Steele bleibt bunt / auch am 1.8

Sofortinformation: Gegen rassistische Instrumentalisierung!
Pressemitteilung // Aufstehen gegen Rassismus Essen
Essen, 30.07.2019

Am heutigen Dienstag riefen Rechte aus dem Umfeld der „Huttroper Jungs“ spontan in den sozialen Netzwerken zu einer „Trauerfeier“ aus „Solidarität mit dem kleinen 8 jährigen Jungen aus Frankfurt“ vor dem Essener Hauptbahnhof auf. Die Aktivengruppe von „Aufstehen gegen Rassismus“ stellt sich gegen die rassistische Instrumentalisierung der Ereignisse aus Frankfurt und organisierte eine Sofortversammlung, an der etwa 50 Menschen teilnahmen. Während die rechte Gruppierung mit ca. 100 Personen im Essener Hauptbahnhof demonstrieren durfte, mussten die Gegenproteste draußen bleiben.


Dazu erklärt „Aufstehen gegen Rassismus Essen“:
„Es ist ein Skandal, dass eine Gruppe Hooligans, darunter auch Personen der selbsternannten ‚Steeler Jungs‘, unter Anwesenheit massiver Polizeipräsenz ungestört im Hauptbahnhof aufmarschieren konnte. Nachdem die Gruppierung den Hauptbahnhof verlassen hat, wurden Gegendemonstrantinnen und -demonstranten von allen Seiten durch kleine Nazi-Gruppen umstellt. Trotz der versuchten Einschüchterung und der Untätigkeit der Polizei ist für uns klar: Auch in Zukunft werden wir keinen Meter zurückweichen, wenn Rassisten und Faschisten auf den Straßen sind und versuchen ihre rassistische Agenda zu verbreiten. Wir rufen daher zur Beteiligung an den Protesten von ‚Mut machen – Steele bleibt bunt‘ am kommenden Donnerstag in Steele auf.“


„Trotz Ferienzeit und Hitze: Das Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“ lässt die Steeler Jungs am Donnerstag, 1- August nicht alleine laufen.

Ab 17.30 Uhr findet auf dem Kaiser Otto Platz eine Kundgebung mit Musik statt, mit der die Steeler Bürger auf die Gefahren von rechts aufmerksam gemacht werden sollen.

Mit großer Freude hat das Bündnis ein Kunstprojekt des Karl Humann Gymnasiums in  Steele zur Kenntnis genommen, in dem die Porträts der von den Nazis deportierten Menschen, derer vor den zuletzt von ihnen bewohnten Häusern mit Stolpersteinen gedacht wird, mit Kreide neben den Stolpersteinen auf das Pflaster gemalt wurden.“

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