9 & 10.4: Ruth Weiss: Zeitzeugengespräch

mit der Autorin Ruth Weiss, Fürth, Südafrika, Dänemark und Lutz Kliche, M.A., Diedorf

Am Dienstag, den 9. April
in der Alten Synagoge,
19 Uhr Seminarraum

und am Mittwoch, den 10. April
in Essen-Werden 19.30 Uhr
im Haus Fuhr

Wir sind die Letzten: Zeitzeugengespräch
mit der Autorin Ruth Weiss, Fürth, Südafrika, Dänemark und Lutz Kliche, M.A., Diedorf

Quelle: www.visitessen.de/…

Ruth Weiss wurde 1924 in Fürth bei Nürnberg geboren und musste mit ihrer jüdischen Familie 1936 auf der Flucht vor dem Naziterror nach Südafrika emigrieren, wo Ende der 1940er Jahre die Apartheidsregierung an die Macht kam.

Unter den Eindrücken des am eigenen Leibe in Deutschland erfahrenen Rassismus war die Diskriminierung der schwarzen bzw. nicht-weißen Bevölkerung Südafrikas für sie ein unerträglicher Zustand. Wegen ihrer Kontakte zum Widerstand des ANC musste sie in den 1960er Jahren Südafrika verlassen und ging zunächst nach Südrhodesien, dem heutigen Simbabwe, später nach Sambia und England.

An all diesen Orten arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Zeitungen, darunter die „Financial Times“ und den „Guardian“, später aber auch als Rundfunkjournalistin für die „Deutsche Welle“ in Köln und in der Journalistenausbildung im eben unabhängig gewordenen Zimbabwe. Ihre Arbeit als Journalistin und Buchautorin, meist zu Themen des südlichen Afrika, aber auch zum Friedensprozess in Nordirland, war stets geprägt von einer konsequenten Haltung gegen Apartheid und Rassismus sowie für Frieden und Aussöhnung.

Heute lebt Ruth Weiss in Dänemark und widmet sich dem Schreiben von historischen und politischen Romanen. Sie ist eine hervorragende Zeitzeugin der bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts, eine exzellente Kennerin der Geschichte des südlichen Afrika und eine wunderbare Gesprächspartnerin.

Literatur über und von Ruth Weiss:

ruthweiss.net

de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Weiss_(Journalistin,_1924)

Wege im harten Gras. Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England. Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer. Verlag Edition AV, Lich 2016

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