Film mit Einführung

Donnerstag, 8. Oktober 2015m
19.00 Uhr
Seminarraum
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen

Café Ta’amon-Jerusalem

Golda Meir trank hier Kaffee, ebenso Shimon Peres: Das Ta´amon ist eines der ältesten Lokale Jerusalems. Und weltberühmt. Es war der Treffpunkt radikaler Linker Aktivisten, Künstler, Literaten und Politiker. Über Israel und die Entwicklungen wurde heftig debattiert – damals wie heute. Das Café ist Geschichte im Mikrokosmos. 1936 gegründet, übernahm es in den 60er-Jahren wieder eine jüdische Familie. Zusammen mit Hamis, einem Moslem, bewirten sie Tag für Tag ihre Gäste. Genau diesen Alltag dokumentiert der Regisseur. Er zeigt das Bistro, seine Besitzer und die Gäste – er bewegt sich mit ihnen weg, um Geschichten nachzuspüren, und kommt zurück. Ins Ta´amon. Ein Dokument der Zeitgeschichte. Katrin John


Jerusalem war 1967, nach dem Sechstagekrieg, ein Ort des Neuanfangs. Soziale Protestgruppen formierten sich, etwa die „Schwarzen Panther“ im orientalisch-jüdischen Milieu, Araber und Juden erkundeten die ihnen zuvor unbekannten Stadtteile Jerusalems.
Besucher aus dem Ausland lernten hier die linke Szene Jerusalems kennen, so etwa Daniel Cohn-Bendit, der interviewt wird.

Michael Teutsch führt in den Film ein. Er wurde 1945 geboren, lebt in München und ist seit 1996 Autor und Regisseur.
Folgende Filme hat er veröffentlicht: (Buch, Regie, Kamera)

  • Hier sind wir die Türken; Dokumentarfilm (2001)
  • Sound of Freedom; Dokumentarfilm (2004)
  • Von der Hölle ins Paradies; Dokumentarfilm (2006) 3sat; SF1; Israel TV1;
  • Erst war ich nur der weiße Boss; „Lebenslinien“ BR TV (2009)
  • Café Ta’amon, King-George-Street, Jerusalem; Dokumentarfilm (2013): Publikums-Preis Filmwoche Duisburg 2013
  • Das große Lächeln; Dokumentarfilm (2014)

Eintritt frei.

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