Inge Hannemann gegen Sanktionspraxis in den Jobcentern

Inge Hannemann:

»Ich kritisiere die Sanktionspraxis in den Jobcentern, weil die Sanktionspraxis ein Erpressungsinstrument gegenüber den Erwerbslosen ist, mit dem ich die Erwerbslosen so unter Druck setzen kann, dass sie Ängste entwickeln, sich nachher total verweigern und dass sie unter starker Existenznot leiden. Wir können so stark sanktionieren bis hin zu Obdachlosigkeit. Das ist der Punkt, an dem ich sage: Es geht ganz stark gegen die Menschenwürde, gegen den Menschen selbst. Das darf so nicht sein.«

Katja Kipping:

»Anlass für die Freistellung Inge Hannemanns war ihre Kritik am Hartz IV-Sanktionssystem. Insofern handelt es sich bei dem Verfahren nicht einfach um einen arbeitsrechtlichen Vorgang, sondern hier geht es um eine öffentliche Verhandlung über das Hartz IV-Sanktionssystem. Insofern ist der „Fall Hannemann“ ein Politikum. Ich bin ganz bei ihr in dieser Kritik.«

Dieser Beitrag wurde unter Sozialabbau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.