ESSQ-PM: Hetzer und Heuchler! Bedenkt Euer Tun!

Im Original war die Überschrift Hetzer und Heuchler! Haltet euer Maul!“ Mir gefiel diese Überschrift nicht, der Text und die Ausseinandersetzung mit dem Thema ist aber gut.
(Weitere Texte und Aufrufe:

Ein Kind stirbt. Ein Mann stößt es und seine Mutter vom Bahnsteig vor einen Zug. Geschehen in Frankfurt. In Essen-Altenessen lässt ein Vater seinen zweijährigen Sohn verdursten, eingeschlossen in sein Zimmer. In Voerde stößt ein Mann eine Frau vom Bahnsteig ins Gleis. Die Frau stirbt. In Wächtersbach schießt ein Rechtsradikaler auf einen Mann aus Eritrea und tötet dann sich selbst. Er wollte noch einen Flüchtling mitnehmen. In Kassel erschießt ein Nazi einen CDU-Politiker wegen dessen Meinung zur Flüchtlingspolitik.

All diese Fälle machen fassungslos, sie machen wütend, erzeugen ein Gefühl von Hilflosigkeit. Zu allererst erzeugen sie jedoch Trauer bei den Familien, Freund*innen und Bekannten, Angehörigen. Als Außenstehende können wir den Hinterbliebenen nur viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen, ein starkes soziales Netz, das sie auffängt.

Solche Taten geschehen leider in Deutschland immer wieder. Im Bündnis Essen stellt sich quer trauern wir mit den Angehörigen, den Familien um die Opfer. Das ist für uns selbstverständlich.

Selbstverständlich ist auch, den Familien Rückzugsraum zu geben, weswegen wir uns normalerweise nicht zu Verbrechen äußern, die keinen direkten rassistischen oder rechtsradikalen Hintergrund haben, damit die Fälle nicht noch medial befeuert werden. Auch das gehört für uns selbstverständlich zur Pietät gegenüber den Opfern.

Derartiger Anstand ist vielen politisch Verantwortlichen der AfD und anderen rechtsradikalen Gruppen fremd. Ihnen geht es nicht um Solidarität mit den Hinterbliebenen. Ihnen geht es um das Ausschlachten und Ausnutzen für die eigene politische Agenda. Festmachen kann man das immer wieder daran, dass Vertreterinnen und Vertreter der AfD bei jeder Verbrechensmeldung anbeißen, bei der ein Mensch mit Migrationshintergrund tatverdächtig ist, bei Verbrechensmeldungen, bei denen aber Deutsche die mutmaßlichen Täterinnen und Täter sind, still bleiben, oder abwiegeln. Beim zutiefst zu verurteilenden Mord an Walter Lübke beschwichtigte Alice Weidel (AfD), man solle „nicht den politischen Diskurs“ von solchen Mördern bestimmen lassen. Den ebenfalls zutiefst zu verurteilenden Mord an dem Jungen in Frankfurt nutzt sie als Aufhänger, um gegen die „Willkommenskultur“ zu giften. Zwei Menschen wurden ermordet und statt still und solidarisch zu trauern instrumentalisiert die AfD die Taten. Wie sich zeigt, mit zweierlei Maß: Auf der einen Seite wird Rechtsterrorismus verharmlost, auf der anderen wird sie für ihren blanken Rassismus genutzt.

Auch andere rechtsradikale Gruppen springen derzeit deutschlandweit auf den Zug auf, den Mord aus Frankfurt für ihre eigene Politik zu missbrauchen. Für heute Abend ruft der stadtbekannte, mehrmals verurteilte Räuber und Zuhälter, der als ehemaliger „Pate von Essen“ von allen nur „Coca“ genannt wird, gestern Abend (30.7.) am Hauptbahnhof zu einem „Trauermarsch“ gemeinsam mit den „Huttroper Jungs“ auf. Im Aufruf entlarvt „Coca“ direkt selbst, dass es ihm eigentlich nicht um Trauer, sondern darum geht, dass die „Regierung […] verschissen“ habe. Eine politische Demonstration, bei der der Tod eines Jungen als Vorwand genommen wird.

Der dringend Tatverdächtige in Frankfurt kommt aus der Schweiz, lebt seit 13 Jahren dort, hat Familie mit drei Kindern und einen dauerhaften Aufenthaltsstatus gemäß den schweizerischen Gesetzen. Seine Gründe für die Tat sind völlig offen. Dass er aus Eritrea stammt, ist für die „Steeler Jungs“ und die „Huttroper Jungs“ der eigentliche Grund für die Versammlung. Das ist – so sehr die Tat zu verurteilen ist – rassistisch!

Als Bündnis Essen stellt sich quer verurteilen wir die miese Vereinnahmung des Todes eines Kindes aufs Schärfste! Wir trauern mit den Hinterbliebenen aller genannten Taten und appellieren an alle Essenerinnen und Essener, den Hetzern nicht auf den Leim zu gehen. Wir rufen dazu auf: Kommt am Donnerstag, den 1. August um 17:30 Uhr zur Kundgebung von Steele bleibt bunt und trauert still, würdig und solidarisch gemeinsam mit Menschen, die angesichts der genannten Taten ebenfalls verunsichert, fassungslos oder einfach entsetzt sind. Lasst uns jedoch auch klar machen: Die rassistische Hetze, in welche die „Steeler Jungs“ die Wut und Trauer umwandeln wollen, hat für uns Demokratinnen und Demokraten keinen Platz!

