Sterbehilfe? – Lebenshilfe auch am Ende des Lebens!

Leserbrief zum Kommentar von Jens Dirksen „Sterbehilfe erleichtern, aber nicht das Geschäft damit“ (in der WAZ 17.4.2019 )

Respekt vor dem Leben.

Nichts ist so sicher wie der Tod. Am Ende des Lebens. Aber das Ende vorzeitig herbei zu führen sollte ein Tabu bleiben. Mein Vater ist frühzeitig gestorben. An Magenkrebs. Dass Menschen dank der Medizin heute länger leben bezweifele ich. Sie wird jedoch immer häufiger benötigt um Krankheiten zu behandeln, die bei einer besseren und gesünderen Umwelt nicht erst entstanden wären. Die Alternative zu lebensbeendenden Maßnahmen in der Medizin, wäre eine lebenserhaltende Umweltpolitik und z.B. die strenge Einhaltung von NOx-Grenzwerten. Die Aufgabe der Medizin ist Leben zu erhalten, und Krankheitsursachen oder Gesundheitsrisiken aufzuklären, damit sie vermieden werden können. Wir brauchen eine starke Umweltmedizin, aber keine Todesengel in weißem Gewand.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf Swillus
Umweltgewerkschaft Essen
https://umweltgewerkschaft.org/de/d-f/essen/1105-umweltgewerkschaft-essen-unterstuetzt-die-streiks-an-den-unikliniken.html

PS.: ich rechne damit, dass die Kirchen Sturm dagegen laufen wenn Mediziner damit beginnen dem lieben Gott ins Handwerk zu pfuschen. Daher in cc auch an superintendentin(at)evkirche-essen.de und an presse(at)bistum-essen.de


Tatsächlich:
aus www.katholisch.de/…/standpunkt/wo-sterbehilfe-ganz-normal-ist

Aber spätestens mit der christlichen Vorstellung, dass Gott das Leben schenkt und auch wieder nimmt, ist eine ausgeweitete aktive Sterbehilfe nicht mehr vereinbar. So schwer es ist: Auch Leiden und Schmerzen gehören zum Leben, sind „Part of the deal“, wie der niederländische Ethikprofessor Theo Boer es kürzlich im Deutschlandfunk formulierte.
Eine zur Normalität gewordene aktive Sterbehilfe könnte zudem ungewollte Nebeneffekte mit sich bringen. Was ist, wenn sich Menschen unter Druck gesetzt fühlen, sich töten zu lassen: solche etwa, die unter Altersarmut leiden, oder kranke Menschen, deren Behandlung viel Geld kostet und die ihren Angehörigen nicht auf der Tasche liegen wollen?

https://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/wo-sterbehilfe-ganz-normal-ist
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