Weltklimatag am 3.Dezember 2011

Demo in Essen um 14:30 Uhr – Treffpunkt am RWE – Opernplatz 1

„Es ist 1 Minute vor 12“

Die Zeit drängt. Die Emissionen der Treibhausgase sind im vorigen Jahr so rasant gestiegen wie nie zuvor. Der Kohlendioxid – Ausstoß stieg 2010 laut aktuellem Bericht des US – Energieministeriums weltweit um 6%.

Die jetzt schon sichtbaren Veränderungen des Klimas sind der Anstieg der Meeresspiegel, zunehmende Wetterextreme wie Trockenheit (z.B. in Ostafrika, Somalia), Überschwemmungen und Wirbelstürme.

Der Klimawandel bedroht die Existenzen und das Leben vieler Milliarden Menschen, vor allem im globalen Süden.

Egal wo wir hinschauen, ob bei der weltweiten Nutzung von fossilen Rohstoffen für Kraftwerke, der unbeherrschbaren Technologie von Atomkraftwerken (aktuell die Katastrophe von Fukushima) oder die Abholzung der Regenwälder weitestgehend für sogenannte Energiepflanzen, erleben wir eine wachsende Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Mit immer neuen Risikotechnologien wie dem Fracking zur Erschließung neuer Gasvorkommen versucht die Wirtschaft Kapital zu machen. Wenig bis nichts deutet darauf hin, dass die wirtschaftlichen Akteure und politischen Mächte Willens sind, den Schutz von Mensch und Natur vor ihren Profit zu stellen. Mit Sorge betrachten wir alle diese Entwicklung hin zu einer globalen Umweltkatastrophe, die dringend unser aller Handeln erfordert.

Im Dezember findet in Südafrika eine weitere Weltklimakonferenz statt. Schon jetzt ist klar, dass die Klimaverhandlungen in Durban zu keinem guten Ergebnis führen werden und nicht die erforderlichen Gesetze und Maßnahmen für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit beschlossen werden.

Deshalb gehen am 3. Dezember weltweit die Menschen für den Klimaschutz auf die Straßen und fordern gemeinsam ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft ein.

Wir laden euch zu den heißen Rhythmen der Sambagruppe Marchingband ein, die unseren Demozug im kühlen Dezember begleitet.

Wir demonstrieren in der Energiestadt Essen, weil hier wichtige energiepolitische Akteure ihren Sitz haben, die die Energiewende bremsen und blockieren.

Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke!
Ausstieg aus der Kohleverbrennung!

Die RWE- Manager ziehen immer noch durch die Lande, wollen so lange wie möglich an ihrer Atomenergie festhalten und versuchen aktuell im Ausland Atomkraftwerke zu bauen. Gleichzeitig planen sie neue Braunkohlekraftwerke, die nachweislich die größten Klimakiller sind.

Zahlreiche Kommunen des Ruhrgebiets sind wichtige Anteilseigner der RWE AG. Deshalb fordern wir unsere KommunalpolitikerInnen auf, dass diesem Treiben der RWE AG endlich ein Ende gemacht wird. Wir fordern die Entmachtung der Stromkonzerne und die Energieversorgung in Bürgerhand.

Die STEAG ist einer der größten Betreiber vorwiegend alter Kohlekraftwerke im Ruhrgebiet. Sie betreibt weitere Kraftwerke in Deutschland und weltweit.

Erst vor wenigen Monaten wurde die STEAG von dem Stadtwerke- konsortium Rhein-Ruhr übernommen. Dieses besteht aus der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung, der Energieversorgung Oberhausen sowie den Stadtwerken Dortmund, Bochum, Essen, Dinslaken und Duisburg. Den BürgerInnen der klammen Kommunen wurde versprochen, damit die Rekommunalisierung der Energieerzeugung zu fördern und den Umbau in umweltfreundliche Technologien voranzutreiben. Damit diese politische Zusage schnellst möglich eingehalten wird, treten wir zum Weltklimatag vor die STEAG Zentrale in Essen. Gleichzeitig solidarisieren wir uns mit all denen auf der Welt die in ihrer Heimat unter den sozialen und ökologischen Folgen des zerstörerischen Kohleabbaus für den Steag-Kohlehandel leiden müssen, z.B. in Kolumbien.