Ein Kind stirbt. Ein Mann stößt es und seine Mutter vom Bahnsteig vor einen Zug. Geschehen in Frankfurt. In Essen-Altenessen lässt ein Vater seinen zweijährigen Sohn verdursten, eingeschlossen in sein Zimmer. In Voerde stößt ein Mann eine Frau vom Bahnsteig ins Gleis. Die Frau stirbt. In Wächtersbach schießt ein Rechtsradikaler auf einen Mann aus Eritrea und tötet dann sich selbst. Er wollte noch einen Flüchtling mitnehmen. In Kassel erschießt ein Nazi einen CDU-Politiker wegen dessen Meinung zur Flüchtlingspolitik.

All diese Fälle machen fassungslos, sie machen wütend, erzeugen ein Gefühl von Hilflosigkeit. Zu allererst erzeugen sie jedoch Trauer bei den Familien, Freund*innen und Bekannten, Angehörigen. Als Außenstehende können wir den Hinterbliebenen nur viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen, ein starkes soziales Netz, das sie auffängt.

Solche Taten geschehen leider in Deutschland immer wieder. Im Bündnis Essen stellt sich quer trauern wir mit den Angehörigen, den Familien um die Opfer. Das ist für uns selbstverständlich.

Selbstverständlich ist auch, den Familien Rückzugsraum zu geben, weswegen wir uns normalerweise nicht zu Verbrechen äußern, die keinen direkten rassistischen oder rechtsradikalen Hintergrund haben, damit die Fälle nicht noch medial befeuert werden. Auch das gehört für uns selbstverständlich zur Pietät gegenüber den Opfern.

Derartiger Anstand ist vielen politisch Verantwortlichen der AfD und anderen rechtsradikalen Gruppen fremd. Ihnen geht es nicht um Solidarität mit den Hinterbliebenen. Ihnen geht es um das Ausschlachten und Ausnutzen für die eigene politische Agenda. Festmachen kann man das immer wieder daran, dass Vertreterinnen und Vertreter der AfD bei jeder Verbrechensmeldung anbeißen, bei der ein Mensch mit Migrationshintergrund tatverdächtig ist, bei Verbrechensmeldungen, bei denen aber Deutsche die mutmaßlichen Täterinnen und Täter sind, still bleiben, oder abwiegeln. Beim zutiefst zu verurteilenden Mord an Walter Lübke beschwichtigte Alice Weidel (AfD), man solle „nicht den politischen Diskurs“ von solchen Mördern bestimmen lassen. Den ebenfalls zutiefst zu verurteilenden Mord an dem Jungen in Frankfurt nutzt sie als Aufhänger, um gegen die „Willkommenskultur“ zu giften. Zwei Menschen wurden ermordet und statt still und solidarisch zu trauern instrumentalisiert die AfD die Taten. Wie sich zeigt, mit zweierlei Maß: Auf der einen Seite wird Rechtsterrorismus verharmlost, auf der anderen wird sie für ihren blanken Rassismus genutzt.

Auch andere rechtsradikale Gruppen springen derzeit deutschlandweit auf den Zug auf, den Mord aus Frankfurt für ihre eigene Politik zu missbrauchen. Für heute Abend ruft der stadtbekannte, mehrmals verurteilte Räuber und Zuhälter, der als ehemaliger „Pate von Essen“ von allen nur „Coca“ genannt wird, gestern Abend (30.7.) am Hauptbahnhof zu einem „Trauermarsch“ gemeinsam mit den „Huttroper Jungs“ auf. Im Aufruf entlarvt „Coca“ direkt selbst, dass es ihm eigentlich nicht um Trauer, sondern darum geht, dass die „Regierung […] verschissen“ habe. Eine politische Demonstration, bei der der Tod eines Jungen als Vorwand genommen wird.

Der dringend Tatverdächtige in Frankfurt kommt aus der Schweiz, lebt seit 13 Jahren dort, hat Familie mit drei Kindern und einen dauerhaften Aufenthaltsstatus gemäß den schweizerischen Gesetzen. Seine Gründe für die Tat sind völlig offen. Dass er aus Eritrea stammt, ist für die „Steeler Jungs“ und die „Huttroper Jungs“ der eigentliche Grund für die Versammlung. Das ist – so sehr die Tat zu verurteilen ist – rassistisch!

Als Bündnis Essen stellt sich quer verurteilen wir die miese Vereinnahmung des Todes eines Kindes aufs Schärfste! Wir trauern mit den Hinterbliebenen aller genannten Taten und appellieren an alle Essenerinnen und Essener, den Hetzern nicht auf den Leim zu gehen. Wir rufen dazu auf: Kommt am Donnerstag, den 1. August um 17:30 Uhr zur Kundgebung von Steele bleibt bunt und trauert still, würdig und solidarisch gemeinsam mit Menschen, die angesichts der genannten Taten ebenfalls verunsichert, fassungslos oder einfach entsetzt sind. Lasst uns jedoch auch klar machen: Die rassistische Hetze, in welche die „Steeler Jungs“ die Wut und Trauer umwandeln wollen, hat für uns Demokratinnen und Demokraten keinen Platz!

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