Arbeitskreis Naturwissenschaft und Abrüstung
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TU Dortmund
Vortrag mit Diskussion
Krieg im Kino – Wer führt die Regie?
Tino Perlick, MA
TU Dortmund

Dienstag, 5. 11. 2013, 14:00 – 16:00 Uhr Physik, AV-Raum, P2-E0-414

Hollywood reflektiert die Entscheidungen der Machthabenden nicht nur in seinen Filmen, die Traumfabrik hat sie auch über die Jahrzehnte legitimiert. Dadurch versucht es die Auffassung der Zuschauer zu lenken. So wusste die Public-Relations-Industrie bereits 1928, dass “der amerikanische Spielfilm heute der beste, unbewusste Träger von Propaganda in der Welt ist […]. Er kann die Ideen und Gewohnheiten einer ganzen Nation standardisieren”. (E. Bernays, Propaganda, New
York 2005, S. 166)

Hollywood erklärte seither Gewerkschaften ebenso den Krieg, wie als gegnerisch eingestuften Ideologien und Völkern. Dunkle Kapitel wie Vietnam wurden systematisch korrigiert. Verdichtete Eigentumsverhältnisse (6 Konzerne besitzen heute 90% der US Medien) haben die Kollaboration zwischen Massenkultur und Macht seither noch vereinfacht.

Der Vortrag stellt einige meinungsmachende Mechanismen in freien Gesellschaften vor, befasst sich kritisch mit ‘Anti’-Kriegsfilmen und untersucht die Sponsor- Rolle von Regierungsorganisationen, wie dem Pentagon oder der CIA in Hollywood.

Tino Perlick ist Dortmunder Kultur- und Sozialwissenschaftler. Seine Forschungsgebiete sind Kulturhegemonie und Machtstrukturen, wobei sein besonderer Interessenschwerpunkt auf die USA gerichtet ist.

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