Ein weiterer Anlass unseres Protestes ist die Absicht des RVR (Regionalverband Ruhr) das von den Gerichten gestoppte EON Kohlekraftwerk in Datteln zu retten, indem sie durch eine Art Lex EON nachträglich die Planung an den Schwarzbau anpassen. Damit würde ein weiterer Klimakiller für die nächsten 50 Jahre ans Netz gehen und die Energiewende hin zu den Erneuerbaren erneut torpediert.

Auch für Essen und die Region gilt, dass in vielen Betrieben der internationale Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Es werden vielfach Umweltschutzauflagen nicht eingehalten und hierdurch die Gesundheit der ArbeiterInnen gefährdet.

Wir treten für umwelt- und gesundheitsschonende Produktionsverfahren ein.
Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien!

Beginn /Auftakt 14:30 – RWE, Opernplatz

15.00 Demonstration: Demoroute mit Zwischenstation Steag

Abschluss gegen 15:30 Uhr
Rüttenscheider Markt

Ende gegen 16.00 Uhr

Unterstützer Bündnisse:

Attac-Niederrhein, AUF – Gelsenkirchen/ Kommunales Wahlbündnis, BI Saubere Luft-Duisburg, BUND – Essen, BürgerBegehren Klimaschutz e.V.-Berlin, Bürgerbewegung für ein atomfreies Geldern, Bürgerbewegung für Kryo – Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V., Deutsch – Kurdischer Solidaritätsverein e.V.-Essen, Deutsch-philippinische Freunde e.V. (DPF)- Langenfeld, Essen steht AUF/Kommunales Wahlbündnis, Frauenverband Courage/ Landesvorstand NRW, Jugendverband REBELL-Essen, Klimabündnis Niederrhein: ein Zusammenschlus aus 35 Organisationen (Einzelgruppen) aus der Region: von Attac, Antiatom, Bürgerinitiativen, Kirchengemeinden, Umweltverbände und aus verschiedenen lokalen Parteigruppen, MLPD- Essen/Duisburg, Montagsdemo- Essen, NV auf geht`s,/Kommunales Personenwahlbündnis-Neukirchen-Vluyn, OV B90/Grünen-Geldern
Unterstützer – Einzelpersonen:
Dagmar Eberhard/ Ärztin- Düsseldorf, Dagmar Arnecke-Essen, Dieter Grünwald- Dipl. Psychologe/Verdi Gelsenkirchen, Dietrich Keil- Essen, Dr. Rainer Werning-Köln, Eckehard Osimitsch/Ersatzbetriebsrat Evonik – Goldschmidt- Essen, Fresh Game/ Rockband-Duisburg, Gert Bierikoven- Essen, Günther Bittel- Duisburg, Hans-Peter Halfer- Essen, Hermann Dorten/IGM – Vertrauensmann, Hossein Kohrrami – Mitglied des Integrationsrates Essen, Horst Dotten-Essen, Ingrid Bittel- Duisburg, Klaus Wallenstein-Neukirchen – Vluyn, Klaudia Scholz/ Umweltausschuss-Herne, Lisa Wannenmacher-Neukirchen – Vluyn, Norbert Bömer- Duisburg, Susanne Keil-Essen, Udo Merzinsky-Heidelberg, Uschi Gerster/ Sprecherin der Vertrauensleute am Uniklinikum Essen, Dr. Willi Mast, Allgemeinarzt- Gelsenkirchen.
Anfahrtsbeschreibung:
(Am besten) Anfahrt mit dem öffentlichem Nahverkehr zum Hauptbahnhof in Essen ( möglich mit S – Bahn, Straßenbahn, Bus)
Vom Bahnhof Richtung Evonik-Gebäude in die Rellinghauserstrasse/ Opernplatz 1 zum RWE – Tower (ca. 5 Min Fußweg).
Auto: Ausfahrt A 40 Innenstadt (schlechte Parkmöglichkeiten)

Quelle: EMail/Flugblatt

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