Corona: Protest gegen unmenschliche Zustände in Flüchtlingsunterkunft

Shut down Lindenstraße! Corona – Protection is everybody's right!

In the camp Lindenstraße in Bremen-Vegesack live 700 people close together, in rooms with up to 10 people, sharing all sanitary and eating facilities. It is impossible for the residents of the camp to protect themselves against the corona-virus! Listen to what they have to say!Support the fight of the people living there to shut down Lindenstraße!The video was made by the film maker Anne Frisius.

Gepostet von Together we are Bremen / Shut down Gottlieb Daimler Straße Camp am Samstag, 28. März 2020

Corona: Protest gegen unmenschliche Zustände in Flüchtlingsunterkunft

Hier ein Video von der Protestaktion

Lindenstraße is the „arrival-centre“ for refugees in Bremen with about 700 inhabitants in a former industrial building. The people are living in bedrooms of 6-10 people with locked windows. The walls are in part not up to the ceiling, so everybody hears everybody; the noise level is all the time very high. The eating is centralized, the people can only eat during fixed times all together the cantine-food. Due to Corona Virus the kids are not allowed anymore to the sad playground. „Social distancing“ is impossible. If officials are serious about Corona protection, the camp has to be shut down as fast as possible.

In Bremen forderten gestern rund 50 Menschen bei einer Kundgebung die Schließung einer völlig überbelegten Flüchtlingsunterkunft.
RF-News-Bericht: (ms Samstag,  28.03.2020,  12:50 Uhr )
https://www.rf-news.de/2020/kw13/corona-protest-unmenschliche-zustaende-fluechtlingsunterkunft

Die Unterkunft in der Lindenstraße ist das „Ankunftzentrum“ für Flüchtlinge in Bremen mit etwa 700 Einwohnern in einem ehemaligen Industriegebäude. Die Menschen leben in Schlafzimmern mit 6 bis 10 Menschen und geschlossenen Fenstern. Die Wände gehen teilweise nicht bis zur Decke, so hört jeder jeden; das Geräuschniveau ist die ganze Zeit sehr hoch. Das Essen wird zentralisiert, die Menschen können nur während fester Zeiten alle zusammen das Kantineessen zu sich nehmen.

Nun wird gegen die Protestierenden ermittelt, weil sie angeblich die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht eingehalten haben. Auch in Bremen-Vegesack hatte sich kurz vorher eine ähnlich große Gruppe vor einer Unterkunft versammelt.

Der Fall zeigt, dass die von Bundes- und Landesregierungen am Sonntag verhängten Notstandsmaßnahmen vor allem darauf abzielen, berechtigte Proteste unter anderem gegen unzureichende Schutzmaßnahmen zu kriminalisieren und zu unterdrücken. Dagegen hat die MLPD von vornherein energisch protestiert unter der Losung: „JA zu Gesundheitsvorsorge – NEIN zu heuchlerischen Notstandsmaßnahmen!“

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.