Vogelstimmen:

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Rachel Carson’s Kampf gegen DDT

Vor fünfzig Jahren wurde „Silent Spring“ (Stiller Frühling) von Rachel Carson veröffentlicht. Das Buch handelt von dramatischen Auswirkungen des Einsatzes von Pestiziden und Herbiziden.

Ab dem 16. Juni 1962 erschien zunächst eine Zusammenfassung des Buches als dreiteilige Artikelserie im Magazin „The New Yorker“. Die Artikelserie erregte großes Aufsehen und „The New Yorker“ erhielt deswegen eine Vielzahl an Leserbriefen. Die meisten waren positiv, einige verdächtigten Rachel Carson jedoch kommunistischer Sympathien. Die Reaktionen waren so lebhaft, dass am 22. Juli in der New York Times darüber ein Artikel erschien, der die Überschrift trug: The Silent Spring is now Noisy Summer – Der Stumme Frühling ist nun ein lauter Sommer. Die Artikelserie fand auch ein Echo auf politischer Ebene. Anlässlich einer Anhörung über Pestizideinsätze las der Kongressabgeordnete John V. Lindsay Teile daraus im Abgeordnetenhaus vor. Noch vor Verkaufsbeginn nahm John F. Kennedy Bezug auf Rachel Carsons Buch, das erst ab 27. September 1962 in den Buchläden erhältlich war. Während einer Pressekonferenz im Weißen Haus befragte ihn ein Reporter, ob das Department of Agriculture oder der Public Health Service sich mit den langfristigen Auswirkungen des Pestizidseinsatzes beschäftige. John F. Kennedy bestätigte dies und nannte Rachel Carsons Buch als einen Anlass dafür.
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Leider ist Silent Spring heute aktueller denn je. Der Einsatz von Pestiziden in der deutschen Landwirtschaft hat mittlerweile groteske Züge angenommen. In großen Mengen kommen immer wirkungsvollere Agrochemikalien zum Einsatz.

Vögel der Agrarlandschaft sind in Deutschland davon am stärksten betroffen. Die Rote Listen der Brutvögel belegt dies: 66 Prozent aller Feldvogelarten gelten als bedroht.

Die Umweltschutzorganisation BUND schreibt den extremen Bestandsrückgang einer neuen Stoffgruppe von Pestiziden, den Neonikotionoiden, zu. Sie töten in einer bisher unbekannten Intensität alle Insekten, die auf den besprühten Ackerflächen leben. Die dort lebenden Vogelarten finden nun keine Nahrung mehr; sie verlassen und meiden dann diese Lebensräume.

Mehr: http://www.bund.net/themen_und_projekte/chemie/pestizide/pestizidfreie_kommune/

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