22. April 2017 und 23. April 2017, 19:00 Uhr, Universität Essen, Glaspavillon

Deutschland 2017.

Während von außen betrachtet der Eindruck eines pulsierenden, offenen, ungeheuer erfolgreichen und positiven Landes immer mehr Aufmerksamkeit hervorruft, verdüstert sich im Land selbst die Stimmung zusehends. Verunsicherung und Ängste haben sich ausgebreitet, Furcht, auf der Strecke zu bleiben, vernachlässigt zu werden, wird kompensiert durch hemmungslose Aggressivität gegenüber allem, was als fremd angenommen wird. Die sogenannten „Wutbürger“ kaschieren das eigene Scheitern und menschliche Versagen durch Angriffe auf die Politik, die dafür sagen, dass das Land „überfremdet“, auf die „Lügenpresse“ und das große gemeinsame Feindbild: Islam.

Ein Ensemble von SchauspielerInnen erkundet gemeinsam die verlorenen Seelenlandschaften derjenigen, die von den Rattenfängern problemlos eingefangen werden können. Und sie finden die Zombies, die Untoten, die nur darauf aus sind, die von Hass, Hetze und Vernichtung geprägte Vergangenheit wieder heraufzubeschwören. Gegen deren Methoden setzen wir das Lachen, stellen die Banalität bloß, bekämpfen die Grausamkeit und finden in der Gemeinschaft das Reinigende.

Des Pudels Kern präsentiert eines der kontroversesten Theaterstücke der letzten Jahre. Vergeblich versuchte die AfD, die Inszenierung an der Schaubühne in Berlin verbieten zu lassen, stattdessen wurde es zu einem Publikumserfolg sondergleichen.

Regie: Christian Scholze

Präsentiert vom AStA der Uni Duisburg-Essen mit Unterstützung des Fachbereichs 3, Germanistik.

Zweite Vorstellung am Sonntag, dem 23. April 2017, um 19.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.

Die Aufführungsrechte liegen beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main.

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