Tagesordnungspunkt 19 der letzten Ratssitzung am 28.6.2012 lautete unspektakulär: Weltkulturerbe Zollverein, hier: Sachstand zur Kosten- und Finanzierungsübersicht / Kenntnisnahme

Ratsherr Dietrich Keil vom Wahlbündnis „Essen steht AUF“ nahm aber nicht einfach nur zur Kenntnis, sondern fragte auch nach.

Denn nach dem Ende aller Investitionen in Essens Weltkulturerbe und nach der Auflösung der Entwicklungsgesellschaft Zollverein (EGZ), lag dem Rat der Stadt Essen erstmals eine Abrechnung vor. Erstmals seit 2008.

Von den 160 Mio Euro, die bisher in das Welterbe Zollverein investiert worden sind, wurden von der Stadt Essen weniger als 10 Prozent getragen. Doch bleiben nun die laufenden Kosten.

„Nicht aufgelöst hat sich der Finanzstrom laufender Kosten, der nötig ist, um das Welterbe zu erhalten, zu bespielen oder zu bewachen, attraktiv zu machen“, stellte Ratsherr Dietrich Keil fest, der für das Wahlbündnis „Essen steht AUF“ im Rat ist. Diese laufenden Kosten seien ausdrücklich nicht erfasst.

So ist z.B. bekannt, dass allein das Ruhrmuseum jährlich 3,5 Mio Betriebskosten braucht.

Daher wurde nun beschlossen, den Vorsitzenden der Stiftung Zollverein, Mart, in den Unterausschuss „Finanzen und Beteiligungen“ einzuladen sowie Ratsherrn Keil, der dem Gremium nicht angehört.

Nächster Unterausschuss Finanzen und Beteiligungen

am Dienstag, 3. Juli 2012, 16:00 Uhr
im Rathaus Essen, R 2.20 Gustav-Heinemann-Saal Porscheplatz

„Essen steht AUF“ hatte beantragt, alle laufenden Kosten des Welterbes dem Rat vorzulegen, unterschieden nach Einrichtungen und Stätten auf Zollverein, nach Trägern, Förderungen usw. und den Kostenarten, aber auch Einnahmen, die sie verringern. „Dabei geht es uns nicht allein um den städtischen Anteil an diesen Kosten, sondern um die Beträge, die der Steuerzahler für das Essener Welterbe aufbringt. Das ist für die ganze Öffentlichkeit von Inter­esse, nicht nur für den Rat.“, meinte Dietrich Keil, Ratsmensch für das Wahlbündnis „Essen steht AUF“ im Rat der Stadt Essen.

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