gibt, denn ihr Einsatz wäre das Ende der Zivilisation.


Helfen Sie uns, an möglichst vielen Orten sichtbar an die Opfer der Atombombenabwürfe zu erinnern und einen deutschen Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot zu fordern!

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