In Essen
Kein Platz für
FaschistInnen!

Seminar zum 70. Jahrestag
der Befreiung vom Faschismus
08.05.2015 von 13:00 – 22:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Essen, Teichstr. 4, 45127 Essen
Kundgebung mit LiveMusik 8.05.2015
17:00 bis 18:30 Uhr Altenessener / Winkhausstraße (gegenüber Alleecenter)
Es spielen: Wortrock
RednerInnen: Es Sprechen VertreterInnen von Gewerkschaften, Migrantenvereinen, VVN-BdA und viele mehr!
Unterstützt von:
DGB Jugend MEO | VVN-BdA Essen | DKP Essen | DIE LINKE. Essen | Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Essen | Bürgerliste Nord
Essener Friedensforum | Jusos Essen | linksjugend [‘solid] ruhr | DFG-VK-Gruppe Essen | SDAJ Essen | Essen stellt sich

8. Mai 1945: 70 Jahre Befreiung vom Faschismus
Am 8. Mai 1945 wurde fast ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden V
erfolgten und Widerstandskämpfer/-innen diesen Tag
als Befreiung, aber auch für die ganz normale Bevölkerung bedeutete dieser Tag das Ende eines alles vernichtenden Krieges, das Ende der Bombardierungen, ein Ende von Unterdrückung und
Gestapo- und SS-Terror. Bereits am 11. April 1945 öffneten sich mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Essen für die Arbeitssklaven der KZ-Nebenlager, die Zwangsarbeiter, die Tore
zur Freiheit. Die noch wenige Tage vor Kriegsende zur „Verteidigung“ der Stadt mobilisierten Kinder und Alten konnten zu ihren Familien zurückkehren.
Unsere Befreier, das sind die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges zu tragen hatte, und der bewaffnete und unbewaffnete deutsche und
europäische antifaschistische Widerstand. Wir alle, die wir heute leben, verdanken ihnen die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und V
ielfalt. Mehr als 55 Millionen Menschen fielen
Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben. Profiteure und Förderer von Krieg
und Ausbeutung waren die deutsche Wirtschaft, die Banken, die Rüstungsindustrie. Dazu zählte mit in erster Linie die Firma Krupp.
In nahezu allen ehemals von Nazi-Deutschland besetzten Ländern und der DDR wurden der 8. und/oder 9. Mai gesetzliche Feiertage. In der Bundesrepublik konnten auch weiterhin die alten Nazis
und Militärs ihre Ideologie von Zusammenbruch, Niederlage und Kapitulation bis in die Schulbücher hinein verbreiten. Erst mit der Rede des damaligen Bundespräsidenten, Richard von W
eizsä

cker zum 40. Jahrestag des 8. Mai setzte ein Sinneswandel ein. Er erklärte diesen Tag zu dem was er war: Den Tag der Befreiung! Ein gesetzlicher Feiertag ist er bis heute noch nicht.
„Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen“, dies war eine der wichtigsten Lehren aus der Nacht des Faschismus. Und es war wieder ein deutscher Bundespräsident, Horst Köhler
,
der diese Lehre des 8. Mai über Bord warf und die Notwendigkeit, „deutsche Interessen“ mit militärischen Mitteln durchzusetzen proklamierte. In vielen Ländern der W
elt, im Irak, in Syrien, in der
Ukraine und in weiten Teilen Afrikas toben Kriege in denen mit deutschen Waffen gekämpft wird und oft auch deutsches Militär beteiligt ist.
Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Islamfeindlichkeit und Hetze gegen Flüchtlinge – alle möglichen Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaft

licher Ausgrenzung haben Konjunktur. In unseren Städten marschieren Pediga, Hogesa, Legida, die Nazi-Kameradschaften und ihre Parteien. In unseren Stadträten sitzen die geistigen Enkel der
faschistischen Mörder von einst. Ihre „Fan-Shops“ und Büros sind längst Bestandteil des Stadtbildes geworden.
Dies verlangt entschiedene Gegenwehr.
Die Überlebenden des Naziterrors haben den 8. Mai 1945 als „Morgenröte der Menschheit“ erlebt, wie es der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance-Kämpfer Peter Gingold ausgedrückt
hat. Wir wollen am 8. Mai vor allem an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer neuen
Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, so wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben.
Wir fordern
• Der 8. Mai muss gesetzlicher Feiertag werden!
• Verbot aller faschistischen Parteien, Organistionen und Publikationen!
• Schließung des Oseberg-Ladens in Essen!
• Bessere finanzielle Förderung der antifaschistischen Arbeit!
• Menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen!
In diesem Sinne rufen wir auf:
Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Ablauf des Seminars:
13:00 Uhr:
Eröffnung und Grußwort (Dieter Hillebrand (DGB Regionsgeschäfts
-führer), Rudolf Jelinek (1. Bürgermeister der Stadt Essen)
13:00-16:00 Uhr:
Ausstellung Neofaschismus in Deutschland
14:00 Uhr:
Filme und Vorträge
17:00 Uhr:
Kundgebung in Altenessen
20:00 Uhr:
Party im Jugendkeller (Gewerkschaftshaus Essen)
Am 08.05.2015 von 13:00 – 22:00 Uhr
im Gewerkschaftshaus Essen, Teichstr. 4, 45127 Essen

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