[Update 29.8.2016]
In der Pressemitteilung des DGB vom 24.08.2016 hieß es noch:

Im Anschluss an die Veranstaltung im Gewerkschaftshaus wird das Essener Friedensforum um 18:30 Uhr auf dem Weber – Platz eine Friedenskundgebung durchführen, bei der u.a. auch die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Dorothea Schäfer reden wird.

Das fällt nun aus, da das Essener Friedensforum diese Kundgebung abgesagt hat. Die Kundgebung des Antikriegsbündnis auf dem Hans-Toussaint-Platz findet aber auf jeden Fall statt. DGB und Friedensforum sind dazu eingeladen.


Pressemitteilung (Quelle: Email vom 24.08.2016)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lädt anlässlich des Antikriegstages am Donnerstag, den 1. September 2016 um 17 Uhr gemeinsam mit dem Essener Friedensforum zu einer Gedenkstunde ins Gewerkschaftshaus, Teichstraße 4a ein.

Neben dem Vorsitzenden des DGB-Stadtverbandes Dieter Hillebrand, sprechen auf der Gedenkveranstaltung der Beigeordnete der Stadt Essen Andreas Bomheuer, Bernd Brack vom Essener Friedensforum und Pro Asyl sowie Anneliese Franz, stellvertretende Vorsitzende der DGB-Jugend. Musikalisch begleitet wird die Gedenkveranstaltung von Hartmut Kremer.

„Mit unserer Veranstaltung zum Antikriegstag erinnern wir seit Jahrzehnten an die Gräueltaten des nationalsozialistischen Terrors mit rund 60 Millionen Toten. Es ist für uns wichtig, deutlich zu machen, dass Kriege und Terror von Menschen gemacht werden. Mit Gewalt wird Gewalt nicht eingedämmt. Auch wenn die Ursachen für Konflikte sehr unterschiedlich sind, muss unsere Botschaft lauten: Nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit können dauerhaften Frieden schaffen“, so Dieter Hillebrand.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in vielen Teilen der Welt will der DGB mit seiner Veranstaltung zum Antikriegstag einen Moment des Gedenkens an die Opfer aller kriegerischen Auseinandersetzungen ermöglichen.

Im Anschluss an die Veranstaltung im Gewerkschaftshaus wird das Essener Friedensforum um 18:30 Uhr auf dem Weber – Platz eine Friedenskundgebung durchführen, bei der u.a. auch die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Dorothea Schäfer reden wird. (siehe dazu Update:)


Aufruf, zitiert nach:
http://www.essener-friedensforum.de/16-09-01DGB.pdf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag
erinnern wir an den Überfall auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, mit seinen 60 Millionen Toten.

Wir erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ide-
ologie verfolgt und ermordet wurden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist die unumstößliche Lehre aus
Faschismus und Krieg. Sie ist Verpflichtung und deshalb in Artikel 1 des Grundgesetzes und in Artikel 1 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert. Nur durch die Zusammenarbeit in der Europäischen Union und ihren Vorläuferorganisationen konnten in den letzten 71 Jahren Kriege und militärische Auseinandersetzungen zwischen den Mitgliedstaaten verhindert werden.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen zur Europäischen Union und setzen sich gleichzeitig für die Achtung der Menschenrechte
sowie für verbesserte ökonomische und gesellschaftliche Teilhabe ein.

Viele Millionen Menschen sind heute weltweit Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen, von politischer, ethnischer und religiöser Verfolgung und
suchen Schutz in anderen Regionen ihres Heimatlandes, in Nachbarländern oder auch in Industrieländern. Ihre Würde zu schützen ist uns Verpflichtung. Ihnen Schutz zu gewähren und
Perspektiven zu eröffnen ist zugleich Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Bürgerinnen und Bürger und darunter viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter engagieren sich bis heute bei der Notversorgung, in den Aufnahmeeinrichtungen, bei der sprachlichen und
beruflichen Integration. Dies ist Ausdruck einer gelebten solidarischen und demokratischen Gesellschaft.

Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Gewalt gegen Flüchtlinge und Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, sind Angriffe auf die freiheitlichen demokratischen Grundprinzipien der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind Straftaten und müssen genauso wie
die Morde der „NSU“ konsequent strafrechtlich verfolgt werden.

Für den DGB und seine Gewerkschaften steht fest: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Schutz vor Diskriminierung und Ausgrenzung gelten für alle, gleich ob mit oder ohne Migrations- oder Fluchterfahrungen. Wer diese Rechte einschränkt kann sich nicht auf die Meinungs- oder Glaubensfreiheit berufen.

Gemeinsam stehen wir auf für ein Deutschland, das den europäischen Grundrechten verpflichtet und fest in der Europäischen Union verankert ist,
ein Land, in dem alle ohne Angst verschieden sein und sicher leben können,
eine Gesellschaft, in der Respekt und Würde sowie Gleichheit und Solidarität gelebt werden

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