Rückblick:
Am 12.11.2010 war im Jugendzentrum Papestr. eine Film- und Informationsveranstaltung zu einem verschobenen und verschleppten Revisionsprozess. Oury Jalloh war 2005 in Polizeigewahrsam in der Zelle unter sehr mysteriösen Umständen verbrannt. Es geht um Rassismus und die Weigerung Hinweisen nachzugehen, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten. Aber am 12. Januar 2011 wurde der Fall wieder neu aufgerollt werden. Das war nur möglich gewesen wegen der Beharrlichkeit einer Initiative, die immer wieder darüber informierte. Am 12.11.2010 eben auch in Essen. Mehr: linksdiagonal.de/2010/11/12/oury-jalloh-das-war-mord-break-the-silence/

http://www.linksdiagonal.de/recht-unrecht/oury-jalloh-prozess/

Anwältin der Nebenklage im Oury-Jalloh-Prozess zum bisherigen Verlauf der Revision vor dem Landgericht Magdeburg

Rechtsanwältin Heinecke berichtet

siehe auch: http://freie-radios.net/42306

Interview mit der Mutter von Oury Jalloh:
»Es geht mir um die Wahrheit, nicht um Strafe«
Verbrannt in Polizeigewahrsam: Die Mutter von Oury Jalloh war als Prozeßbeobachterin am Magdeburger Landgericht. Ein Gespräch mit Mariama Djombo Diallo Interview: Susan Bonath Mehr: jungewelt.de/2012/06-30/022.php

Spendenaufruf: Initiative will eigenen Gutachter
Von Susan Bonath
»Das ist kein Urteil, das auf Erkenntnissen beruht, sondern ein Ende aus formalen Gründen«, das hatte schon der Richter am Landgericht Dessau vor dreieinhalb Jahren konstatiert. Die Polizeibeamten hätten »bedenkenlos und grottendämlich falsch und unvollständig« ausgesagt. Damals, Ende 2008, hatte der Richter das erste Urteil im Fall Oury Jalloh verkündet – einen Freispruch für die beiden angeklagten Polizisten. Der Asylbewerber verbrannte am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle. Er war gefesselt an Händen und Füßen und hatte etwa 2,8 Promille Alkohol im Blut. Er soll sich selbst angezündet haben – so die These des Gerichts. Viele zweifeln daran. Mehr: jungewelt.de/2012/06-30/023.php

initiativeouryjalloh.wordpress.com/2012/06/28/spenden-fur-einen-unabhangigen-brandsachverstandigen/

Spendenaufruf (Quelle: Email von Togo ActionPlus vom 2.7.2012 )

*Für einen unabhängigen Brandsachverständigen*
*Gerechtigkeit und Wahrheit für Oury Jalloh*

Seit sieben Jahren wird von der Justiz in Sachsen-Anhalt der schreckliche Tod von Oury Jalloh in der Gewahrsamszelle Nr. 5 des Polizeireviers Dessau verhandelt. Am 7. Januar
2005 verbrannte er in den Räumen der Polizei am hellichten Tag. Dieser entsetzliche Vorgang ist bis heute nicht aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft hat zwar Anklage gegen Polizeibeamte erhoben, hat aber von Anfang an behauptet, Oury Jalloh hätte selbst das Feuer gelegt, dass ihn getötet hat. Wir haben das nie geglaubt!

Von dem Landgericht Dessau wurden die angeklagten Polizisten im Dezember 2008 freigesprochen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und verwies das Verfahren zurück. Seit Januar 2011 wird vor dem Landgericht Magdeburg verhandelt. Näher an die Wahrheit hat das Verfahren nicht geführt, vielmehr ist deutlich geworden, dass vertuscht und gelogen wird. Dem vom Gericht beauftragten Brandsachverständigen ist vorgegeben, dass Oury Jalloh den Brand selbst gelegt hat. So kann es keine gerechte Entscheidung geben, so kann man die Wahrheit nicht finden!

Die Initiative hat jetzt Kontakt zu einem sehr bekannten Brandsachverständigen in den USA aufgenommen, um von ihm den Sachverhalt begutachten zu lassen und doch noch
die Ursache des Brandes in der Dessauer Polizeizelle herauszufinden. Dafür müssen Schriftstücke zusammengestellt und übersetzt werden und es wird einen persönlichen Kontakt zwischen dem amerikanischen Sachverständigen und einem Beauftragten von uns in den USA geben müssen, damit alles durchgesprochen werden kann und alle Fragen des
Sachverständigen beantwortet werden können.

Ein unabhängiger Gutachter soll erstmals der Frage nachgehen, inwiefern der Tod Oury Jallohs durch Fremdverschulden verursacht wurde. Auch der 2. Prozess hält an der These
fest, Oury Jalloh hätte sich selbst angezündet.

Wir sammeln Geld für ein unabhängiges Gutachten.
Auch Kleinstbeträge sind willkommen.

Wenn auch Sie an der Wahrheit interessiert sind, ob in einer deutschen Polizeistation ein rassistisch motivierter Mord möglich ist, dann können sie jetzt mit ihrem Namen und einer Spende für die Untersuchung eines unabhängigen internationalen Brandgutachters einstehen. Wir wollen es nicht zulassen, dass diese Tat vertuscht wird und ein Gericht mit seiner Strategie der Verharmlosung durchkommt.

Und so können Sie aktiv werden:

  • sie können mit einer Spende den Gutachter finanzieren
  • sie können mit ihrer Unterschrift den Aufruf unterstützen
  • sie können diesen Aufruf ausdrucken und weiter verbreiten
  • und sie können mit uns zusammen eine Veranstaltung organisieren. Wir kommen gern in ihre Schule, in ihren Kiez, mit einer Soliparty, einer Infoveranstaltung oder ähnlichem.
  • und natürlich können sie mit uns zusammen den Prozess beobachten, Termine auf unserer Website initiativeouryjalloh.wordpress.com

Bankverbindung
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.
Zweck: Brandgutachter
Bank für Sozialwirtschaft
Kontonummer: 1233 601
Bankleitzahl: 100 205 00

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