Wind, Flaute oder Sturm

zur Geschichte der FDJ, die schon 1936 begann

Zur Geschichte der FDJ gibt es einen guten Artikel, der damit beginnt, dass erste Gruppen der FDJ schon vor dem Zweiten Weltkrieg im Exil entstanden, im Juni 1936 in Paris und am 8. Mai 1938 in Prag.

http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Deutsche_Jugend

Und ein 9 seitiger Artikel auf www.fdj.de handelt auch von der Geschichte der FDJ in der Bundesrepublik bis zu ihrem Vorbot 1951.

Gerd Deumlich hatte hier etwas zu der Geschichte in der Bundesrepublik beigetragen:
http://www.philipp-mueller-1952.de/reden/irokk-gerd-deumlich/

und Paul Schnittker auch:
http://www.philipp-mueller-1952.de/reden/vvn-bda-paul-schnittker/

Nach dem Verbot in der BRD wurde die FDJ in der DDR dann schließlich zur Massenorganisation, zur „Staatsjugend“, die bis zum Ende der DDR existierte.

Hier ein Beitrag dazu:
http://www.ndr.de/geschichte/grenzenlos/bleiben/fdj126.html

Im Einigungsvertrag wurde die FDJ dann aber nach dem Zusammenschluss beider deutscher Staaten als erlaubte Organisation belassen und es gab z.B. auch das Ansinnen, das es die Jugendorganisation der PDS werden sollte.

So gibt es die durchaus berechtigte Ansicht, dass damit auch wieder auf dem Gebiet des ehemaligen Westen Deutschlands, der alten Bundesrepublik die FDJ erlaubt sei. Richtig ist das wohl noch nie geklärt worden. Aber es wäre ja schon komisch, wenn z.B. im Ostteil der Stadt Berlin ein anderes Recht gelten würde als im Westen.

Die große Massenorganisation FDJ, die es in der DDR gab, nahm rapide an Mitgliedern ab, die Treuhand tat ihr übriges, aber im Westen bildeten sich einige neue Gruppen.

Mit denen haben wir es in der Gegenwart zu tun. Es gibt also schon eine Kontinuität. Deshalb ist es auch nicht richtig FDJ in Anführungszeichen zu setzen, oder von einer Gruppe zu reden, die sich nur so nennt.

Ihr unermüdlicher Kampf mit ihren FDJ-Abzeichen klarzustellen, dass sie es jetzt auch wieder im Westen, im gesamten Deutschland gibt, hat mich gerührt und fand ich unterstützenswert.

Tatsächlich gibt es jetzt aber die Gefahr, dass die Frage, ob die FDJ im Westen erlaubt ist oder nicht, nun zuungunsten der FDJ in ganz Deutschland geklärt wird:

Ganz Aktuell:

Augsburger Allgemeine 29. Mai 2013:
Politiker diskutieren ein Verbot von DDR-Symbolen

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Politiker-diskutieren-ein-Verbot-von-DDR-Symbolen-id25428706.html

Nun soll auf einem CDU-Parteitag ein Antrag dazu verabschiedet werden, nächstes Jahr gibt es dann vielleicht schon den Gesetzentwurf.

Dadurch alarmiert gibt es jetzt eine Petition:

http://www.change.org/de/Petitionen/verbot-von-ddr-symbolen-wir-sagen-nein

Eine gute Nachriocht zuletzt. In der Republik Moldau (Moldawien) waren kommunistische Symbole, wie Hammer und Sichel, letztes Jahr verboten worden, sind aber nach einer Meldung von 5. Juni 2013 wieder erlaubt:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=229342

Mittwoch, 5. Juni 2013 Kommunistische Symbole dürfen in Moldau wieder gezeigt werden. Die Republik Moldau ringt mit ihrer sowjetischen Vergangenheit. Der Staat hatte vor einem Jahr kommunistische Symbole verboten. Mehr: http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=229342

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