Essen_Kray_Nichtverzehrempfehlung_2016_640

Bürgerinitiative gegen „Gift“Schredder in Kray
Essen, 27.4. 2016

Pressemitteilung

PCB in Kray: Noch mehr Anwohner sollen ihr Gartengemüse nicht essen

Nachdem die zuständigen Umweltbehörden sich der gut besuchten Bürgerversammlung der Krayer BI gegen „Gift“Schredder am 19.4. verweigert hatten, kam der vermutliche Grund heraus auf deren eigener Infoveranstaltung am 26.4., ebenfalls im Krayer Rathaus: Erneut muss nach neuen Messungen der PCB-Belastung von Grünkohlproben die Nichtverzehrempfehlung für bestimmte angebaute Gemüse in Kray ausgeweitet werden. Erst im Vorjahr waren dazu 1000 Haushalte aufgefordert worden, jetzt kommen zwei Wohnquartiere und die Kleingartenanlage Elsterbusch dazu. Die Besucher haben ihrer Empörung Ausdruck verliehen. Die Bürgerinitiative hat deutlich gemacht, dass sie das für einen Skandal hält. BI-Sprecher Dietrich Keil erklärt dazu:

„Die neuen Messpunkte, die zur der Ausweitung führen, wurden nur auf Verlangen der Bürger und ihrer BI ins Messprogramm aufgenommen. Es ist nicht hinzunehmen, dass erneut nur Maßnahmen ergriffen werden, die uns Bürger einschränken, nicht aber die Fa. Richter, die für die Vergiftung verantwortlich ist! PCB gehört zu den weltweit verbotenen Ultragiften, kommt in der Umwelt überall vor und reichert sich über die Nahrungskette in allen Lebewesen an, weil es kaum abbaubar ist. Aber der Einsatz PCB-haltigen Schrotts bei der Fa. Richter wird genehmigt! Das muss widerrufen werden. Wir bestehen auf neuer Filtertechnik in Verbindung mit kompletter Einhausung aller Schredderprozesse, die jetzt mitten im Wohngebiet unter freiem Himmel laufen. Metallrecycling ist gut und sinnvoll, aber ohne PCB-Emissionen auf Kosten der Gesundheit im Umfeld, besonders der Älteren, der Kinder und Babies. Bis eine Umrüstung und Einhausung erfolgt ist, müssen die Anlagen auf den beiden Betriebsgeländen stillgelegt werden! Das muss die Gesundheit der Anwohner den Behörden wert sein.“

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