[Update 22.10.2012] Dietrich Keil (für „Essen steht AUF“ im Rat der Stadt Essen) hatte zu einer Passage des unten zitierten Flugblatts einen Widerspruch, der mit seiner Erlaubnis hier zitiert werden darf. Er schrieb:

finde ich gut, sich per Zettel auch an die Nachbarn und Anwohner zu wenden und zu warnen vorm „Wegsehen“! Aber nicht einverstanden bin ich hiermit (Zitat) „…während die Öffentlichkeit weg sah. Nur weil die Mehrheitsbevölkerung sich nicht für ihre Mitmenschen interessierte, konnte der NSU ungestört morden.“ Das verdreht die Tatsachen. Zum „Schutzmantel des Verfassungsschutzes“ gehörte auch eine systematische Vertuschung der faschistischen Mörderbande gegenüber der Öffentlichkeit, also der Mehrheitsbevölkerung. Die konnte deshalb weder hin- noch wegsehen. Die Aussage macht sie aber schon fast zu Mittätern, das halte ich für einen grundlegend falschen Vorwurf. Den muss man dem Inlandsgeheimdienst machen, aber nicht der Bevölkerung.


Eilige Mitteilung

Gefunden am 19.10.2012 an einem Autofenster in Essen Fintrop:

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

seit Mittwoch sind geflüchtete Menschen in der Turnhalle an der alten Hauptschule Lohstraße notdürftig untergebracht. Für heute, den 19. Oktober, um 18 Uhr plant die extrem rechte Partei NPD einen Fackelmarsch zu dieser Schule. Mit diesem Vorhaben hetzen die Neonazis gegen jene Menschen, die ohnehin von Ausgrenzung und rassistischer Gewalt betroffen sind, Leider steht die NPD mit ihrer menschenverachtenden Politik nicht alleine da. Eine sogenannte „Bürgerinitiative“ und Lokalpolitiker der Unionsparteien betreiben rassistische Stimmungsmache, die Öl ins Feuer gießt.

Nicht lange ist es her, dass der „Nationalsozialistische Untergrund“ unter dem Schutzmantel des Verfassungsschutzes Migrantinnen und Migranten terrorisierte und ermordete –

während die Öffentlichkeit weg sah. Nur weil die Mehrheitsbevölkerung sich nicht für ihre Mitmenschen interessierte, konnte der NSU ungestört morden. (siehe dazu oben den Widerspruch von Dietrich Keil – „Update 22.10.2012“)

Nicht vergessen sind auch die Brandanschläge von Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda und Solingen. Lassen Sie nicht zu, dass sich in Ihrem Stadtteil eine Pogromstimmung entfaltet! Wegsehen heißt Zustimmen!

Gruß und Kuss,
Ihre Antifa


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