Radikal Gut, Extrem Böse und die Mitte dazwischen …

Der Gebrauch des Wortes „Extremismus“, der den rechten und einen sogenannten „linken“ -Extremismus in eine Reihe stellt ist zu beklagen.

Denn Rechtsextremisten sind Nazisten, Faschisten und Menschenfeinde, die eine Ideologie der Ungleichheit und des Rechts des Stärkeren vertreten, und Andersdenkende mit Gewalt bedrohen. Radikale Linke stehen dagegen, damit die „Mitte“ nicht immer weiter nach rechts rückt.

Oder um es in die Sprache der Religion zu übertragen: Links gleich Gut. Rechts gleich Böse. Dann würde auch niemand Extrem-Böse mit dem Radikal-Gut vergleichen, und die sogenannte Mitte zwischen Gut und Böse anstreben.

Neulich in WAZ-Essen (22.8.2019):

Die Linksfraktion hält dagegen:

https://www.linksfraktion-essen.de/nc/detail/news/viel-unterstuetzung-fuer-demo-gegen-steeler-jungs/

Pressemitteilung der Essener Linksfraktion, 22. August 2019
Viel Unterstützung für Demo gegen „Steeler Jungs“

Die Ratsfraktion DIE LINKE zeigt sich erfreut, dass der Aufruf zur Demonstration am 14.September 2019 von „Essen stellt sich quer“ in kurzer Zeit so viele Unterstützung findet. Viele Menschen wollen den sog. „Steeler Jungs“ entgegentreten. Das hat der Rat der Stadt im Mai völlig zu Recht mit seiner Resolution unterstützt.

„Die Behauptung von Kai Hemsteeg vom Essener Bürger Bündnis(EBB), diese Resolution sei schuld an einer möglichen Eskalation in Steele, ist fahrlässige Geschichtsklitterung“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.  „Damit verlässt er den demokratischen Grundkonsens der Stadtgesellschaft, sich gegen rechte Provokationen zu stellen und das ausgerechnet nachdem die Verbindung der ,Steeler Jungs‘ in die Naziszene völlig eindeutig sind. Gerade Kai Hemsteeg sollte wissen, dass deren bürgerwehrähnlicher Anspruch auf die Untergrabung des im Grundgesetz verankerten Rechtsstaatsprinzips zielt.“ Deshalb ist es nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE auch nicht hilfreich, dass Oberbürgermeister Thomas Kufen eine Gleichsetzung der ins Rechtsradikale reichenden Aktionen der Steeler Jungs mit den Protesten linker Gruppen nahe legt. Dadurch kann einer Verharmlosung gewaltbereiter Neonazis, die auch verstärkt aus anderen Städten nach Steele reisen, das Feld bereitet werden. Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und viele weitere Gewalttaten sollten eine Warnung sein, wozu die Neonaziszene und ihr weites Umfeld fähig sind.

 „Wir halten ebenfalls nichts davon, dass von ,außen‘ zu einer eigenen Demonstration am 19. September aufgerufen wird, statt sich vor Ort in das Bündnis einzubringen“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Überzogene Begriffe wie ,Nazikiez‘ und die ablehnende Haltung zur Einbindung der lokalen Bevölkerung sind absurd und kontraproduktiv. Wir rufen deshalb dazu auf, sich mit friedlichem Mitteln an der Demonstration am 14. September zu beteiligen. Es wäre schön, wenn auch Oberbürgermeister Thomas Kufen daran teilnehmen würde.“  

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