Zitat aus:
LINKELETTER 13.12.2012: LINKE fordert Ökostrategie für Opel

Um die Arbeitsplätze und Löhne langfristig zu erhalten sowie die Opel-Standorte nachhaltig zu sichern, müsse Opel aus GM herausgelöst und perspektivisch in die öffentliche Hand und gemeinsame Kontrolle von Bund, Ländern und Belegschaften überführt werden, meint auch der Bochumer Kreissprecher der Linken, David Staercke. Opel brauche jetzt „eine kreative Zukunftsstrategie, die die Arbeitsplätze erhält und ein qualitatives Wachstum sowie die Menschen in den Mittelpunkt stellt“. Eine solche Strategie müsste vor allem auf das in NRW reichlich vorhandene technische Know How setzen, um aus Opel einen Vorreiter in ökologischer Innovation zu machen und den Arbeitsplätzen damit eine dauerhafte Zukunftsperspektive zu geben.

Konkrete Vorschläge und Ideen:

Die „Koordinierungsgruppe der Initiatorinnen und Initiatoren Umweltgewerkschaft“ hat aus Anlass der Entwicklungen bei Opel Bochum eine Extraausgabe ihres Newsletters veröffentlicht, in dem eine Ökostrategie vorgeschlagen und konkretisiert wird.

Zitat aus diesem Newsletter:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit einem dreistündigen selbständigen Streik haben am 11.12. rund 200 Kollegen dem Opel-Chef Sedran auf die Schließungspläne von Opel Bochum 2016 die richtige Antwort gegeben. Mit der Schließungsankündigung bei Opel Bochum sind die Hoffnungen auf Verhandlungen und Zugeständnisse auf Kosten der Belegschaft offen und vor den Augen aller gescheitert.

Noch ist jedoch Opel auf die Produktion am Standort Bochum angewiesen. Die Situation ist günstig, Arbeiterinteressen auf Kosten der Profite durchzusetzen. Dies auch angesichts der breiten Solidarität weit über Bochum hinaus. Europaweit, bei Ford in Belgien und England sowie bei PSA/Paris etc. verfolgen die Automobilbosse die menschenverachtenden Pläne, die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf Kosten der Arbeiter zu lösen.

Euer Kampf ist auch ein Kampf für die Zukunft der Jugend! Wenn ihr kämpft, ist die Solidarität der Arbeiter und der gesamten Bevölkerung auf Eurer Seite.

Für 100 Prozent erneuerbare Antriebstechnologien und umweltfreundliche Verkehrssysteme?

Diese Forderung ist unter den Automobilkollegen breit diskutiert, aber auch umstritten. Ist das schon technisch ausgereift? Ist es nicht wichtiger, erst einmal die Arbeitsplätze zu sichern? Unter den Automobilkollegen wird in dieser aufgewühlten Stimmung kontrovers diskutiert.

Tatsache ist:

  • Die Brennstoffzellen-Wasserstofftechnologie ist schon seit Jahren ausgereift, auch das Elektroauto ist bereits fit für den Nahverkehr. Die jahrelange Verschleppung der Zukunftstechnologien kostet massenhaft Arbeitsplätze und schadet unserer Umwelt und Gesundheit.
  • Wasserstoff und Elektroautos bilden eine wunderbare Möglichkeit der Zwischenspeicherung erneuerbarer Energie und damit der Umstellung auf 100% erneuerbare Energien.
  • In einer Massenproduktion können solche Zukunftstechnologien auch kostengünstig produziert werden. Teuer für die Arbeiter und die Bevölkerung ist die Profitwirtschaft. Alleine von 2008 bis 2011 verdoppelten die größten 500 Konzerne ihre Profite auf 1,6 Billionen US-Dollar.

Um diese neue Produktionstechnik auf Kosten der Profite durchzusetzen, bedarf es einer starken politischen Kraft, die überparteilich, kämpferisch und international ist. Der Kampf um jeden Arbeitsplatz und für Zukunftstechnologien erfordert kämpferische Gewerkschaften und die Stärkung der IG Metall.

Damit die Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam den Kampf für die Rettung der natürlichen Lebensgrundlagen führen kann, ist der Aufbau einer Umweltgewerkschaft entscheidend. …

Über 90 Initiatoren und Initiatorinnen zum Aufbau einer Umweltgewerkschaft hatten sich am 9.12.2012 in Gelsenkirchen getroffen und sich vorgenommen, eine mögliche Gründung beschleunigt in die Hand zu nehmen. …

Der Newsletter in voller Länge zum Download (PDF)

Kontakt: www.umweltgewerkschaft.org
E-Mail: umweltgewerkschaft(at)gmx.de ( Koordinierungsgruppe der Initiatoren/innen Umweltgewerkschaft )

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