DGB erklärt AfD für unerwünscht – Gut so!

WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 20.09.2017

DGB erklärt AfD für unerwünscht
Bei Diskussion mit Bundestagskandidaten

Wenn der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am morgigen Donnerstag, 21. September, Essener Bundestagskandidaten zu einer Podiumsdiskussion ins Gewerkschaftshaus an der Teichstraße bittet, bleibt die AfD außen vor. Die Rechtspartei, der Meinungsforscher beste Chancen einräumen, dem nächsten Bundestag anzugehören, wurde nicht eingeladen. Von dieser Zeitung nach den Beweggründen befragt, sagte DGB-Chef Andreas Hillebrand: „Wir wollen der AfD keine Plattform geben.“ Die Frage, ob der DGB nicht eine Chance auslässt, die AfD mit Argumenten zu stellen, ließ der DGB-Chef unbeantwortet. Dazu nur so viel: Die Haltung des Gewerkschaftsbundes sei bekannt.

DGB-Chef erinnert an 1. Mai 2017
Hillebrand erinnerte in diesem Zusammenhang an die diesjährige Mai-Kundgebung, bei der eine Teilnahme des Essener AfD-Ratsherrn Guido Reil nicht erwünscht war. Gewerkschafsmitglied Reil nahm dennoch teil, wurde aber von Gewerkschaftern an den Rand gedrängt.
Veranstalter der Podiumsdiskussion am Donnerstag ist die DGB-Jugend. Deren Vertreter Jan Mrosek verwies auf einen Vorstandsbeschluss des DGB zum Umgang mit der AfD. Die Diskussionsrunde soll sich ganz dem Thema Bildung widmen. Eingeladen sind Matthias Hauer (CDU), Gereon Wolters (SPD), Kai Gehring (Grüne), Daniel Kerekes (Linke) und Thomas Spilker (FDP). Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

Haltung richtig

DGB zu AFD: Da lese ich, dass eine „Rechtspartei, der Meinungsforscher beste Chancen einräumen, dem nächsten Bundestag anzugehören“ einfach nicht vom DGB zu einer Diskussion eingeladen worden ist. Und höre ganz deutlich die Empörung darüber. Aber gerade weil diese völlig irrelevante Partei in Zeitungen und Medien so hoch gehandelt worden ist, ist es richtig, sie nicht einzuladen. Sie kam schon genug zu Wort. Und bin erleichtert über die klare Positionierung des DGB. Nach der Bundestagswahl ist hoffentlich der Spuk beendet.
Olaf Swillus, Essen


In einem Statementvideo stellt Peter Weispfenning vom Zentralkomitee der MLPD dar, warum die AfD KEINE Alternative ist sondern Wegbereiter des Faschismus. Die MLPD hat eine neue Broschüre zur AfD herausgebracht. Hier kann sie bestellt werden: http://bit.ly/2hjCWi8

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