Flaute, Wind oder Sturm …

Für den Erhalt aller Kliniken im Essener Norden und Borbeck!

https://www.lokalkompass.de/essen-nord/c-politik/eine-kampagne-zur-zerstoerung-einer-wohnortnahen-gesundheitsversorgung_a1175247

https://www.mlpd-essen.de/mlpd-wohngebietsgruppe-altenessen-fuer-den-erhalt-aller-kliniken-im-essener-norden-und-borbeck

Essen, den 15.12.2018
Wohngebietsgruppe Altenessen
Für den Erhalt aller Kliniken im Essener Norden und Borbeck!
Die Wohngebietsgruppe Altenessen der MLPD wendet sich entschieden gegen die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Betreiber-Firma Contilia, die Kliniken St. Vincenz in Stoppenberg und Philippusstift in Borbeck auf ambulante Versorgungszentren zurechtzustutzen, dort jeweils mehrere hundert Betten für die stationäre Pflege und Nachsorge zu streichen und das Marienhospital so auszubauen, dass die Kirche Johann Baptist am Karlsplatz dem zum Opfer fallen würde. Die klinische Nahversorgung würde für die rund 160.000 Einwohner der Stadtbezirke IV, V und VI entscheidend verschlechtert, da es dann nördlich der A40 nur noch ein einziges Krankenhaus gäbe. Der Transport von Kranken würde für die Fahrt zum Krankenhaus erheblich mehr Zeit benötigen als bisher, was in Notfällen über Tod oder Leben entscheiden kann. Bei der Übernahme der Katholischen Kliniken Essen Nord wurde von Contilia noch ausdrücklich versprochen, dass die Krankenhausdichte im Essener Norden erhalten bleibe.

In der WAZ vom 21.11. wurde von einem „radikalen Umbruch“ der Krankenhauslandschaft im Essener Norden phantasiert, der angeblich große Chancen biete und Arbeitsplätze sichere. Tatsächlich geht es um einen Konzentrationsprozess, um in einem hochmodernen neuen Krankenhaus profitbringende „Spitzenmedizin“ zu praktizieren und die Pflege verstärkt auf die Familien abzuwälzen. Das entspricht ganz der Linie von CDU-Gesundheitsminister Spahn.

Auf der Strecke bleiben bei diesem Kahlschlag die Interessen der Patienten und der Beschäftigten. Es geht nicht darum, dass das Marienhospital, wie behauptet, „unwirtschaftlich“ ist, sondern dass es nicht profitabel genug ist. Darum ist die „Spitzenmedizin“ davon gekennzeichnet, dass nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern das, was von der „Fallpauschale“ in der Contilia-Kasse übrig bleibt. Und das ist umso mehr, je kürzer die Verweildauer im Krankenhaus ist. Deshalb sollen nach den bisher bekannten Plänen an die 300 Betten abgebaut werden. Mit dem Argument, dass die „Marktgesetze“ diesen Kurs erzwingen und andernfalls Arbeitsplatzverlust droht, soll Angst erzeugt werden. Tatsächlich sind in einer auf maximalen Profit orientierten kapitalistischen Wirtschaft unsere Arbeitsplätze immer gefährdet, müssen wir immer um unsere Arbeitsplätze kämpfen. Dass der Mensch im Mittelpunkt steht, auch und gerade im Gesundheitswesen, erfordert eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite, sozialistische Gesellschaft mit wohnortnaher, kostenloser Gesundheitsversorgung, genügend Personal und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.

Auf einer Belegschaftsversammlung aller drei Häuser am 6. Dezember behauptete Contilia-Geschäftsführer Raphael, dass es keine Entlassungen geben solle. Tatsächlich werden schon jetzt alle Möglichkeiten ausgelotet, um zahlreiche Arbeitsplätze im Marienhospital abzubauen:
• altersbedingte Fluktuation soll durch Wiedereinführung von Altersteilzeit beschleunigt werden,
• Zeitverträge werden wahrscheinlich nicht verlängert
• es soll kein Bereitschaftslabor mehr geben
• die Nachtschicht an der Pforte wird 2019 abgeschafft
Alle Ankündigungen und Versprechungen sind nichts als heiße Luft, solange die Pläne von Contilia nicht umfassend offengelegt sind.
Die MLPD schlägt deshalb vor, sich für folgende Forderungen breit zusammen zu schließen:
• Erhalt aller drei Kliniken im Essener Norden und in Borbeck!
• Erhalt aller und Schaffung neuer Arbeitsplätze im Kampf gegen den Pflegenotstand!
• Gegen Geheimniskrämerei und Kungelei von Contilia mit Kirchenoberen und Stadtspitze
– vollständige Offenlegung und breite Diskussion aller Planungen!

aus: https://www.mlpd-essen.de/mlpd-wohngebietsgruppe-altenessen-fuer-den-erhalt-aller-kliniken-im-essener-norden-und-borbeck
https://www.mlpd-essen.de/ErklrungMLPDAltenessenzuContiliaPlnen_151218.pdf/at_download/file

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