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AUFRUF DES ESSENER FRIEDENSFORUMS
ZUM ANTIKRIEGSTAG

Die Weltkriege des 20. Jahrhunderts mahnen uns, alles für den Frieden im 21. Jahrhundert und gegen die Militarisierung in der Welt zu tun. Kriege, Konflikte und Ausbeutung in der Welt haben zu einer unvorstellbaren Flüchtlingskatastrophe geführt, die so viele Menschen wie nie zuvor zwang und immer noch zwingt, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen, um es zu retten.

Europa versagt bei der Rettung dieser Menschen, die vor der Anwendung der Waffen fliehen, an denen viele europäische Rüstungskonzerne verdienen. Es sieht angesichts der Rechtsentwicklung in Europa so aus, als habe Europa aus den zurückliegenden Kriegen nichts gelernt. Rassismus schürt Gewalt und untergräbt den Frieden. Vor genau hundert Jahren wurden Millionen Soldaten in die Hölle von Verdun geschickt. Sie wurden in einem monatelangen Stellungskrieg als Kanonenfutter missbraucht

Alleine dieser Wahnsinn von Verdun kostete offiziell weit über 350.000 Menschen das Leben; hinzuzurechnen sind Millionen Traumatisierungsopfer der körperlich Überlebenden des Gas-und Artilleriekrieges.

7 Jahrzehnte nach der Befreiung Europas von Faschismus und Krieg werden Militär-und Drohgebärden zunehmend wieder zu Mitteln der Politik.

Der Antikriegstag ist uns Anlass, daran zu erinnern:
Gewalt kann nicht mit Gewalt eingedämmt werden! Friedensbildung, zivile Krisen-prävention und gewaltfreie Konfliktbearbeitung müssen ausgebaut und der Einfluss des Militärs und der Rüstungs-industrie abgebaut werden!

Die Bundeswehr hat sich seit 1990 zu einer internationalen Interventions-Armee entwickelt, die Krieg führt und dabei auch
Völkerrecht bricht.

Zur Aufgabe der Bundeswehr gehört es offiziell laut ihrer Website, freie Handelswege, die Rohstoffversorgung sowie die Erschließung
und den Zugang zu Bodenschätzen, Vertriebswege und Märkte zu sichern. Mit Friedenssicherung und dem Grundgesetz ist das nicht zu vereinbaren.

Krieg bedarf immer auch der Planung durch Militärstrategen.
Die Nato-Einrichtung Joint Air Power Competence Centre in Kalkar am Niederrhein hält im Oktober dieses Jahres in Essen
eine Strategie-Konferenz über militärische Handlungsfähigkeit ab.

Die Atomsprengköpfe der USA, auch die in Deutschland, sollen in den nächsten Jahren für weit über
1.000 Mrd. $ auf den technisch neuesten Stand, auch für den Erstschlag, gebracht werden.

Wir setzen uns für den Austritt Deutschlands aus der Nato ein als ersten Schritt den Austritt aus ihrer militärischen Organisation

keine Kriegskonferenzen in unserem Land

…und für die Überführung der Kriegseinrichtungen in Zentren für friedliche Konfliktlösungen.

Wir demonstrieren für:

* eine Welt ohne Atomwaffen
* die militärische Abrüstung
* keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr
* die Atomwaffen in Büchel bei Koblenz müssen vernichtet und nicht ‚modernisiert‘ werden, wie die Nato es plant!

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