[UPDATE 24.8.2013]

In den Essener Lokalausgaben von WAZ und NRZ ist ebenfalls ein Bericht der IGBCE-Veranstaltung erschienen.

Über Cornelia Swillus-Knöchel, Direktkandidatin wird dort zutreffend geschrieben:

Gerne nutzte die linke Kandidatin die Gunst der Stunde, um den voll besetzten Saal in pointierten Kurzreferaten detailreich über die Highlights des linken Wahlprogramms zu informieren.

Ungerecht ist aber was über Horst Dotten, Kandidat der MLPD geschrieben wurde:

Dieser, ein Metallfacharbeiter aus dem Norden der Stadt, erwies sich als Bundestagskandidat der marxistisch-leninistischen Partei, der einige Proben Klassenkampf-Rhetorik zum Besten gab.

und weiter unten:

Insbesondere der Vorschlag, Frauen mit 55 in die Rente zu (Männer mit 60), löste allgemeine Heiterkeit aus.

Host Dotten schrieb in einem Leserbrief an die Zeitung dazu:


Meine Kollegen, die in der Industrie mit jahrzehntelanger Schichtarbeit arbeiten, halten die Forderung nach einer Rente mit 60 Jahren und für Frauen mit 55 Jahren aufgrund ihrer familiären Belastungen, für eine der wichtigsten Anliegen, die keinerlei Heiterkeit auslöst. Warum sollen wir bis zum Umfallen arbeiten, während die Jugend auf der Strasse steht ? Und – auch unter Redakteuren ist diese Forderung nicht unbeliebt.

Horst Dotten

Ob dieser Leserbrief in WAZ oder NRZ noch erscheinen wird?

Einen weiteren Kommentar dazu hat Bodo Urbat auf Lokalkompass geschrieben.


Am Mittwoch, den 21.8.2013, lud das IG BCE Regionalforum Essen zu einer Podiumsdiskussion mit drei Bundestagskandidaten ins Essener DGB Haus in die Teichstraße ein.

In den Lokalausgaben von WAZ und NRZ war es am 21.8.2013 angekündigt:

Drei Essener Kandidaten zur Bundestagswahl treten heute in einer Podiumsdiskussion gegeneinander an. Auf Einladung des Regionalforums der Gewerkschaft IG BCE werden sich Dirk Heidenblut (SPD), Matthias Hauer (CDU) und Kai Gehring (Grüne) den Fragen stellen.

Drei Bundestagskandidaten waren eingeladen,
fünf Bundestagskandidaten kamen und diskutierten mit.

Cornelia Swillus-Knöchel, Direktkandidatin für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Essen III beantwortete viele Fragen, die aus dem Publikum auch ausdrücklich an sie gestellt worden waren.

Sie sprach engagiert über Leiharbeit und Niedriglöhne, über ihre Erfahrungen damit als Personalrätin im Uniklinikum, und stellte auch die Positionen im Programm der LINKEN dazu vor.

Auch zu vielen anderen Fragen, kam Cornelia Swillus-Knöchel zu Wort, und stellte sich den Fragen des Publikums.


Horst Dotten, Direktkandidat für die MLPD in Wahlkreis Essen II war ebenfalls im Publikum anwesend.

Nachdem der CDU-Kandidat Matthias Hauer einer Frau, die ihre Arbeit verloren hatte, und einen Kitaplatz für ihr Kind suchte, gute Ratschläge gab, wie man trotz aller Widrigkeiten im real existierenden Kapitalismus überleben könne, und Herr Hauer dann auch noch Festsetzungen über Mindestlöhne ablehnte, … Zahlen nannte, und Host Dotten ansprach, dass er nicht wissen wolle was die MLPD an Mindestlohn fordere,

stellte Horst Dotten, Direktkandidat für die MLPD, dem Herrn Hauer eine einfache Frage:

Wieviel verdienen Sie denn, Herr Hauer?

Eine Frage, die Herrn Hauer sichtlich aus der Fassung brachte, denn Herr Hauer herrschte zurück:

„Das geht Sie überhaupt nichts an!“.

In ruhigem Ton erwiderte Horst Dotten:

„Ich verdiene 18 Euro die Stunde, das darf jeder wissen“,

Von Mindestlöhnen, die Herr Hauer ablehnt, wollte aber auch Horst Dotten nichts wissen. Er wolle seinen Anteil am erarbeiteten Reichtum, und nicht nur den Mindestlohn, meinte er. Nicken im Publikum zeigte Zustimmung. Wer will das nicht?

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