Im August 2012 wird LinksDiagonal zwei Jahre alt, und hat in seiner bereits zweijährigen Geschichte schon einige Wandlungen und Häutungen durchgemacht. Es begann ohne ein formuliertes Konzept aus lauter Lust am Mitmischen, Mitteilen und Mitgestalten – das Medium eines Einzelnen, und je nach Sichtweise: eines Querulanten, eines Querdenkers oder eines Links-Diagonalen. Gemeint damit bin ich, der bisher noch einzige Bearbeiter dieses Weblogs. Später habe ich dann immer öfter Veranstaltungen dokumentiert, die mir interessant erschienen. Es gibt mittlerweile viele Audio- und Video-Mitschnitte von Demonstrationen, Ereignissen oder Vorträgen, die ich interessant oder bemerkenswert fand, auf diesen Seiten.

Für mich völlig überraschend, kam neulich die Nachfrage nach einer Projektbeschreibung von LinksDiagonal. Ich hatte doch noch nie darüber nachgedacht, dass LinksDiagonal ein Projekt sein könnte:

Versuch einer Projektbeschreibung

Wie der Name “LinksDiagonal” zustande gekommen ist:

“Jag vill va’ diagonal” – “Ich will diagonal sein”, dieser Titel eines Liedes der schwedischen Sängerin Elisabet Hermodsson regte zu diesem Namen an.

Das Lied handelt von einem Streitgespräch zwischen Disa mit ihrem Mann Ruter, der Sozialdemokrat und in der Kommune Ratsherr ist. Er ist mit dem politischen Engagement seiner Frau in einer Bürgerinitiative nicht einverstanden, weil dort, seiner Meinung nach, viele obskure Menschen aus anderen Parteien tätig seien, und ermahnt daher Disa, sich nicht in dieser Umweltinitiative zu engagieren, mit ihrer “blå-gröna romantik”. (mit ihrer schwarz-grünen Tendenz).

“Nej, jag gillar ej ditt val”, säger Ruter ej ditt byalag med grönblå romantik. “Rent politiskt sett fatal!” säger Ruter. “Kors och tvärs den går mot all systematik.

Nein, ich billige nicht deine Entscheidung, sagt Ruter nicht die Bürgerinitiative mit grün-blauem Einschlag. “Rein politsch gesehen fatal”!, sagt Ruter. “Kreuz und quer, das geht gehen alle Systematik”

Immer werden wir in der Kommune aufs Glatteis geführt, doch ihr nörgelt über dies und das. Ihr seid quer, ihr seid verdammt diagonal, ihr versteht nichts von der Mechanik des Fortschritts.

Es geht um die Umwelt, um das Roden von Bäumen, um die Schließung von Geschäften etc… aber Ruter meint, dass er und seine Partei in der Kommune schon alles täten, um für die Menschen alles zum Besten zu regeln. Disa antwortet darauf: ”vill va’ diagonal, bästa Ruter, jag vill va’ diagonal i politik”. Ich will diagonal sein, liebster Ruter, ich will diagonal sein in der Politik.

Und genau das will LinksDiagonal auch: Berichte von Rot bis Grün aus Essen und dem Rest der Welt, wobei ein weiter Begriff von “links” zugrunde gelegt wird: von MLPD bis GRÜNE.

Ausblick:

Statt nur die Seite eines Einzelnen zu sein, könnte Linksdiagonal ein Projekt werden, an dem mehrere Menschen beteiligt sind. Wer sich vorstellen kann etwas dazu beizutragen, sollte sich bei info(at)linksdiagonal.de melden. Auch wer sich die Seiten und Beiträge einmal genauer angeschaut hat, und dahinter ein Konzept erkennt, sollte sich unbedingt bei mir melden, damit ich das Konzept dieses Weblogs endlich einmal aufschreiben kann.

Bad Schandau in Sachsen nahe der tschechischen Grenze im Juli 2012: kurz vor einem Sommergewitter.

Der verdammte aber auch schöne Sommer (siehe Foto) hat es geschafft, dass zurzeit der Termin- und Veranstaltungskalender von LinksDiagonal leergelaufen ist. Hilfe erscheint nötig und sinnvoll. Wer Ideen hat oder helfen möchte, ist daher herzlich dazu eingeladen …

Olaf Swillus

info(at)linksdiagonal.de
http://www.linksdiagonal.de/impressum/

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