Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens

93 Min.
Verfügbar von 27.03.2018 bis 03.05.2018
Live verfügbar: ja

https://www.arte.tv/de/videos/065353-000-A/jean-ziegler-der-optimismus-des-willens/

Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 3. April um 22:25
Genf, 1964: Der junge Jean Ziegler verspricht Che Guevara, gegen das „kapitalistische Monstrum“ zu kämpfen. Seither kennt der streitbare Globalisierungskritiker keine Ruhe. Unermüdlich prangert er als Autor, Soziologe und Experte im Beratenden Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrats die Macht der Finanzmanager an und geißelt deren Verantwortung für den Hunger in der Welt.
Jean Ziegler kommt in Thun zur Welt, einer Kleinstadt in der Deutschschweiz. Nach Abschluss der Schule führt ihn sein Wissensdrang nach Paris. Er verkehrt mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir und wird in der Zeitschrift „Les Temps Modernes“ veröffentlicht. Mit einem Doktortitel in Rechtswissenschaften und Soziologie wird Jean Ziegler von den Vereinten Nationen engagiert. Er reist in den Kongo, der unter der Führung von Patrice Lumumba gerade seine Unabhängigkeit errungen hat. Dort schreibt er sein erstes Buch, „Sociologie de la nouvelle Afrique“. Im Kongo wird Jean Ziegler Zeuge der extremen Grausamkeit der von Mobutu angeführten und von den USA unterstützen Konterrevolution. In den folgenden Jahren unterstützt Jean Ziegler zahlreiche Befreiungsbewegungen in Lateinamerika und in Afrika. 1964 begegnet er bei einer Konferenz in Genf Che Guevara. Begeistert will er mit dem Revolutionär nach Kuba aufbrechen. Doch Guevara möchte, dass Ziegler in der Schweiz und Europa bleibt, um gegen „den Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen. Seither kennt Ziegler als Schriftsteller, Professor für Soziologie, Experte im Beratenden Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrats und Mitarbeiter von Kofi Annan keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Ungerechtigkeiten zu geißeln, die Macht der kapitalistischen Oligarchien und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt. Sein Engagement ist ungebrochen. Doch als er, begleitet von seiner Frau Erica, schließlich selbst nach Kuba reist, begegnet er einer Insel im Wandel und sieht plötzlich seine revolutionären Ideen infrage gestellt. Der Filmemacher Nicolas Wadimoff, ein ehemaliger Student von Ziegler, nähert sich dem umstrittenen Schweizer Soziologen und Weltbestsellerautor mit kritischer Empathie. Er geht mit Ziegler dahin, wohin dieser sonst nur alleine geht: zu seinen Zweifeln und Widersprüchen und zu seiner tief sitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist.


https://www.mlpd.de/2015/kw35/jean-ziegler-aendere-die-welt-warum-wir-die-kannibalische-weltordnung-stuerzen-muessen


Die tieferen Ursachen einer Hungers-Katastrophe, von der Millionen betroffen sind, prangert Jean Ziegler in seiner „ungehaltenen Salzburger Rede“ an. Jean Ziegler war viele Jahre lang UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und ist derzeit Vize-Präsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats. Er sollte Eröffnungsredner der Salzburger Festspiele sein – und wurde wieder ausgeladen.

Jean Ziegler stellte seine Rede unter anderem der „Roten Fahne“ zur Verfügung. Sie kann hier im vollständigen Wortlaut gelesen werden: rf-news.de/2011/kw30/jean-zieglers-ungehaltene-salzburger-rede

https://www.rf-news.de/2011/kw30/jean-zieglers-ungehaltene-salzburger-rede

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